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50 Klassiker, Design des 20. Jahrhunderts
 
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50 Klassiker, Design des 20. Jahrhunderts [Taschenbuch]

Christine Sievers , Nicolaus Schröder
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 19,95  
Taschenbuch, September 2001 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 287 Seiten
  • Verlag: Gerstenberg Gebrueder Ver (September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806725233
  • ISBN-13: 978-3806725230
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 798.075 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Wer aber will sagen, was Schönheit ist?", dieser Ausspruch des Gestalters Peter Behrends umreißt ein Dilemma, dem sich auch die Autoren von 50 Klassiker - Design des 20. Jahrhunderts ausgesetzt sahen. Design ist nicht zwangsläufig Schönheit und Oberfläche ist nicht das gesamte Design. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Design erfordert einen umfassenderen Überblick, als ihn die Vorstellung 50 ausgewählter Produkte unserer Warenwelt ermöglichen könnte. Die Auswahl ist somit rein willkürlich und keinesfalls repräsentativ. Doch sieht man von diesem (generellen) Manko einmal ab, kann der Band aus der Gerstenberg-Reihe 50 Klassiker (vgl. etwa die Bände Gemälde, Film oder Architektur des 20. Jahrhunderts) durchaus überzeugen.

Das Autorenteam Sievers/Schröder führt ein in die Welt der Gegenstände. Und da Design heutzutage etwas Allgegenwärtiges ist, dem man kaum entkommen kann, ist es alle Mal interessant, mehr darüber zu erfahren. Insbesondere Produktfetischsten, Kultkäuer und Ästheten kommen hier voll auf ihre Kosten. Kurzessays wie "Die Kraft der Noppen" zur magischen Anziehung des Legosteins beschreiben die Besonderheiten der ausgewählten Objekte. Auf jeweils vier bis acht Seiten erfährt der geneigte Leser alle Details und Anekdoten, eine reiche Bebilderung liefert den Kontext. Zum Schluss wird das Wichtigste noch einmal auf einer Seite zusammengefasst. Hier finden sich eine Biografie des Designers, eine Beschreibung des Gegenstandes und ein kurzer geschichtlicher Abriss.

Das Buch ist reich an Informationen, wirkt dabei jedoch stets übersichtlich und gut strukturiert. Die Fülle an Informationen aus Geschichte und Gegenwart fügt sich zu einem Bild einer Dingwelt zusammen, die dem Betrachter plötzlich beseelt erscheinen will. Was zuvor vielleicht nur schnödes Gebrauchsobjekt war, erhält mit einem Mal ein Gesicht. Alltägliche Dinge lassen Zeitgeschichte lebendig werden und machen die eigene Zeitgenossenschaft begreifbar. Wohnungsklassiker wie Thonets Nr. 14, Ikeas Billy, Wagenfelds Jenaer Teeservice, Philippe Starcks Juicy Salif Zitronenpresse, der Sitzsack Sacco oder die Farbraumlandschaften Verner Pantons -- immer spiegeln sie auch eine Reaktion auf gesellschaftliche Vorgänge wieder.

Den Autoren Christine Sievers und Nikolaus Schröder gebührt der Verdienst, diese Verbindungen transparent zu machen. Das Spektrum der dargestellten Klassiker ist beträchtlich: Zeit-Maschinen wie VW, Vespa oder Mini sind Dauerbrenner automobiler Fortbewegung und ähnlich wie Lucky Strike, Zippo oder Chanel No.5. allgegenwärtig. Wie Museumsgegenstände erscheinen dagegen Brauns Schneewittchensarg, Hondas CB 750 oder Rock-Ola Jukeboxen. Löblicherweise tauchen hier aber auch oft übersehene Produkte wie der Sony Walkman, das Moulton Fahrrad oder der Nilfisk-Sauger auf. Andere "Objekte" wie der Bikini erscheinen heute so allgegenwärtig, als hätte es sie schon immer gegeben. Doch nicht nur Beispiele aus dem Bereich des Produktdesigns, sondern auch grafische Meisterleistungen wie die Univers von Frutiger, das AEG-Logo, Aichers Piktogramme oder die Gestaltung des Magazins Twen durch Willy Fleckhaus finden ihren Platz in dieser Sammlung. Und auch (fast immaterielle) Klassiker wie Vidal Sassoons Classic Bob werden nicht vergessen.

