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69 erotische Verführungen: Bilder erzählen von Liebe, Leidenschaft und Begierde
 
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69 erotische Verführungen: Bilder erzählen von Liebe, Leidenschaft und Begierde [Gebundene Ausgabe]

Jean M. Traimond
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Belser; Auflage: 1., Aufl. (März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 376302512X
  • ISBN-13: 978-3763025121
  • Größe und/oder Gewicht: 37 x 26,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 469.581 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein imaginäres erotisches Museum Von Prüderie und Schamhaftigkeit heftig attackiert, gelingt es der sinnlichen Begierde in der Geschichte der abendländischen Kunst immer wieder, in einzelnen Gemälden und Skulpturen aufzuscheinen und sich durch zu setzten. Häufig handelt es sich um ein reizvolles Spiel von Verhüllen und Enthüllen, bei dem möglichst viel preisgegeben werden soll. 69 ausgewählte Kunstwerke von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst, bei denen Eros den Künstlern die Hand führte, werden unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsumstände auf die Geschichten der Sehnsucht, Liebe oder Leidenschaft befragt, die hinter den Werken stehen. Ein ungewöhnlich fesselnder Gang durch die Geschichte der erotischen Kunst! · Eine atemberaubende Sammlung erotischer Kunstwerke · Highlights des Genres von der Antike bis heute · Großzügige Präsentation - in einem besondern Format!

Über den Autor

Jean-Manuel Traimond ist Verfasser des Guide érotique du Louvre et du Musée d'Orsay und freier Museumsführer für das Musée du Louvre in Paris.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Der abendländische Kulturkreis tut sich schwer mit der Toleranz gegenüber Liebe, Lust und Sinnlichkeit. Obwohl die Antike sehr offen zu sexuellen Gesinnungen stand und dies auch Ausdruck in unzähligen Statuen und anderen Kunstwerken fand, legte das Mittelalter einen eisernen Mantel der Scham über das menschliche Begehren. Seit dieser Zeit schwankt die Kunst in der Darstellung erotischer Fantasien zwischen Ver- und Enthüllung hin und her. Oft reicht nur ein verräterischer Blick, eine Geste oder eine lasziv gehaltene Zigarette, um erotische Gedanken auszulösen.

Autor Jean-Manuel Traimond schickt den Leser in seinem großformatigen Bildband "69 erotische Verführungen" auf einen Streifzug durch die Geschichte der erotischen Kunst von den Anfängen in der Antike über den üppigen Barock bis hin zur modernen Fotografie. Ein Vorwort des Autors führt unterhaltsam in den Bildband ein und umreißt kurz die Geschichte der erotischen Kunst im europäischen Kulturraum. Dabei sind die Themen, die erotische Fantasien auslösen, unterschiedlicher Art.

Die 69 Abbildungen sind verschiedenster Art und ein Spiegel der Gesellschaft, in der sie entstanden sind. So sind zu Anfang freizügige Statuen von Aphrodite und Pan, kopulierend mit einer Ziege, dargestellt, da die Antike auch tolerant gegenüber Sodomie war. Der sich lasziv räkelnde Körper der Venus in Diego Velázquez Gemälde "Venus mit Spiegel" versprüht ebenso viel Lust und Leidenschaft wie das unschuldig wirkende Werk "Die Schaukel" von Jean-Honoré Fragonard, das ein schaukelndes, junges Mädchen zeigt, welches mit einem gewinnenden Lächeln dem neben ihr im Gras liegenden Jüngling ihren Schuh zuwirft.

Neben entblößten Nymphen, Göttinnen und Frauen sind in der Kunst nur wenig nackte Männer zu bewundern. Darstellungen von weiblichen, sexuell begehrenswerten Objekten setzten sich erst allmählich durch. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass der Beruf des Künstlers erst ab dem 18. Jahrhundert von Frauen ausgeführt wurde. Dennoch finden sich heroische Darstellungen von gesunden, muskulösen Männerkörpern in Gemälden wie der "Prometheus" von Jean-Louis-César Lair wieder.

In den sehr ausführlichen Bilderklärungen erfährt der Leser viel Wissenswertes und Kurioses über den jeweiligen Künstler oder die Gründe, die zum Entstehen des Werkes führten. Da Jean-Manuel Traimond die Ich-Erzählform benutzt, verleiht er seinem Bildband eine sehr persönliche, intime Note. Mit aufgeschlagenem Buch vor der Nase, schaut, guckt und vergleicht man immer wieder die Beschreibungen des Autors mit seinen eigenen Eindrücken. "69 erotische Verführungen" wird so zu einer kleinen Galerie für die Couch, durch die die Texte des Autors unterhaltsam und geistreich führen.

