Seit Mitte der 40er des 20. Jahrhunderts verschwinden immer wieder auf rätselhafte Art Menschen jedweden Alters und Geschlechts...bis eines Abends 4400 von ihnen mit einer Lichtkugel zurück auf die Erde gebracht werden. Viele dieser Menschen haben oder entwickeln im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Fähigkeiten.
Manche davon nützlich, manche gefährlich und andere, die einen ins Staunen versetzen.
Natürlich bleibt das der Öffentlichkeit nicht verborgen und mancher Bürger, manche Regierung sieht darin eine potentielle Bedrohung der öffentlichen Ordnung und so entwickeln sich im Laufe der Serie die unterschiedlichsten Gefahrensituationen, es werden geheime Pakte geschmiedet und unbekannte Kräfte nehmen immer wieder mal Einfluß auf die Geschehnisse. Warum das alles passiert, erfährt der Zuschauer nach und nach...der Schluß (es gibt zum Glück einen 'richtigen' Schluß; der Zuschauer muß nicht befürchten, das [wie so oft, wenn Fernsehsendern die Gelder ausgehen], die Serie irgendwo im Nirgendwo hängen bleibt und Handlungsstränge nicht aufgelöst werden) lässt den Zuschauer mit einem Gefühl eines verhaltenen Optimismus zurück.
Was die Hauptdarsteller angeht, sind das mir größtenteils unbekannte TV-Schauspieler (ausgenommen Horrorikone Jeffrey Combs, Peter Coyote und Karina Lombard), allerdings gibt es immer wieder mal Cameos halbwegs bekannter Kinogrößen wie z.B. Alice Krige, Helen Shaver oder Kevin Tighe.
Durchaus interessante Drehbücher werden im Rahmen von ca. 40-minütigen Episoden umgesetzt; davon befinden sich jeweils zwischen 2 und 4 Episoden auf einer DVD (abgesehen von der finalen Episode, die einzeln auf der letzten DVD platziert wurde). Einleitend gibt es einen knapp 85-minütigen Pilotfilm, der das Wiedereintreffen der 4400 (Vierundvierzighundert, wie sie stets genannt werden) auf der Erde und die ersten, darauf folgenden Ereignisse abhandelt, damit der Zuschauer sich gleich in den Kontext hineinfinden kann.
Viele Plottwists, manch ambivalenter Charakter und größtenteils gelungene Ideen lassen den Zuschauer die Ereignisse mit von Episode zu Episode wachsendem Interesse verfolgen und die Serie hat, wie ich zugeben muß, einen nicht unerheblichen Suchtcharakter und am Ende bedauert man, das es tatsächlich schon vorbei ist - so sehr hat man sich inzwischen mit bestimmten Charakteren angefreundet.