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100 Jahre Universal Pictures
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Produktinformation
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Jimmy Smith (Eminem), genannt B Rabbit, kann sich nicht dazu aufraffen, den nächsten Schritt in seiner Karriere -- oder überhaupt in seinem Leben -- zu machen. Rabbit ist verärgert über seine trinkende Mutter (Kim Basinger) und macht sich Sorgen um seine kleine Schwester. Er lässt seinen Gefühlen durch seinen verdrehten, cleveren Rap freien Lauf. Seine Freunde, die ihn bewundern, versuchen ihn dazu zu bewegen, im allwöchentlichen Rap-Wettkampf anzutreten. Rabbit sträubt sich -- bis er ein Mädchen (Brittany Murphy) kennen lernt, das ihm möglicherweise eine Stütze und ein wenig Hoffnung bietet, so dass sich sein Leben unter Umständen zum Besseren wenden könnte.
Unter der intelligenten und ehrgeizigen Regie von Curtis Hanson (L.A. Confidential) und mit der fähigen Unterstützung einer ausgezeichneten Besetzung sowie dem düsteren Hintergrund der Slums von Detroit zeigt Eminem hier eine überraschende Verletzbarkeit, die 8 Mile erst wirklich lebendig und mitreißend macht. --Bret Fetzer
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Wie kann sich auch so ein untalentierter Bursche, der ja bestimmt sowieso nicht singen kann und überhaupt auch sonst nichts, blabla, jetzt noch einen Film zu drehen?
Mußte das wirklich sein?
Ja.
Ich bin tief beeindruckt, wie Eminem mal eben eine schauspielerische Leistung hinlegt, für die die meißten Hollywoodstars entweder nicht in der Lage wären, oder sich medienwirksam für das anstehende Projekt "selber finden" müßten.
Die Geschichte ist einfach erzählt und sie ist glaubwürdig.
In diesem Streifen wird uns keineswegs eine Klischeegerechte Geschichte geliefert, nein, selbst das Ende des Filmes erscheint einem sehr realistisch, endet der Film doch nicht etwa mit dem kometenhaften Erfolg des Rappers.
Man merkt, daß Eminem nie die Bestrebung hatte, als leuchtende Figur des Filmes zu erscheinen. Stets befinden sich alle Akteure auf einem gleich hohem Level und haben ihre Berechtigung.
Ein besonderer Spaß ist dabei anzusehen, daß Eminem all Dienenigen Lügen straft, die als Kritiker, als Wegbegleiter oder als Fans alles über ihn zu wissen glaubten.
Eminem hat sie einfach in das zweidimensionale Klischeebild rennen lassen und mal eben nebenbei erzählt, wie er wirklich drauf ist.
Und so wird aus dem asozialen Schwulenhasser mal eben ein fürsorglicher Bruder, der sich obendrein noch auf die Seite von Schwulen schlägt, die sich zu ihrem Ich bekennen.
In diesem Zusammenhang ist es köstlich, wie sich selbst Heroen der Musikkritiker immer wieder von Marketing-bestimmenden Images in die Irre führen lassen.
Bleibt als Fazit: Ein richtig gelungender Film.
Ich bin ohne große Erwartungshaltung als jemand in diesen Film gegangen, der noch nicht einmal viel mit Eminem oder Rap-Musik "zu tun hatte." Und ich habe ihn mir gleich zwei mal angesehen.
Wer mit einer bestimmten Erwartungshaltung an Handlung, Inhalt und Aufwand
in diesen Film geht wird entweder überrascht oder enttäuscht sein.
Allen anderen, die bereit sind unverfangen sich diesen Film anzusehen, werden einen guten Film mit guten Schauspielern sehen. Volle Punktzahl.
