Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach
4000 Jahre Algebra und
5000 Jahre Geometrie ist in der Springer-Reihe
Vom Zählstein zum Computer nun
6000 Jahre Mathematik in zwei Bänden erschienen. Womit sogleich ein- für allemal klargestellt wird, dass es sich bei der Mathematik beileibe nicht nur um die Kombination aus Algebra und Geometrie handeln kann, wie es unsere gymnasialen Lehrpläne suggerieren.
Hans Wußing, seines Zeichens Mathematikhistoriker – so etwas gibt es tatsächlich – nimmt den Leser mit auf einen ebenso kurzweiligen wie informativen Streifzug durch die Geschichte einer Wissenschaft, an der sich die Geister wohl mehr scheiden als an allen anderen. Des einen Folter ist des anderen Faszinosum, könnte die Devise lauten, wenn es um die Mathematik geht. Doch muss das sein? Zu Recht wird von ihren Jüngern und Advokaten der im Grunde eigentlich philosophische Charakter gegen ihre Gegner ins Feld geführt. Und da ist, wie es scheint, tatsächlich etwas Wahres dran. Angefangen von der Entwicklung von Techniken und Systemen des Zählens und der Zahlen zeigt Wußing überzeugend Kausalitäten und Konnex zwischen mathematischer und kultureller Blütezeiten in der Menschheitsgeschichte auf. Chronologisch arbeitet er sich dabei durch die Jahrhunderte und an den maßgeblichen Persönlichkeit ab. Band zwei beginnt dort wo der erste endete: im Zeitalter des Absolutismus und schreitet zügig voran über die Aufklärung in die Moderne, wobei deutlich gemacht wird, wie die Mathematik die Emanzipation des Bürgertums befördert hat, indem sie den technischen Fortschritt vorantrieb. Er schließt mit Reflexionen des Funktionalanalytikers Eberhard Zeidler über Grenzen und Zukunft, Daseinsberechtigung und Problemlösungsqualitäten der Mathematik im digitalen Zeitalter.
Eines steht fest: So mancher, der sich in der Schulzeit die Zähne an der Mathematik ausgebissen hat – und das sollen ja nicht gerade wenige sein –, könnte sich bei der Lektüre dieser Bücher durchaus geneigt sehen, seine Einstellung noch einmal zu revidieren. Das lebendig und stringent geschriebene, reich illustrierte Werk richtet sich auch und gerade an den interessierten Laien. Zum besseren Verständnis schaden fundierte Grundkenntnisse in Mathematik und Geschichte allerdings nicht. – Franz Klotz
Pressestimmen
Aus den Rezensionen: "… Das erste, was auffällt, ist der Titel … Mit diesem … Eindruck hängt ein zweiter zusammen: Die Balance, die dieses Buch auszeichnet. … Im Vorwort wird als Ziel formuliert, dass das Buch ‘einem breiten Leserkreis einen Überblick über die Entwicklung der Mathematik … geben‘ soll. Dies gelingt dem Autor in bewundernswerter Weise. … man kann überall zu lesen beginnen - und erfährt … etwas Interessantes. … Die reiche Illustrierung trägt … zur Lesbarkeit bei. … Das Buch ist ein Standardwerk, das … auf meinem Schreibtisch einen festen Platz haben wird." (http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/775857/) "… In der hier bisher nicht angezeigten Reihe ‘Vom Zählstein zum Computer‘ ... verantwortet Wußing jetzt diese ... Geschichte der Mathematik, die in herausragender Weise im kulturgeschichtlichen Kontext verankert ist. ... Mit hinreichender Allgemeinbildung ist das Werk gut rezipierbar, es wendet sich nicht vorrangig an Fachleute, ist gut und abwechslungsreich illustriert ... Im Jahr der Mathematik für viele Bibliotheken." (Olaf Kaptein, in: ekz-Informationsdienst Einkaufszentrale für öffentliche Bibliotheken, 2008, Issue 29) "Der international bekannte und angesehene Leipziger Mathematikhistoriker H. Wußing hat nun … das Fazit seiner reichen Kenntnisse und seiner großen Erfahrung … vorgelegt … Ein schöneres Buch über Mathematikgeschichte ist kaum vorstellbar, und dort, wo der im Untertitel versprochene Bezug zur allgemeinen Kulturgeschichte mitunter schwierig zu vermitteln ist, sorgen ... die prächtigen Abbildungen für das entsprechende Ambiente ..." (Prof. em. Dr. Peter Schreiber, in: Mathematische Semesterberichte, 2008, Issue 8) "... Das Schöne an diesem Buch ist, dass man es an jeder Stelle aufschlagen kann und sofort in den Bann der Geschichte der Mathematik gezogen wird. Das gelingt vor allem, weil der Mathematikhistoriker Hans Wußing seine Ausführungen durch eine Vielzahl von unterhaltsamen Geschichten, herrlichen Illustrationen und einfachen mathematischen Überlegungen anreichert. … dann geht's weiter auf der vielfältigen, spannenden und immer wieder überraschenden Reise durch die Mathematikgeschichte. Auf Band 2 dürfen wir gespannt sein!" (in: Forschung & Lehre, 2008, Vol. 15, Issue 9, S. 620) “... Es handelt sich bei dem zweibändigen Werk um ein Buch zur Geschichte der Mathematik wie man es sich wünscht: reichhaltig mit Abbildungen versehen, verständlich geschrieben, mit lebendigen Informationen zu Personen und vor allem zur historischen Situation bestückt ... Ein großer Vorteil ... ist, dass jede Periode durch eine Einführung in die Kultur der jeweiligen Zeit vorgestellt wird. ... Dem international profilierten Mathematikhistoriker ... ist es gelungen, die Geschichte der Mathematik fesselnd zu erzählen, anschaulich zu erklären und faszinierend in eine breite kulturgeschichtliche Entwicklung einzuordnen ...“ (in: www.lehrerbibliothek.de, Februaray/2010) "Das zweibändige Springer-Lehrbuch … von Hans Wußing, der seit 1957 in Leipzig Geschichte der Mathematik lehrt, versprach schon vor seinem Erscheinen ein Klassiker zu werden, der in keiner gut sortierten, allgemein bildenden Bibliothek fehlen sollte. Auf insgesamt 1204 Seiten wurden diese Erwartungen nach einem Gesamtüberblick über die Geschichte der Mathematik von den Anfängen bis heute voll und ganz erfüllt." (in: fachbuch journal, 2009, Vol. 1, Issue 1, S. 65) "Zwei Bücher mit Garantie: Wer auch immer irgendeine Seite aufschlägt, wird sich sofort festlesen und, gefangengenommen von der anschaulichen Darstellung, fasziniert im Zaubergarten der Mathematik herumstreifen." (in c´t 2009, Heft 8) "… Hans Wußing … versteht es wie kein Zweiter, die Geschichte der Mathematik anschaulich, spannend und voller Interesse aufzuschreiben. Wußing … legt starken Wert auch auf unbekannte Details … Abgerundet wird der anschaulich geschriebene Text durch die vielen farbigen Abbildungen. Es gibt fast keine Seite, auf der sich kein Bild befindet … Insgesamt ist dem Autor ein umfangreiches, spannendes, lebendiges und anschauliches Buch zur Geschichte der Mathematik gelungen. Die Lektüre kann jedem empfohlen werden, der sich für die Entwicklung und Entstehung der Zahlenlehre interessiert." (http://www.spektrumdirekt.de/artikel/988678&_z=859070