2002 war ein schlechtes Jahr für Cash Money. Mit B.G., Juvenile und Turk hatten sich gleich 3/4 der Hot Boys verabschiedet. Auch das in diesem Jahr erschienene Album "Hood Rich" von den Big Tymers war eher ein Flop. Nun war es also am letzten verbliebenen guten MC, Lil Wayne den Cash Money Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Dies gelang im teilweise auch ganz gut, doch lange nicht so gut, um mit seiner Platte "500 Degreez" Juve's Meisterwerk "400 Degreez" um hunder Grad zu übertreffen. Der erste Track, der sofort im Gehör bleibt, ist "Way Of Life". Der track hat die selbe Melodie wie 2Pac's "Hit 'em Up". Eigentlich ein guter Partytrack, allerdings können Weezy und seine Unterstützung in Form von Baby und TQ bei Weitem nicht mit Pac und den Outlawz mithalten. Ein weiteres Highlight ist "Gangsta Shit" zusammen mit North Carolina's Finest: Petey Pablo. Mannie's schneller Beat ist richtig geil geworden und auch die Rhymes von Petey und Wayne, besonders im Hook, sind erste Sahne. Noch besser wird die geile Ballade "Bloodline", einer Art Homage an Wayne's Ziehväter Baby und Slim und ihr Cash Money Label. Einen weiteren echt geilen, ruhigen Song bietet mein persönliches Highlight, "Worry Me". Der Beat ist chillig, sehr angenehm und vor allem Weezy liefert eine seiner besten Performances überhaupt. Ganz anders, nämlich richtig hart ist das fette "Fuck You" mit den Big Tymers. Wie bereits angesprochen, war 2002 ja nicht gerade ihr bestes Jahr, doch dieser Track reißt so einiges wieder raus. Vor Allem Mannie Freh's langsame, coole Rhymes kommen echt gut. Mit echten Bomben war's das dann leider auch schon. Es gibt jedoch weiteres gutes, wenn auch nicht herausragendes Material mit den Songs "Look At Me", "Gangsta and Pimps", "Where You At" und "500 Degreez". Alles keiner Hammer-Tracks, doch man kann sie sich gut anhören. Allerdings merkt man jedoch an den meisten dieser restlichen Tracks, dass Weezy den Abgang seiner drei Hot Boys Kollegen noch nicht verarbeitet hat und daher das ein oder andere Feature von Nöten gewesen wäre, um den ab und zu etwas überforderten Wayne etwas zu unterstützrn. Mannie Fresh's Beats sind druchweg gut, teils genial, zum Ende des Albums (die letzten 3 Tracks) hin wirken sie jedoch leider etwas einfallslos. Die wenigen Features können mich bis auf Petey Pablo und die Big Tymers nicht überzeugen. Die neuen Cash Money Millionaires wie TQ, Tateeze oder Cristale hatten eben einfach nicht die Klasse der Hot Boys. Im Vergleich zu den Vorgängern und Nachfolgern, ist "500 Degreez" das mit Abstand schwächste Album, doch es reicht immer noch für 4 volle Sterne. Für jeden Cash Money- / Lil Wayne-Fan ein Muss, alle anderen sollten vorher lieber einmal reinhören.