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42: Roman
 
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42: Roman [Taschenbuch]

Thomas Lehr
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (18. April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746623421
  • ISBN-13: 978-3746623429
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 288.622 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thomas Lehr
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nicht weit von Genf liegen die Anlagen des Kernforschungszentrums CERN. Als an einem sonnigen Augusttag eine Besuchergruppe wieder ans Tageslicht tritt, ist Europa in einen Dornröschenschlaf gefallen. Die Besucher bewegen sich wie in einer "Fotografie der Welt". Steht die Zeit still? In diesem furiosen Roman schießt alles wie in einem Teilchenbeschleuniger zusammen: eine beklemmende Idee, modernste Zeittheorien, existentielle Deutungen und eine berauschende Sprache.

Über den Autor

Thomas Lehr wurde 1957 in Speyer geboren. Er lebt in Berlin. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Literaturpreise, darunter den Rauriser Literaturpreis, den Förderpreis Literatur zum Kunstpreis Berlin, den Rheingau Literatur Preis, den Wolfgang-Koeppen-Preis der Hansestadt Greifswald und den Kunstpreis Rheinland-Pfalz. In der Aufbau Verlagsgruppe liegen seine Romane "Zweiwasser oder Die Bibliothek der Gnade" (1993); "Die Erhörung" (1994); "Nabokovs Katze" (1999) sowie die Novelle "Frühling" (2001) vor, die vom Förderkreis deutscher Schriftsteller in Rheinland/Pfalz zum "Buch des Jahres" gewählt wurde. Der Roman "42" war auf der Shortlist für den "Deutschen Buchpreis".

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grandios-prätentiös 26. Juni 2007
Von A. Fromme
Format:Taschenbuch
Eine zwiespältige Angelegenheit, dieses Buch. Das Setting ist gut, und auch die Gedanken, die sich der Autor bzw. seine Figuren zu der Situation machen, der sie ausgesetzt sind, sowie die daraus folgenden Handlungen sind durchaus fein erdacht und beschrieben.

Leider ist das ganze verpackt in eine unglaublich prätentiöse Sprache, die auf dem Buchdeckel euphemistisch als "poetische Sprache, die ihresgleichen sucht" umschrieben wird. Einige der Wendungen, Allegorien, Metaphern usw. funktionieren und man freut sich still darüber, was der Autor da hingezaubert hat. Das Problem ist: die meisten funktionieren leider nicht und überladen so den betroffenen Text derart, dass er trotz der ja eigentlich interessanten Handlung darunter völlig zusammenbricht.

Für mich leider ein Musterbeispiel für den Einsatz von derartigen Stilmitteln als Selbstzweck. Ärgerlich ist aber nicht nur, dass das Buch solche Sperenzien eigentlich nicht nötig hätte, sondern auch, dass die Integrität des Ich-Erzählers darunter leidet. Der ist eigentlich Journalist, seit fünf Jahren mit der Null-Zeit-Situation konfrontiert und nach eigener Aussage der meisten Effekte der Nullzeit (in der Luft hängende Vögel z.B.) inzwischen überdrüssig. Was ihn aber nicht davon abhält, diese in ausschweifenden poetischen Bildern, verzwirbelten Allegorien und Metaphern zu beschreiben, die ich selbst jemandem, der die Effekte frisch und zum ersten Mal erlebt und beobachtet, kaum ernsthaft abnehmen könnte.

Insofern - wer diess Buch lesen will, sollte Ausdauer und Immunität oder Begeisterung gegenüber ausufernder und verkntoteter Bildsprache mitbringen.
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74 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unbedingt Probelesen 6. November 2005
Von Keiner
Format:Gebundene Ausgabe
Vorweg: "42" hat mir gefallen.
Und: Ich kann jeden verstehen, der von diesem Buch enttäuscht ist.

