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"Das Jahr in Bildern" rückt mit 10 Seiten (!) die internationale Tennisszene in den Mittelpunkt. Mit der Rückkehr Khomeinis aus seinem Pariser Exil wird ein historisch bedeutsames Ereignis visualisiert.
Unter dem an eine Formel erinnernden Titel "DUB+NRG=XTC" bringt "Das Fundstück" ein Interview, dass Dietrich Diederichsen mit den Mitgliedern der Gruppe XTC führte. Dem Leser stellt sich vor allem die Frage, wo der Autor seinen in Sounds veröffentlichten Artikel über die als eine der besten Bands aller Zeiten apostrophierte Formation gefunden hat. Denn die Gruppe, deren Namen erst in einer fernen Zukunft zum Drogenkürzel werden sollte, konnte schon damals mit ihrem musikalischen Aufgüssen kaum jemanden in Ekstase versetzen und verschwand daher in der Versenkung.......
Die "20 Songs des Jahres" der beigefügten AudioCD, die unter ihrem jeweiligen Originalcover vorgestellt spiegeln dann auch zum Grossteil die vorherrschenden Musikrichtungen und Stile. Der Wandel vom Punk zur New Wave zeigen The Clash ("Spanish Bombs"), Ruts ("Babylon´s Burning"). "Abenteuer & Freiheit" ist eine der ersten Nummern die der Neuen Deutschen Welle zurechnet werden kann. The Specials repräsentieren mit "Message To You Rudy" und XTC mit "Making Plan For Nigel" zwei Strömungen, die auf ältere Muster zurückgriffen. Elektronisch und Synthesizer dominiert Experimente (die sich bis heute in Depeche Mode überlebt haben) sind die Tracks "Are Friends Electric?" (Tubeway Army), "Money" (The Flying Lizards), "Zero As A Limit" (The Human League) und "Is She Really Going Out With Him?" (Joe Jackson). Dagegen sollte der auf "Good Times" von Chic moduliert "Rapper´s Delight" von The Sugar Hill Gang als erster erfolgreicher Rap-Act zu einem Vorläufer des heutigen Hip-Hop werden. Der entscheidende Wandel in der populären Musik wird von der Gruppe Buggles ("Video Killed The Radio Star") treffend thematisiert. Sister Sledge "Thinking Of You" und Bobby Womack "How Could You Break My Heart" steuren zwei solide, noch heute gut hörbare Souolstandards bei. Die beiden einzig echten Topsongs der CD kommen von Rickie Lee Jones, die mit "Chuck E.´s in Love" den Zeitgeist trifft und Frank Vincent Zappa. Der überraschende Charterfolg von "Bobby Brown Goes Down" war von dem zynischen Anarchorocker, der sich auch als Sheik Yerbouti bezeichnete, wohl kaum beabsichtigt. Von den restlichen Beiträgen verdienen noch Marianne Faithfull´s bassdominiertes Comeback "Broken English" und der Raggae "Daisy Temple" von Serge Gainsbourg erwähnt zu werden.
Textbeiträge und AudioCD geben zwar einige, vornehmlich in Vergessenheit geratene Ereignisse des Popjahres 1979 wieder, lassen jedoch andere, ebenso typische und vor allem bis heute wirkende, Aspekte vermissen. Bassspielen und der Film Quadrophenia werden erwähnt, "The Police" mit ihrem Protagonisten und Obermod Sting jedoch ausgespart.Ebenso fehlt jeglicher Hinweis auf die neuen Supergruppen Toto, Dire Straits und Van Halen, sowie auf das epochale "Another Brick In The Wall" von Pink Floyd. Daher nur 2 Amazonsterne!
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