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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die größte Wette des 19.Jahrhunderts, 29. August 2005
Der Londoner Erfinder Phileas Fogg (Steve Coogan) erfindet vielerlei Abstarktes, Skurriles und Phantastisches. So z.B. die ersten Rollerblades oder einen Apparat, der den Menschen die unglaubliche Gewschwindigkeit von 50 km/h überwinden läßt.Nur trägt ihm die britische Akademie der Wissenschaften nicht die nötige Annerkennung bei. Da kommt es eher aus einem Wortgefecht geboren zu der Wette des Jahrhunderts. Soll es möglich sein, die Erde in 80 Tagen zu umrunden? Phileas glaubt jedoch daran, der Präsident der königlichen Akademie, Lord Kelvin ( Jim Broadbent) jedoch nicht. Also wetten die beiden; sollte es gelingen, übernimmt Phileas den Posten des Präsidenten, sollte er scheitern, entsagt er allen weiteren Erfindungen. Und los geht's. Dabei wird Phileas durch Passepartout ( Jackie Chan) tatkräftig unterstützt. Dieser befindet sich eher auf der Flucht vor der englischen Polizei, die ihn nach einem Einbruch in die "Bank of England" verhaften will. Passepartout hat eine Jadefigur zurückgeholt, die seinem Dorf heilig ist. Dem Duo schließt sich in Paris, ihrer ersten Station die reizende Monique ( Cecil de France) an. Nun geht's zu Fuß, per Eisenbahn, Heißluftballon und Pferderücken um die Welt. Sie werden aber von finsteren Gestalten verfolgt, die Phileas den Erfolg verderben sollen und/oder die Jadefigur zurück wollen. Mit Glück, List und Können meistert das Trio alle Situationen und wird zu Freunden. Wenn man die Romanvorlage nicht zu ernst nimmt, Chakie Chan Zeit und Raum für seine Karatevorführungen gönnt, wird man mit einer lebensfrohen, witzigen Variante des bekannten Romans gut unterhalten. Gastauftritte von z.B. Arnold Schwarzenegger als türkischer Prinz und Owen Wilson als einer der Gebrüder Wright sind witzig und erhöhen den Unterhaltungswert.Das Bonusmaterial ist O.K., enthält Audiokommentare, Interviews, Trailer Biografien und ein Blick "Hinter die Kulissen".
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wenig Respekt gegenüber der Vorlage, 17. Januar 2010
Burns: You must find the jade monkey before the next full moon.
Smithers: Actually, sir, we found the jade monkey. It was in your glove compartment.
Burns: And the road maps, and ice scraper?
Smithers: They were in there, too.
Burns: Excellent! It's all falling into place.
Dieser kleine, aber feine Wortwechsel zwischen Mr. Burns und Smithers drängte sich mir nach wenigen Minuten des Filmes auf, ebenso fühlte ich mich an den MacGuffin aus "Ong-Bak" erinnert, denn in dieser 2004 von Frank Coraci gedrehten Version des Klassikers von Jules Verne ist der treue Passepartout ein chinesischer Kämpfer (Jackie Chan), der auszieht, um den Jade-Buddha zurückzuholen, den eine finstere Bande aus seinem Heimatdorf gestohlen hat, um illegale Waffengeschäfte mit einem englischen Politiker zu machen. Da ich dies schreibe, fällt mir noch ein dritter Film ein, der ein ähnliches Motiv hat: "Rivalen unter roter Sonne".
Die Angst vor der britischen Polizei treibt Passepartout dazu, sich als Butler bei Phileas Fogg (Steve Coogan) zu verdingen, der hier als ein überspannter Erfinder dargestellt wird, der alle seine Prototypen wie selbstverständlich an seinem Diener erprobt. Als Fogg in einem öffentlichen Streit mit Lord Kelvin (Jim Broadbent), dem Leiter der Akademie der Wissenschaften und nebenbei auch noch dem Drahtzieher der illegalen Waffengeschäfte, herausgefordert wird, seine Reise in 80 Tagen um die Welt anzutreten, wittert Passepartout seine Chance, auf diese Weise nach China zu kommen und den Buddha in sein Dorf zurückzubringen. Kelvin ist darum zu tun, seine Wette zu gewinnen, so daß er Fix (Ewen Bremner), einen korrupten Polizisten, auf Foggs Fährte setzt, und auch der chinesische Geheimbund, der den Buddha gestohlen hat, unter Führung der spinnengleichen Generalin Fang (Karen Joy Morris), schreckt vor keinem Verbrechen zurück, um Passepartout den Buddha wieder abzujagen. Besonders Fangs "Schwarze Skorpione" sorgen für ein gerüttelt Maß an Martial-Arts-Sequenzen in diesem Film.
