Die CD beginnt wie gewohnt, und zwar ungewohnt. Eine Kirchenorgel wird mit einem Synthlayer-Einsatz begleitet, dazu ein kräftiger bis schmerzerfüllter Gesang - Love never dies ist damit auch mein persönlicher Favorit auf diesem digital remixten Album. Apoptygma zeigen mal wieder ihre alten Stärken - gute elektrische Musik mit teilweise kritischen Texten, ohne dabei in Richtung Trance abzusinken (wie man es bei "Harmonizer", dem neuen Album erkennen kann). Krass finde ich auch das Lied "25 Cromwell St.", in dem es darum geht, wie sich ein verzweifelter Gefängnisinsasse ohne Rücksicht auf Verluste das Leben nimmt. Gut finde ich auch den Bonus Track, einen härteren Remix des Klassikers "Mourn". Die CD beinhaltet auch schöne Balladen wie "Nearer" oder "Love never dies Part 2", die wie alle Lieder einen leicht verzweifelten Eindruck machen. Obwohl die härteren Tracks ("Deep red" oder "Half asleep" nicht ganz meinen Geschmack treffen, gebe ich 4 Sterne für ein Album, dass für Fans Pflicht und für einen EBM-Kenner zumindest anhörenswert ist.