25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
redaktionelle meister-leistung!, 25. November 2001
Rezension bezieht sich auf: 50 Klassiker, Philosophen: Denker von der Antike bis heute (Taschenbuch)
der verlag gerstenberg hat mit seiner reihe "50 klassiker" über romane, filme, gemälde, architektur u.a. nun auch ein sehr schönes buch über 50 berühmte philosophen von sokrates bis heidegger, von thales von milet bis habermas vorgelegt. nicht nur die reichhaltigen illustrationen zeichnen dieses bibliophile bemühen vor älteren büchern mit gleichem thema aus, sondern auch seine redaktionell hervorragend aufgesplittete informationssortierung: in farbig getrennten blocks stehen dort historische einordnungen, auf den punkt gebrachte fachliche einsortierungen, biographische exkurse und essayistische sprachturnereien nebeneinander. vergleicht man erfolgreiche ähnliche arbeiten wie die von weischedel (die philosophische hintertreppe), böhmer (sternstunden der philosophie) oder alain de botton (trost der philosophie) mit dieser zusammenstellung von edmund jacoby für den gerstenberg-verlag, so fällt angenehm ins auge die nüchterne journalistische herangehensweise, die zwar stets komplett den fachwissenschaftlichen stand kurz zusammenfaßt, sich aber auch oft genug nüchtern über universitäre heilige kühe hinwegsetzt (kritische heidegger-beurteilung z.b.) oder hervorragend geistreich mit hilfe biografischer und geschichtlicher eckdaten eine trübe fachphilosophische maulwurfsarbeit endlich feuilletonistisch überklettern läßt. ein sehr empfehlenswertes, kurzweiliges buch!
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Was heißt Philosophie?, 15. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: 50 Klassiker, Philosophen: Denker von der Antike bis heute (Taschenbuch)
Auf den ersten Blick machte das Buch einen guten Eindruck und daher habe ich es mir auch gekauft. Aber beim Lesen habe ich dann mehr und mehr das Gefühl bekommen, dass der Autor seinen Stoff eher lieblos behandelt. Die Texte sind sehr trocken und distanziert geschrieben. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Keine Geschmacksache sind jedoch Fehler, wie der im Sokrates-Abschnitt: "Philosophen" wird übersetzt mit "Wahrheitsliebende" - dabei muss es "Weisheitsliebende" heißen. Das ist ein typischer Anfängerfehler, den ein Autor, der sich zu dem Thema äußert, nicht machen sollte. So scheint mir das Ganze nicht nur lieblos, sondern auch noch oberflächlich gearbeitet worden zu sein.
Schade um das Geld.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute populäre Einführung reich bebildert., 17. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: 50 Klassiker, Philosophen: Denker von der Antike bis heute (Taschenbuch)
Das Buch von Edmund Jacoby (6. überarbeitete Auflage, 2006) ist eine Einführung in die Philosophie, meistens in populärer Form. In chronologischer Ordnung sind 50 Philosophen dargestellt. Die Auswahl der Philosophen ist gut, die bedeutendsten fehlenden Philosophen werden meistens in den Artikel über Philosophen zu denen es einen Zusammenhang gibt (z.B. Husserl in Heideggers Artikel, Luhmann in Habermas Artikel) erläutert.
Für jeden Philosophen gibt es eine kleine Beschreibung seiner Philosophie (zwischen 2-5 Seiten) und auf einem separaten Blatt unter den Titel "Leben und Werk" eine neutrale Beschreibung von Leben und wichtigen Werken (sogenannte Faktenseiten). Als extra gibt es Sekundärliteratur, hörenswert und besuchenswert für jeden Philosophen.
Um wichtige Ideen und Verbindungen zwischen Personen zu beschreiben, gibt es in jedem Artikel gerahmte Kästchen mit entsprechenden Informationen. Z.B. gibt es im Nietzsches Artikel Kästen über: Nietzsche und Wagner, Andreas Salome, Nietzsche und der Nationalsozialismus. Dieses ist eines der sehr hilfreichen Dinge dieses Buches.
Wie gesagt, das Buch ist reich bebildert, was einen großen Unterschied zu anderen Einführungen macht. Auch die Qualität des Drucks und der Buchbindung ist hervorragend. Auch die große Schriftgröße und der gute Umbruch tragen zum guten Eindruck bei.
Warum 3 Sterne statt 5 Sterne?
1- Es handelt sich um eine populäre Darstellung, dafür würde ich zwar keine Sterne weglassen, aber ich finde, dass das Buch nicht sehr gut geschrieben ist. Es ist klar, aber stylistisch nur mittelmäßig. Auch kleine Fehler kann man finden (z. B. Feyerabend war Österreicher, kein Amerikaner).
2- Obwohl es sehr schöne und gut ausgewählte Bilder gibt, gibt es auch Bilder die total überflüssig sind (z.B. das Europaparlament in Habermas Artikel, Penguin Classics Edition in Lockes Artikel), oder andere in den Philosophen der Antike, die nicht von guter Qualität sind. Die Serie "Rororo Monographien" ist auch reich bebildert, aber die Bilder sind visuelle Dokumente. In Jacobys Buch gibt eine Mischung von Dokumenten und Dekoration. (Z.B. Das Bild der spanischen Strände im Artikel über Horkheimer soll zwar der Erläuterung dienen, aber meiner Meinung nach ist es nur eine überflüssige Popularisierung, die das Niveau des Buches mindert.)
Zusammenfassung:
Eine gut lesbare populäre Einführung reich bebildert. Für jeden mit Interesse an Philosophie, der aber da keine technische Einführung mag, ist dieses Buch geeignet. Bei einer Ersetzung von unwichtigen oder Bildern schlechter Qualität (ca. 30%) und Korrekturen von kleinen Fehlern und Verbesserungen, würde ich diesem Buch bis 4 Sterne geben.
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