Ben, Pia und Charlotte kennen sich schon seit der Krabbelgruppe. Jetzt sind sie knapp zwölf und immer noch die besten Freunde, obwohl Ben auf eine andere Schule geht. Levin hingegen ist ein Außenseiter: Er lebt bei seiner Oma und hat die seltsame Angewohnheit, am Ende eines Satzes Wörter zweimal hintereinander zu sprechen, sprechen. Aber er kann hervorragend beobachten, und als die Kinder Zeugen eines Diebstahls werden, sieht Levin viel mehr als die anderen. Und während die Kinder den Dieb jagen, erkennen sie, dass Levin zwar ein bisschen seltsam ist, aber ein netter Kerl, der zu ihnen passt.
Das ist eine schön erzählte, spannende Detektivgeschichte um vier unterschiedliche, aber sehr "reale" Kinder mit realen Problemen, wie der Mathearbeit, für die nicht gelernt wurde, den kleinen Geschwistern, für die man als Babysitter eingespannt wird, oder auch völlig neuen Gefühlen, die man möglicherweise als "Verliebtheit" bezeichnen könnte. Es geht in erster Linie um Freundschaft und ihre Facetten, und beim Lesen hat man das Gefühl, die Autorn kennt sich gut aus mit dem Seelenleben von Zwölfjährigen.
Dieser "Düsseldorf"-Krimi ist für Kinder ab zehn zu empfehlen, und man muss nicht aus Düsseldorf kommen, um Spaß am Lesen zu haben.