Das hier vorliegende Buch von Ekkehard D. Schulze, welches ich hier rezensieren möchte, umschreibt den Beruf des Ingenieurs sowohl aus der historischen Entstehung, wie auch aus der gesellschaftliche Sichtweise und Bedeutung. Dies geschieht in Form von 55 kleinen, häufig gut verfassten Beispielen, welche interessate Fakten zu Tage fördern über die ich mir als Student der Ingenieurswissenschaften selbst noch gar nicht im klaren war.
Es enthält zudem nützliche Informationen über die Werdegänge berühmter Tüftler und Techniker, wie Leonardo Da Vinci oder Artur Fischer. Die Bedeutung des Ingenieurs für die technische Entwicklung der Menschen wird vom Autor ,trotz recht kurzer Abrisse, gut herausgearbeitet und nach Vollendung des Buches fühlt man sich in der Wahl seines Studiums bestätigt.
Aber auch ein wenig Kritik muss auch an diesen Buch gelassen werden.
Der Autor beschäftigte oder beschäftig sich noch immer sehr stark mit Materialkunde bzw. Wissenschaften. Dies wird auf zu vielen Seiten überdeutlich. Zugegeben, dieses Teilgebiet ist von großer Bedeutung für viele technische Disziplienen, jedoch erwähnt der Verfasser sehr viel unterschiedliche Teilgebiete der Ingenieurswissenschaften, vom Elektroingenieur bis zu jenen hin, die sich mit Weinanbau beschäftigen. Viele dieser interessanten Teilgebiete kommen deshalb zu kurz oder es wird nicht weiter auf ihre Notwendigkeit eingegangen, was ich an vielen Stellen sehr bedauere.
Deweiteren hätte ich mir gewünscht, dass die "Gründe" ausführlicher behandelt worden wären. Einmal zu oft habe ich die Seiten umgeblättert und musste feststellen, dass schon wieder ein neuer "Grund" anfing. Möglicherweise hätten 30 gute Gründe ausgereicht um die Faszination dieses Berufs zu untermauern. Man hätte ausführlichere Inhalte ,beispielsweise die möglichen und ungewöhlichsten Spezialisierungen/Fachrichtungen, bieten können.
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Es ist ein mutiger Versuch die Technik/Naturwissenschaftssparte jungen Menschen und Studienanfänger nahezubringen und den Ingenieursberuf aus einer, bis dahin, wenig beleuteten Sicht zu präsentieren.