Ich möchte Coracis Version des Klassikers nicht schlechtreden, denn es sind durchaus einige sehr witzige Situationen im Drehbuch enthalten, etwa wenn Lord Kelvin mit Bezug auf Generalin Fang sagt, daß nur jämmerliche Männer sich von einer Frau herumkommandieren ließen, und man über ihm das Porträt der Königin Victoria sieht. Die Handlung ist temporeich, in Nebenrollen erleben wir einige nette Überraschungen wie Arnold Schwarzenegger, Kathy Bates und, leider viel zu kurz, John Cleese, und die weibliche Hauptrolle, Cécile de France, weiß wahrlich zu bezaubern.
Doch trotz alledem fällt dieser Film hinter seine beiden Vorgänger - die Verfilmung von 1956 mit David Niven und Cantinflas sowie die sehr gelungene TV-Adaption von 1989 mit Pierce Brosnan - weit zurück, erlaubt er sich doch für meinen Geschmack ein wenig zu viele Freiheiten gegenüber der Romanvorlage, gerade so, als sei diese nicht spannend genug. Warum muß man eine zusätzliche Geschichte um ein gestohlenes Heiligtum und einen chinesischen Bandenkrieg einbringen? Antwort: Um Jackie Chan Gelegenheit zu geben, seine Kampfeskunst zu zeigen. Aber warum dann überhaupt der Rekurs auf die Romanvorlage? Warum muß man aus den englischen Gentlemen, die gegen Fogg wetten, eine Handvoll erzböser, aber geradezu lächerlicher Witzfiguren machen, deren Anführer sich am Ende des Filmes in absolut unglaubwürdiger Weise selbst demontiert? Warum muß Passepartout, als er in Foggs Heißluftballon klettert, nebenbei gegen ein halbes Dutzend Chinesen kämpfen und, als wäre dies noch nicht genug, auch noch eine Mutter und ein Baby vor einem Wohnungsbrand retten? Hat Vernes Geschichte von einem disziplinierten und wohlorganisierten Mann mit seinem unerschütterlichen Fortschrittsglauben und die Reise durch eine noch nicht durch Globalisierung vereinheitlichten Welt in der heutigen Zeit kein Potential mehr, die Zuschauer zu faszinieren? Ohne hier zu sehr in Kulturpessimismus abgleiten zu wollen, möchte ich dennoch sagen, daß hier ein bißchen mehr Respekt vor der Romanvorlage angebracht gewesen wäre. Ich schreibe dies voll dunkler Ahnung in einem Monat, in dem eine neue "Sherlock-Holmes"-Verfilmung in die Kinos kommt.
Die zusätzlichen Handlungskatalysatoren führen denn auch dazu, daß der gesamte Film sehr ins Farcenhafte abgleitet und einem Gut-Böse-Schema zudriftet, das man bei Verne in dieser Form vergeblich sucht. Fratzenschneiden, Schreie ausstoßen und dreifache Übertreibungen sind denn auch die Hauptzutaten zu dem Humor, der diesem Film zugrunde liegt. Hier fehlen der feine britische Humor und der Stil der Verfilmungen von 1956 und 1989.
Für einen Fernsehabend mit Popcorn, Bier und vielen Freunden ist dieser Streifen genau das Richtige, aber eine liebevolle Literaturverfilmung, die man gern im Regal stehen hat, ist Coracis Film ganz sicher nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kritik, 11. April 2006
Der Film " In 80 Tagen um die Welt" ist eine verfilmung des gleichnamigen Buches von Jules Verne. In diesem Film geht es darum, dass ein für verrückt erklärter Wissenschaftler namens Phileas Fogg für seine Anerkennung eine Reise in 80 Tagen um die Welt mit seinem neuen Buttler machte. Der Film hat sehr spannende und witzige Szenen. Er ist empfehlenswert. Dennoch würde man nicht wissen welcher Film es wäre, wenn man den Titel nicht wüsste, da die Handlung eine ganz andere ist als im Buch. Im Film haben die meisten Personen den selben Namen wie in diesem Roman , doch sie werden anders dargestellt, so wie Phileas Fogg, der im Film oft kurz davor wäre aufzugeben, aber anders als im Buch, wo er als nie aufgeregt erscheint, mit einem starken Willen und nie im Leben daran zu denken aufzugeben beschrieben wird.
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