Die Franzosen von Blut Aus Nord haben sich für das Jahr 2011 der musikalischen Höchstleistung verschrieben. Denn "777 Sect(s)" ist erst der erste Teil der Trilogie, die dieses Jahr im September weitergeführt und im November zur höchsten Vollendung gebracht werden soll. Und nachdem man sich den ersten Teil in Ruhe einmal angehört hat, kann man wohl mit gutem Gewissen behaupten, dass ihre Art von Black Metal, auch wenn sie auch drei Alben verteilt wird, alles andere als langweilig werden kann. Denn schon zu Beginn von "777 Sect(s)" wird der Hörer mit einem gewaltigen, undurchdringbarem, dissonantem Gitarrengewitter empfangen, und fast in den musikalischen Wahnsinn getrieben. Denn die anfänglichen tonalen Ungereimtheiten, die spontanen Melodiewechsel und vor allem die düstere und schwere Grundstimmung sind für das Ohr erst einmal schwer zu verdauen. Doch Blut aus Nord spielen mit Überraschungseffekten. Und schon bald verwandelt sich das Undurchdringbare in melodiöse, mitreißende und hasserfüllte Kompositionen, die perfekt abgestimmt genau das bieten, was Fans von gutem Black Metal erwarten. Zusätzlich besticht die Produktion mit klarem Sound und mit perfekt abgestimmten Instrumental- und Gesangsspuren. Alle Stücke sind weit entfernt von einem dumpfen, schlecht klingenden Mischklang. Eine Platte, an der sich die Geister wieder scheiden werden. Ich für meinen Teil aber warte jetzt schon gespannt auf den zweiten Teil, und empfehle als Anspieltipp unbedingt die Songs 2 und 4, die zwar wie die anderen Stücke ohne Namen auskommen müssen, aber durch besondere Prägnanz bestechen. Eine Scheibe mit Klasse und reichlich Black Metal. Genau so sollte es sein.