Ganz einfach, weil 42 ziemlich speziell ist. Die Idee der Story hätte von Andreas Eschbach sein können - die Umsetzung jedoch so gar nicht. Thomas Lehr ist ein Meister der Sprache und nimmt sich die Freiheit, sehr eigenwillig verschachtelt zu erzählen, und zwar sowohl was die Aufteilung der Geschichte angeht, als auch auf den Satzbau bezogen. Nicht selten füllt ein einzelner Satz eine drittel Seite. Das ist, zugegeben, anstrengend und macht es manchmal schwer, dem Geschehen zu folgen. Ich habe mich dann nach dem Motto "Man muss nicht alles verstehen, um das wichtigste zu verstehen" (Marian Gold) ganz elegant durch den Plot gearbeitet. Und es hat irgendwie auch seinen besonderen Reiz, zumal der Autor seinen Stil konsequent durchhält. Das muss man ganz einfach mögen, ansonsten wird man das Buch schnell zur Seite legen. Für diese Mühe wird man sehr reichlich mit einer fast poetischen Schreibe belohnt, die man sonst vielleicht von einem frühen Philippe Dijan ("Erogene Zone"/"Betty Blue") gewohnt ist – und die einem in ihrer Brillianz teils wirklich die Sprache verschlagen.
Als herben Kontrast dazu werden einem doch einige sehr deftige Szenen geboten. Und obwohl nirgendwo geschrieben steht, dass der Protagonist zwangsläufig liebenswerter Character sein muss, fragt man sich doch, ob weniger nicht vielleicht sehr viel mehr gewesen wären. Ich persönlich hätte kein Problem damit gehabt, wenn die Schilderungen der sexuellen Missbräuche etwas homöopathischer gesät wären.

Fazit: Wer sich an exzellenter Sprache und einem eigenwilligen Erzählstil voller Ecken und Kanten erfreuen und in Bezug auf derbere Inhalte einen Stiefel vertragen kann, wird absolut gefallen an diesem Buch finden.
Wer hingegen gern eine stringent erzählte, spannende Story sucht, die einfach nur gut unterhält, wird dieses Buch vermutlich nicht mögen und greift vielleicht lieber zu dem absolut lesenswerten "Jesus Video" von Eschbach, wenn er es nicht schon kennt.

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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Thomas Lehrs viel beachteter Roman, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war, ist ganz unbestritten ein sehr kluges, sehr gut durchdachtes und sprachlich sehr gelungenes Buch mit unverbrauchten Bildern und einem singulären Erzählstil.
Am Anfang ist der Zeitstillstand: Um 12:47 und 42 Sekunden - daher der Titel - an einem schönen Sommertag bleibt die Zeit stehen. Einfach so, ohne Vorwarnung. Alles und jede/r hält in der jeweiligen Bewegung inne, wie auf einem Foto. Von diesem Zeitfluch ausgenommen ist eine Gruppe von 70 BesucherInnen und Besuchern des Kernforschungszentrums CERN in der Nähe von Genf. Thomas Lehr präsentiert uns ein Sozialexperiment: Wie verhalten sich Menschen, die wider Willen in einer unheimlichen Gemeinsamkeit in ewiger Mittagshitze festgehalten werden (..."wir, die souveränen U-Boote der Stunde Null"...), ohne zu wissen, ob es jemals einen Morgen geben wird? Das klingt spannend und ist es auch. Die ersten 50 Seiten habe ich verschlungen, auch wenn der Erzählduktus ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist. Philosophische Diskussionen über die Ursache der Katastrophe (eine höhere Gewalt?) wechseln sich ab mit der Befriedigung so grundlegender menschlicher Bedürfnisse wie Sex. Praktisch, dass tausende Frauen - und, anatomisch bedingt, weitaus weniger Männer - zur willigen Verfügung stehen. Unrechtsbewusstsein hat Sendepause in der Welt der „Chronifizierten" oder „Zombies", wie sich nennen. Anfangs passieren nachvollziehbare Dinge wie Selbstmorde: „Stell dir vor, das Weltall macht die Tür zu und du stehst draußen." Mit der Zeit werden die zwischenmenschlichen Zusammenhänge deutlich komplizierter (Morde) und die Ereignisse weniger greifbar. Fest steht: In der gesamten Welt - nachweislich zumindest in jenem Teil, der zu Fuß erreichbar ist - ist die Zeit stehen geblieben: „Die Gegenwart, das einmal flüchtigste, unfassbare Element, ist immer für uns da, kolossal und unerbittlich, mit steinernem Gesicht." Alles ist Stillstand - kein Motor und somit kein Fortbewegungsmittel funktioniert mehr, weshalb sich der Icherzähler auch zu Fuß zu seiner Frau aufmacht, um schließlich festzustellen, dass sie nicht mit einer Freundin an der Ostsee, sondern mit ihrem Liebhaber in Italien war. Kurz und bündig zusammengefasst liest und erzählt sich der Inhalt des Buches also sehr gut. Das Problem ist, dass dieses Buch auch für routinierte Leserinnen und Leser eine echte Herausforderung ist. Oder, ganz ehrlich: Ein hartes Stück Arbeit, bei der ich schließlich den Eindruck hatte, das mir gesteckte Ziel trotz großer Bemühungen nicht erreicht zu haben. Wie der österreichische Literaturkritiker Sebastian Fasthuber (Der Standard, Falter) in einer mündlichen Würdigung des Buches in Wien sinngemäß sagte: Bei der Lektüre dieses Buches fühlt man sich über weite Strecken ziemlich klein und ziemlich dumm. Man muss zurückblättern und ganze Passagen nochmals lesen, um den Faden nicht zu verlieren. Andererseits ist dieser Roman eine Entdeckung für Leute, die nichts mehr verabscheuen als Bücher, die sich selbst erklären. In meinen Augen hat Thomas Lehr allerdings übers Ziel hinaus geschossen. Jemandem, dem es grandios gelungen ist, ein Sozialexperiment auf hohem sprachlichen Niveau absolut lesenswert zu machen, ist José Saramago in „Die Stadt der Blinden" (an diesen Roman hat mich „42" anfangs auch erinnert). Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass sich dieser Roman in die lange Reihe jener Bücher einfügen wird, die zwar aufgrund ihrer unbestritten intellektuellen Note gerne gekauft, jedoch selten zu Ende gelesen werden. Ich habe „42" sehr wohl vollständig gelesen und einige interessante philosophische Betrachtungen über das Wesen der Zeit für mich mitgenommen. Summa summarum gebe ich aber gerne zu, dass dieses Buch meine literaturanalytisch-intellektuellen Fähigkeit maßlos überstrapaziert hat. Ein Buch für intellektuelle Überflieger?
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Die neuesten Kundenrezensionen
Absolut Enttäuschend!
Ich habe mich so sehr auf das Buch gefreut, da die Handlung laut Klapptentext wirklich sehr vielversprechend ist. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Mutti veröffentlicht
Einmalig einmalig.
Ich hoffe, man verzeiht mir, dass ich die Garry Larson zugesprochene Widmung für Lehr entliehen habe.