Ich ziehe meinen Hut vor den schauspielerischen Qualitäten Eminems, der übrigens das erste mal für einen Spielfilm vor der Kamera stand. Die Rolle ist ihm wie auf den Leib geschneidert, ich stelle mir vor, daß er privat genau so ist. Die Grundstimmung des Films ist durchwegs düster, die Kamera immer erschreckend nah. Man erlebt diesen Film in seiner ganzen Härte wirklich hautnah mit.
Hintergrundinfo: Bei den „Battles" ist es tatsächlich so, wie es Regisseur Curtis Hanson (u.a. LA Confidential) im Making of beschreibt: 2 Rapper stehen sich gegenüber wie 2 Boxer im Ring. Doch statt der Schläge teilen sie Reime aus und denunzieren ihr Gegenüber auf's äußerste. Das Publikum entscheidet dann, wer eine Runde weiter kommt! Es ist wirklich ein Genuss den Texten zu lauschen, den brodelnden Mob zu beobachten, die verzerrten und schwitzenden Gesichter der Kontrahenten zu studieren und zum stampfenden Rap-Beat zu wippen! Und erst im Making of wird klar: die Raps kamen tatsächlich spontan, es wurde jedesmal nur ein Take von einem „Kampf" gemacht, alles musste sitzen. Eine wahre Meisterleistung! Um die Statisten (alles zentnerschwere, schwarze „Brothers" und „Sisters") bei Laune zu halten, wurde während der Dreharbeiten tatsächlich spontan ein Battle inszeniert. So ermittlete man die Film-Gegner von Eminem. Und was Eminem dann wiederum jedem so spontan um die Ohren rappt, grenzt an ein linguales Wunder. Alle Achtung!
So viel zum Plot: Eminem verkörpert die Figur Jimmy Smith Jr., einen vom Leben enttäuschten Automechaniker, der zusammen mit seiner alkoholabhängigen Mutter (Kim Basinger) einen heruntergekommenen Wohnwagenpark inmitten von Detroit bewohnt. Jimmys Wunschtraum ist eine kommerziell erfolgreiche Karriere als Rapper, welche die Perspektivlosigkeit seines Lebens am unteren Ende der Gesellschaft beenden würde. Doch dieses Ziel liegt für ihn in weiter, scheinbar ungreifbarer Ferne. Bei Gelegenheitsauftritten in örtlichen Clubs liefert er sich mit schwarzen Rappern musikalische Zweikämpfe, die sein Prestige steigern sollen. Doch die Dominanz der von Schwarzen geprägten Szene scheint unüberwindlich zu sein. Einzig seine Freundin Alex (Brittany Murphy) versteht es, ihm neues Selbstvertrauen zu schenken. Jimmy beginnt sich nach oben zu "battlen", um sein altes Leben, das ihn mehr und mehr anwidert, hinter sich lassen zu können. Mehr will ich hier nicht vorweggreifen.
Was Eminems schauspielerische Leistung in diesem von Curtis Hanson ("L.A. Confidential") inszenierten Gesellschaftsdrama anbetrifft, so kann man diese nur als beachtenswert bezeichnen. Grund für diesen spontanen Erfolg mag die eigene Vita gewesen sein, die viele Parallelen zu der von Jimmy Smith aufweist. Auffallend ist auch die ungewöhnlich nachdenkliche und angreifbare Seite, die "Bad Boy" Eminem in diesem Film zum Ausdruck bringt. Ein Anlass dafür liegt meiner Ansicht nach in der Tatsache verborgen, dass der Film die Sub- und Protestkultur des Rappens als einen gewaltfreien, kreativen Weg zur Bewältigung von Konflikten vorschlägt, gewissermaßen als eine Alternative zu den verlustreich geführten Fehden rivalisierender Gangs in den amerikanischen Großstädten. Infolgedessen markiert ein verbaler Showdown den eigentlichen Höhepunkt des Films.
Alles in allem ein überzeugender Film, der Mut zur Selbstverwirklichung macht und insgesamt von der hervorstechenden Leindwandpräsenz Eminems lebt. Auf jeden Fall sehenswert.
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