bei uns in bayern ist hans-jürgen buchner, also haindling, kult.
er hat viele gute und wichtige alben veröffentlicht.
ich rezensiere das 7er album, weil es für mich persönlich
das bedeutenste und beste werk von ihm ist.
es klang so angenehm frisch und ideenreich, als es 1991
auf den markt kam.
wurde der vorgänger `muh` noch im can studio aufgenommen,
so fummelte herr buchner für `'7` zum erstenmal im eigenen
tageslicht studio in haindling eine cd zusammen.
diese neue art zu arbeiten, tat dem haindling sound wirklich sehr gut.
das vorliegende werk klingt spritzig und so angenehm frisch.
der opener 'liebe` zum beispiel mit mandoline und glöckchen.
nix dabei, mit afro-trommeln und mädchenchor.
ganz weit weg, mit akkordeon und johnny clegg einflüssen.
sie und er, mit super text und afro-trommeln.
die jungen herrn, mit mandoline, sitar und akkordeon.
das geheimnis, klingt meditativ und wirklich geheimnisvoll.
buchner betrat die 90er mit neuen ideen und super sound.
er ging neue wege und klang trotzdem wie immer.
erst nach sechs aufeinander folgenden tollen liedern,
machte das album mit dem siebten lied `der könig kommt'` eine wendung.
jetzt klang haindling wieder mehr nach haindling.
ein bisschen schräg und immer etwas experimentell.
bei lied 7 mit antilopen-horn und wortspiele im text.
pfeif drauf und zwiefacher sind kult.
wo ist er denn, nervt etwas mit der kinderrassel.
warum, guter text und schöne melodie.
hymne privat und 3klänge sind sehr schöne instrumentals.
bombengeschäft, ist ein schöner und nachdenklicher epilog.
das album haute mich damals völlig von den socken.
ich hörte es immer und immer wieder.
es ist irgendwie eine art bayerische weltmusik.
ich lege sie auch nach 17 jahren noch immer ab und zu in den player.
natürlich ist die cd `buchner`, sein erstes album, auch sein wichtigstes.
dafür ist `7` sein bestes album.
es hat eine spielzeit von 42 minuten und versprüht nach jedem hören,
eine wirklich gute laune.
haindling cd`s sind immer noch sehr gut.
aber nicht mehr so wie dieses beeindruckende werk.
es ist wohl in einer sternstunde enstanden.
danke, hans-jürgen buchner.