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Produktinformation
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Wie kann sich auch so ein untalentierter Bursche, der ja bestimmt sowieso nicht singen kann und überhaupt auch sonst nichts, blabla, jetzt noch einen Film zu drehen?
Mußte das wirklich sein?
Ja.
Ich bin tief beeindruckt, wie Eminem mal eben eine schauspielerische Leistung hinlegt, für die die meißten Hollywoodstars entweder nicht in der Lage wären, oder sich medienwirksam für das anstehende Projekt "selber finden" müßten.
Die Geschichte ist einfach erzählt und sie ist glaubwürdig.
In diesem Streifen wird uns keineswegs eine Klischeegerechte Geschichte geliefert, nein, selbst das Ende des Filmes erscheint einem sehr realistisch, endet der Film doch nicht etwa mit dem kometenhaften Erfolg des Rappers.
Man merkt, daß Eminem nie die Bestrebung hatte, als leuchtende Figur des Filmes zu erscheinen. Stets befinden sich alle Akteure auf einem gleich hohem Level und haben ihre Berechtigung.
Ein besonderer Spaß ist dabei anzusehen, daß Eminem all Dienenigen Lügen straft, die als Kritiker, als Wegbegleiter oder als Fans alles über ihn zu wissen glaubten.
Eminem hat sie einfach in das zweidimensionale Klischeebild rennen lassen und mal eben nebenbei erzählt, wie er wirklich drauf ist.
Und so wird aus dem asozialen Schwulenhasser mal eben ein fürsorglicher Bruder, der sich obendrein noch auf die Seite von Schwulen schlägt, die sich zu ihrem Ich bekennen.
In diesem Zusammenhang ist es köstlich, wie sich selbst Heroen der Musikkritiker immer wieder von Marketing-bestimmenden Images in die Irre führen lassen.
Bleibt als Fazit: Ein richtig gelungender Film.
Ich bin ohne große Erwartungshaltung als jemand in diesen Film gegangen, der noch nicht einmal viel mit Eminem oder Rap-Musik "zu tun hatte." Und ich habe ihn mir gleich zwei mal angesehen.
Wer mit einer bestimmten Erwartungshaltung an Handlung, Inhalt und Aufwand
in diesen Film geht wird entweder überrascht oder enttäuscht sein.
Allen anderen, die bereit sind unverfangen sich diesen Film anzusehen, werden einen guten Film mit guten Schauspielern sehen. Volle Punktzahl.
Ich ziehe meinen Hut vor den schauspielerischen Qualitäten Eminems, der übrigens das erste mal für einen Spielfilm vor der Kamera stand. Die Rolle ist ihm wie auf den Leib geschneidert, ich stelle mir vor, daß er privat genau so ist. Die Grundstimmung des Films ist durchwegs düster, die Kamera immer erschreckend nah. Man erlebt diesen Film in seiner ganzen Härte wirklich hautnah mit.
Hintergrundinfo: Bei den „Battles" ist es tatsächlich so, wie es Regisseur Curtis Hanson (u.a. LA Confidential) im Making of beschreibt: 2 Rapper stehen sich gegenüber wie 2 Boxer im Ring. Doch statt der Schläge teilen sie Reime aus und denunzieren ihr Gegenüber auf's äußerste. Das Publikum entscheidet dann, wer eine Runde weiter kommt! Es ist wirklich ein Genuss den Texten zu lauschen, den brodelnden Mob zu beobachten, die verzerrten und schwitzenden Gesichter der Kontrahenten zu studieren und zum stampfenden Rap-Beat zu wippen! Und erst im Making of wird klar: die Raps kamen tatsächlich spontan, es wurde jedesmal nur ein Take von einem „Kampf" gemacht, alles musste sitzen. Eine wahre Meisterleistung! Um die Statisten (alles zentnerschwere, schwarze „Brothers" und „Sisters") bei Laune zu halten, wurde während der Dreharbeiten tatsächlich spontan ein Battle inszeniert. So ermittlete man die Film-Gegner von Eminem. Und was Eminem dann wiederum jedem so spontan um die Ohren rappt, grenzt an ein linguales Wunder. Alle Achtung!
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