Franz Hohler, der leider ausserhalb der Schweiz viel zu wneig Beachtung findet, ist es gelungen, seine Wanderungen in neutraler, beinahe lakonischer Haltung zu skizzieren.
Zum Inhalt: Der Autor fasst an seinem 60.Geburtstag den Entschluss, jede Woche wandern zu gehen und beschreibt nun alle seine Wanderungen. Das ist anfangs auch sehr interessant und teilweise recht abenteuerlich oder Erstaunlich (so wandert Hohler z.B durch einen Fluss, während sein Freund im Schlauchboot neben ihm her rudert) , wird anderseits teilweise auch eher langweilig, da manche Wanderbeschreibungen eher Privates enthalten als anderes, so berichtet Franz Hohler von Besuchen bei Freuden etc.
Eine weitere positive Nuance ist das Spiel mit der Sprache, so sind die Texte in verschiedenen Personen, Zeiten oder gar nur in Infinitiven geschrieben. Das ist abwechslungsreich und ungewöhnlich.
Allerdings vermag einen das Buch ungefähr ab der Hälfte kaum mehr zu fesseln, da Wanderbeschreibungen, so gelungen sie auch sind, schnell verleiden.
Dennoch ein gelungenes Buch, das auch zu eigenn Ausflügen anzuregen vermag.