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Das Buch hat die Form einer Aneinanderreihung von Stundenprotokollen eben dieser „5 Tage im Juni", wobei immer wieder authentisches Material und historische Zitate beigefügt sind. Heym schreibt aus der Sicht der demonstrierenden Arbeiter, verliert dabei aber auch nicht den Blick für das Gesamte und schafft es so, der Geschichte einen interessanten und spannenden Roman zu entlocken, der gleichzeitig auch noch etwas über die DDR des Junis 1953 lehrt.- Ein großartiges Buch, das zeigt, daß der Alterspräsident des 13. Deutschen Bundestages a.D. sich auch damals nicht von einer Partei vereinnahmen ließ. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Wer schon einmal ein Buch von Heym gelesen hat, weiß was ihn erwartet. Kommt dann noch dieser Titel hinzu, so ist klar, daß ein streng chronistisches Buch auf den Leser wartet.
Die meisten werden Stefan Heym nur als ehemaligen Alterspräsidenten im Bundestag, für die PDS kandidierend, kennen. Kein unbedingter Indikator dafür, ein Buch über die Juniunruhen im Jahr 1953 in der ehemaligen DDR, kommend aus eben seiner Feder, zu lesen. Doch dies täuscht.
Heym erzählt anhand der Geschichte des Genossen Witte die stürmischen Ereignisse und reflektiert die Gedanken und Gewissensbisse, die die damalige intellektuelle und gesellschaftstragende Schicht mit diesen Unruhen hatte. Aus dieser Perspektive ist das Buch unbedingt lesenswert, da es ein interessantes Zeitdokument ist, jedoch geschrieben aus einer leicht parteiischen, aber kritischen Sichtweise.
Man taucht mit diesem Buch in diese 5 Tage im Juni ein. Geschickt ist ein Netz aus Reportage und Prosa gewebt. Die (wahrscheinlich fiktive, doch auf viele Menschen reflektierbare Hauptperson) eilt durch die Ereignisse, exakt protokolliert durch den dokumentarisch wirkenden Rahmen. Die Entscheidungen und Eindrücke des Einzelnen [in Gestalt des Genossen Witte] werden in Gegensatz zu den Bekanntgaben der wichtigsten Meinungen und Meinungsmacher gestellt. Egal ob es Meldungen des Radios RIAS oder Veröffentlichungen des Politbüros des ZK sind: passend zu den Ereignissen in dem Buch, welche man als Leser intensiv miterlebt, stehen am Ende vieler Abschnitte Originaldokumente aus dem im Moment im Roman erlebten Zeitpunkt.
So kann man sagen, ist dies bestimmt ein Buch für Interessierte, sei es für die Geschichte dieser Tage oder die Denkweise der Menschen in der ehemaligen DDR. Wer jedoch große Literatur erwartet, der sucht sie hier vergebens, macht jedoch bestimmt auch keinen Fehler, wenn er dieses Buch liest. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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