Das ist es also: Eines der Leichenhäuser unserer "großartigen" Zivilisation.
Beim Anschauen dieser Dokumentation wurde mir klar, mit welcher Grausamkeit man viele indianische Völker und Kulturen, die hier vorgestellt werden, einfach ausradiert hat.
Die Dokumentation beginnt mit dem Massaker am Wounded Knee, bei dem die glooreiche US-Kavallerie es schaffte, über 300 Sioux, insbesondere Frauen und Kinder, abzuschlachten. Dann folgt die Rückblende, die mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus beginnt.
Es werden Kulturen vorgestellt, von denen mir bislang nicht einmal der Name bekannt war - und das, obwohl ich einiges über Geschichte weiß. Der Grund ist einfach: Die Spanier rotteten diese Völker aus. Daher ist nicht mehr sehr viel darüber bekannt.
Es geht weiter über die Waldindianer Nordamerikas und schließlich kommt die Sprache zu den Prärieindianern. Eine Geschichte, gespickt mit Verrat und gebrochenen Verträgen - seitens des Weissen Mannes.
Daß sogar noch nach dem Ende der Indianerkriege und in das 20. Jahrhundert hinein seitens der US-Regierung versucht wurde, die Reste der indianischen Kulturen zu vernichten, spricht Bände.
Daß bis zum heutigen Tag die Arbeitslosigkeit und der Alkoholismus in den Reservaten sehr hoch sind, liegt nach wie vor darin begründet, daß vielen Angehörigen dieser Völker schlicht die Identität geraubt wurde - sie haben nur die Wahl zwischen den Armenvierteln des Reservats und der Welt der Weissen.
Daß es sich um einen Völkermord gehandelt hat, haben die Vereinigten Staaten bis heute einfach unter den Teppich gekehrt. Es gibt keine Entschuldigungen, keine Entschädigungszahlungen, was einfach nur traurig ist.
Und das von einem Land, das derart stolz auf seine christlichen Werte ist und gerne anderen Ländern ihre Fehler vorhält, selbst aber genug Leichen im Keller hat. Bleibt nur zu hoffen, daß die Sünden der Vergangenheit die USA eines Tages einholen werden!