Ich war zunächst auf das Spiel anhand eines Tests auf einer Videospielseite aufmerksam geworden und hatte mir anschließend ein Video dazu auf IGN angeguckt. Danach war mir bereits klar, daß die Meinung des Redakteurs unhaltbar war. Zudem war das Spiel ausgesprochen billig und kostet nur etwa die Hälfte von dem, was neue Spiele zu kosten pflegen.
Doch nun zum Spiel selbst:
Die Story ist schonmal außergewöhnlich: Sie sind mit ihrem Schlitten in der Arktis unterwegs und stürzen eine Gletscherspalte herunter. Sie schaffen es so gerade noch, in den Eisbrecher, der unmittelbar vor ihnen aufragt.
Grafik: Die Spielegrafik ist meiner Meinung nach absolut auf dem neusten Stand, bis zu Shader-Modell 4.0 kann man die Qualität in den Einstellungen vornehmen. Dementsprechend befinden sich dann auch Eisschichten auf den Wänden und auf dem Boden, die jedes Licht der Taschenlampe originalgetreu wiedergeben, in der Luft tanzen kleine Eiskristalle. Anhand von Flashbacks wird dem Spieler immer wieder die Handlung, was sich auf dem Spiel zugetragen hat, innerhalb der Spielegrafik verdeutlicht, meiner Meinung sehr gut gemacht.
Zwischendurch kommen Sie an Stellen, an denen Arbeiter gestorben sind. An dieser Stelle können Sie in die jeweilige Situation per rechtem Mausklick reinfahren und die Situation so deichseln, daß der Arbeiter überlebt, gleichzeitig haben Sie, wenn Sie wieder zurück in der Gegenwart sind, das Level so verändert, daß es weiter gehen kann.
Lediglich die Atmosphäre des Spiels ist von den Redakeuren korrekt eingestuft worden, die ist nämlich der absolute Hammer. Was Bioshock nicht vermocht hat, das große Vorbild System Shock 2 jedoch mit Bravour hinbekam: Sie fühlen sich allein auf weiter Flur, um Sie herum nichts als Kälte, Einsamkeit und Monster. Zudem müssen Sie mit den Monstern häufig "auf Tuchfühlung" gehen, denn Sie besitzen meistens nur Schlagwaffen, wobei die Axt noch am effektivsten ist. Munition für die Schußwaffen finden Sie kaum und das ist auch gut so, denn sonst würde man sich nur noch den Weg freischießen und eine gehörige Portion Gänsehaut wäre dahin.
Für mich ist dieses Spiel ein absolutes Highlight des Jahres 2009. Warum? Weil ich es ehrlich gesagt leid bin, immer mit den gleichen 2. Weltkriegs-Szenarien a la Call of Duty belästigt zu werden, die alle die gleiche Einheitsgrafik verwenden. Außergewöhnliche Spiele verdienen eine Chance, vor allem wenn sie wirklich gut gemacht sind. Denn obwohl die Handlung und die Level streng linear sind (in den wenigsten Shootern ist das nicht der Fall) ist das Game an keiner Stelle langweilig und die Rätsel sind relativ einfach aber nicht schlecht.
Wer das Spiel auf der höchsten Detailstufe spielen möchte, muss wohl mindestens 3 GB Arbeitsspeicher und eine zeitgemäße Grafikkarte verwenden. Aber solche Konfigurationen sind heute alles andere als außergewöhnlich.