Nomen est omen. Das ist irgendwo natürlich nur ein Spruch, aber hier absolut zutreffend. Der Name des Albums ist gleichzusetzen mit der Qualität, denn mit diesem Album haben die Höhner ihre Rolle im Bereich der kölschen Musik noch einmal unterstrichen. Da ja eigentlich 14 Songs auf dem Album sind, könnte man das Album auch 14:0 nennen, aber das wäre vielleicht doch ein bisschen übertrieben, da nicht alle Songs auf einer Wellenlänge sind.
"Here we go! (5/5)"
Dieser Song war eigentlich als eine Art Hymne für die WM 2006 in Deutschland gedacht. Die Höhner bestechen hier vor allem durch einen guten Songtext, was besonders hervorzuheben ist, da man bei diesem Genre meist nur Frauen, Kölsch und Blutwurst erwartet. WM-Feeling kommt zwar nicht direkt auf, aber es reicht zum Tanzen und Mitsingen. Ein wirklich sehr guter Opener!
"Wenn nicht jetzt, wann dann? (5/5)"
Dieser Song dürfte spätestens seit der Handball-WM in ganz Deutschland bekannt sein, hier ist er allerdings noch in der Originalfassung vorhanden. Auch hier beeindruckt vor allem der starke Songtext. Dass dieses Lied ein absoluter Ohrwurm ist, braucht nicht mehr groß erwähnt zu werden.
"Ohne dich geht es nicht (4/5)"
Am Anfang findet sich eine deutliche Anspielung auf das Stück "Die Hölle Rache kocht in meinem Herzen" aus Mozarts Oper "Die Zauberflöte". Hier wurde der typisch kölsche Spaß wieder in den Vordergrund gestellt, es wurde auch langsam Zeit. Allerdings muss ich sagen, dass Strophen und Refrain nicht sehr gut miteinander harmonieren.
"Wo sind die Frau'n? (4/5)"
Thematisch gesehen eine kleine Fortsetzung des vorherigen Liedes. Die Strophen weisen zwar leichte Mängel beim Songtext auf, aber dafür bleibt wenigstens der Refrain leicht und schnell im Ohr.
"How Do You Do? (4/5)"
Leider weist dieser Song thematisch immer noch keine großen Unterschiede auf. Schade, dass man diese Songs nicht verteilt, sondern direkt hintereinander gesetzt hat. So wird das Thema leider schnell langweilig, was sich hier trotz der individuellen Unterschiede zwischen den drei Liedern mehr als deutlich zeigt.
"Et is nie zu spät (4/5)"
Bei diesem Song handelt es sich um die erste richtige Ballade. Das Thema des Liedes ist auch endlich mal wieder ein anderes und wird nach drei Songs mit annährend derselben Thematik mit Freude aufgenommen. Was für ein Thema das ist, verrät der Titel. Ein aufmunternder Song auf die gute echte kölsche Art.
"He föhl ich mich zohus (5/5)"
Natürlich muss so ein Song auf jede kölsche Platte. Eine Lobhymne auf Köln ist sozusagen Gang und Gebe bei allen kölschen Bands. Aber hier handelt es sich um ein richtig gutes Stück mit Ohrwurmcharakter, das man sich mit Freude anhört. Nach den vorherigen und eher langsamen Songs nimmt man diese Abwechslung gerne an.
"Dat künner mer och (5/5)"
Hierbei handelt es sich um einen Song mit dialogischem Charakter, den man so auch ziemlich oft bei kölschen Songs findet. Ein lustiger Text ohne ernstes Thema, dieser Song wird wohl einzig und allein darauf zielen, die Zuschauer bei Live-Auftritten zum Mitsingen zu bewegen.
"Das mach ich dir am Körper wieder gut (3/5)"
Dieser Song lässt einige Interpretationsansätze zu. So kann er auf der einen Seite als Humor, auf der anderen Seite aber auch als leichte Kritik angesehen werden. Leider überzeugen sowohl die instrumentale als auch die gesangliche Umsetzung nicht.
"68 (2/5)"
Der Songtext erhält zwar ein paar nette Ansätze, aber die Empathie bleibt dabei leider auf der Strecke. Vielleicht muss man wirklich im Jahr 1968 gelebt haben, um die Gefühle nachvollziehen und den Song interessant finden zu können. Denn wenn das nicht vorhanden ist, dann kann das hier schnell zum Nachteil werden.
"Wir haben noch lange nicht genug (5/5)"
Hierbei handelt es sich um den ersten Song, den ich von diesem Album kannte. Und er ist gleich zu meinem Lieblingssong geworden. Beeindruckt hat mich vor allem mal wieder der starke Songtext. Allerdings wird man das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei um einen weiteren Song über den 1. FC Köln handeln soll...
"Dat Spell (3/5)"
Schade, dass das Tempo des vorherigen Liedes hier wieder in Langsamkeit und damit auch in leichte Langweile umgewandelt wird. Die Metaphorik des Songs ist unverkennbar (Spiel = Leben), weshalb der Song seinen Reiz schnell verliert.
"Demm Rievkoochebuudebesitzersingfrauihre-Blues (2/5)"
Bei diesem Song, dessen Titel wohl einige Knoten in der Zunge produzieren wird, handelt es sich um ein Lied im Country-Stil. Leider kommt während des gesamten Songs keine richtige Stimmung auf, ein Höhepunkt fehlt komplett und der Songtext ist leider ziemlich schwach.
"Alles dreht sich im Kreis (5/5)"
Wo befindet sich eigentlich das Highlight eines Albums? Direkt am Anfang? Oder doch eher in der Mitte? Hier trifft keiner dieser beiden Fälle zu. Dieser Song kann als geheimes Highlight gewertet werden und ist zugleich das Outro. Anders als bei "Dat Spell" wird die Bedeutung des Lebens hier viel besser aufgegriffen und durch einen mehr als starken Songtext ausgedrückt.