Dieses Buch kann man nicht Lala finden. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Frank Stone veröffentlicht
laaaaangweilig
Erzählung ohne jeden Spannungsbogen und Textfluss. Vielleicht ist es Absicht des Autors, abern man verliert komplet den Überblick über Personen und zeitliche... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von L. Issig veröffentlicht
lesenswert
Ein deutscher Literat, der ein gutes Buch schreibt - wer hätte das gedacht!

Ich habe das Buch mehr oder weniger aus einem Impuls heraus gekauft, weil ich in dem... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von müllerslieschen veröffentlicht
Erzählerische Phantasie trifft auf sprachlichen Bombast - Kein...
Eine Gruppe Journalisten und Politiker aller Herren Länder besichtigen einen Teilchenbeschleuniger in den Schweizer Alpen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von W. Öschelbrunn veröffentlicht
Einzigartig
Ich kann es schon verstehen, wenn einige Leser sich hier über die verschachtelte und komplizierte Sprache des Autors beschweren. Es fiel mir auch sehr schwer reinzukommen. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Fotofreak veröffentlicht
love it or hate it
Zu diesem Buch habe ich ein ziemlich ambivalentes Verhältnis. Ich habe es gerne gelesen - und sogar davon geträumt - und fand die (nicht neue) Geschichte sehr gut in... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von buecheroeli veröffentlicht
Literarisch anspruchsvolle Science Fiction
Was passiert wenn Raum, bzw. die Bewegung darin und Zeit entkoppelt werden. Ausgehend von dieser Versuchsanordnung untersucht Thomas Lehr die Auswirkungen auf eine Gruppe von... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von S. R. Ranganathan veröffentlicht
Schlimmster Schreibtil, den ich je gelesen habe
Ich habe das Buch heute morgen bekommen und nach nichtmal 30 Seiten ist für mich Schluss und ich werde das Buch wieder zurück schicken. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Splinter veröffentlicht
schwierig - selbst lesen und dann entscheiden
ich mag das buch - die anderen denen ichs geborgt hatte konnten weniger damit anfangen.
mir hat die geschichte inhaltlich und auch vom aufbau her gut gefallen, der stil ist... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von menssana veröffentlicht
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