Ein Beispiel dazu: Einer der letzten Verführungen ist die Marmorstatue "Der Kuss" von Auguste Rodin, die Malatesta und Francesca aus Dantes "Divina Comedia" sich verliebt küssend zeigt. Sie löste bei der Weltausstellung 1893 in Chicago Entsetzten bei den prüden amerikanischen Bürgern aus und wurde daraufhin in einem eigenen kleinen Raum ausgestellt. Das Schockierende dieses Kusses ist nicht etwa, das was er zeigt, sondern was er im Raum stehen lässt. Nach mehrmaligen Hinsehen und mit den Worten des Autors im Hinterkopf, dämmert es dem Leser langsam und er muss schmunzeln. So helfen uns die zahlreichen Bilderklärungen dabei, das Skandalöse und Verruchte zu sehen. Sie sind auch immer ein kleiner Ausflug in die Philosophie, Kulturgeschichte und Psyche des Menschen.

Eine weitere Besonderheit von "69 erotische Verführungen" neben den brillanten Erklärungen ist, dass es neben der Bilderklärung zuerst einen Ausschnitt der doppelseitigen Abbildungen zeigt, danach folgt dann die großformatige Gesamtdarstellung. Alle Abbildungen sind auf hochwertigem Kunstpapier gedruckt und dadurch ein Genuss für die Augen. Jeder Illustration ist ihr ist Name, ihr Fund- und Aufbewahrungsort, Künstler und Entstehungszeit beigefügt, damit der Leser einen geschichtlichen und kunsthistorischen Überblick behält.

Als imposantes Gesamtkunstwerk über ein nicht nur in der Kunst oft tabuisiertes Thema ist der Bildband von Jean-Manuel Traimond ein einzigartiger, facettenreicher Streifzug in die sinnliche Kunst von der Antike bis zur Gegenwart. Lassen auch Sie sich von "69 erotische Verführungen" betören!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Jean-Manual Traimond, freier Museumsführer im Louvre und Fachmann für erotische Kunst, hat mit 69 Bildern und Plastiken, die das Abendland in den letzten zweieinhalb Jahrtausenden hervorgebracht hat, ein imaginäres Museum ausgestattet.
Manche Ausstellungsstücke hat jeder schon einmal gesehen - Rubens, Rembrandt, Fragonard, Courbet, Rodin oder Klimt fehlen hier ebenso wenig wie Manets "Frühstück im Grünen"; offen Pornografisches fehlt. Dennoch enthält Traimonds Museum der Lust und Verführung zahlreiche Überraschungen, die von sodomitischen griechischen Halbgöttern über offenherzige Szenen aus dem Mittelalter bis hin zum liebevoll herausgearbeiteten Detail in wimmelnden Schlachtenbildern reichen.
Traimond bleibt dabei angenehm undogmatisch und schließt etwa David Hamiltons Weichzeichnerfotos oder Milo Manaras Comics mit ein. Die kenntnisreichen und vergnüglichen Texte nehmen auch Leser ohne viel Vorwissen auf diese erotische Zeitreise mit.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Obwohl der jeweilige Zeitgeist nicht selten geprägt war von Prüderie, Leibfeindlichkeit und Schamhaftigkeit, ist es den Künstlern im Laufe der Geschichte der abendländischen Kunst von der Antike bis zu Neuzeit immer wieder gelungen, die sinnliche Begierde und die Lust an der Sexualität und der Erotik des weiblichen , aber auch des männlichen Körpers in einzelnen Gemälden und Skulpturen darzustellen und ihr damit eine Geltung zur verschaffen, die sie in ihrer jeweiligen, zeitgebunden Umwelt nicht erlangen konnte. In den Anfängen der Kunst sind es eher die mythologischen Gestalten, wie etwa der verführerischen Venus, die durch den Künstler ihre erotische Körperlichkeit sehr intensiv zur Geltung bringen.

Im weiteren Verlauf der Kunstgeschichte ist es dann auch möglich geworden, dass normale, sozusagen irdische Geschöpfe in ihren ganzen, vorzugsweise nackten Schönheit von den Künstlers dargestellt werden.

In dem vorliegenden Bildband hat der Verfasser Jean-Manuel Traimond 69 (!) erotische Verführungen dokumentiert und sie jeweils mit einem sehr informativen Begleittext auf der der Abbildung gegenüberliegenden Seite versehen. So ist dieser großzügig ausgestattet band nicht nur eine sehr geschmackvolle Sammlung erotischer Kunst , sondern auch eine für den Laien und den Fachmann wertvolle Einführung in die Kunstgeschichte.

Für alle Menschen, die ihr eigene Lust am Körper und ihr eigene Sinnlichkeit noch nicht verloren haben, ist dieser Band eine Lektüre, die Spaß macht und vor allem über die die Bilder begleiteten Texte vielfältige Einsichten in die Kunst- und Kulturgeschichte vermittelt.

Prüden Menschen allerdings darf man dieses Werk nicht schenken.
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