Ein (sehr kurzes) Glossar und eine Linksammlung zu Designmuseen runden das Buch ab und machen es zu einer empfehlenswerten Anschaffung nicht nur für Laien -- auch Vorgebildete erfahren noch interessante Details. Dass hierbei wenige kleine Fehler auftauchen, stört das gute Gesamtbild nicht wesentlich. --Jörn Eckermann

Kurzbeschreibung

Klassiker wie der Kaffeehausstuhl von Thonet, der den Übergang von Manufaktur zu Industrie markiert, wie der Trenchcoat Burberry, der nicht nur Humphrey zu Bogart machte, wie Zippo, das Sturmfeuerzeug für Cowboys und Großstadtindianer, und wie Billy, das Ikea-Kultregal, oder der Apple Classic, mit dem Klasse ins Büro einzog, haben die Moderne gestaltet. 50 Klassiker Design führt uns durch die Welt der Dinge, mit denen wir leben, durch Geschichten von Geschmack und Ästhetik, Technik und Form, Funktionalität und Schönheit, Luxus und Gebrauch. In jedem Kurzessay erzählen die Autoren die Entstehungsgeschichte des einzelnen Designobjekts und zeigen die Spuren auf, die jeder Klassiker im Alltag hinterlassen hat. Zahlreiche Bilder aus Film, Kunst und Werbung illustrieren die Texte. Durch Kästen sind Anekdoten und Zusatzinformationen hervorgehoben. Auf der Faktenseite finden sich die Biografie des Designers, die Daten des Objekts und Lese-, Hör- und Besichtigungstipps. Die Kurzwertung bringt die Bedeutung des Klassikers auf den Punkt. Abgerundet wird das Buch durch ein Personen- und Werkregister sowie eine Liste der wichtigsten Design-Museen.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nostalgische Gefühle ..., 7. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: 50 Klassiker, Design des 20. Jahrhunderts (Taschenbuch)
... bekommt man beim Durchblättern dieses Buches. Dinge, die es schon in meiner Kindheit gab und die man teilweise heute noch kaufen kann, sind hier beschrieben und abgebildet. Ein Buch, das man sicher immer wieder mal in die Hand nimmt, um nachzuschlagen, zumal auch die Personen, die "dahinter stehen", beschrieben werden. Und grade von denen weiß man oft nicht einmal die Namen. Die Reihe der "50 Klassiker" ist sowieso (bis auf einige Ausnahmen) absolut sammelnswert.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Signaturen schöpferischen Lebens, 2. Juni 2004
Von 
Detlef Rüsch "detlefruesch" (Freising, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 10 REZENSENT)    (#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 50 Klassiker, Design des 20. Jahrhunderts (Taschenbuch)
Wie stark unser Alltagsleben vom Design geprägt wird, macht dieser Band aus der „50 Klassiker" - Reihe ungemein anschaulich.
In renommierter Art und Weise wird mittels charakteristischer Fotos, präziser Kurzbeschreibungen, „biographischer" Hinweise zum Produkt, den Lebensdaten der Designer/-innen und prägnanter Zitate erlebbar, wie alltäglich so manches geworden ist.
Ob es sich nun um ein Kleidungsstück (Levi's Jeans, Bikini), ein Parfum (Chanel No 5), Fortbewegungsmittel (KdF-Wagen, Vespa, Citreon DS, Mini), Spielzeug (Lego), Sitzmöbel (Freischwinger MR 20, Ulmer Hocker), Logos (AEG) oder auch um das IKEA Billy-Regal, den Macintosh-Computer oder den Sony Walkman: vieles prägt das moderne Leben, ohne dass man sich dessen direkt bewusst ist.
Dies gilt insbesondere auch für die 1972 für die Olympischen Spiele in München entworfenen Piktogramme. Das Zeichensystem hat sich weltweit durchgesetzt und verhilft z. B., den richtigen Notausgang zu finden oder eine Sportart rasch zu erkennen.
Mit diesem Buch ist es gelungen, einen Erlebnisband zu gestalten, der immer wieder - inzwischen als „normal" geltende- „Designs" neu entdecken lässt.
Ein ausführliches Glossar, eine Übersicht wichtiger Design-Museen sowie hilfreiche Personen- und Sachregister runden das Werk ab, welches ein wichtiges Stück Gesellschaftsgeschichte ausgesprochen erlebbar macht.
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