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40 Jahre Beat-Club
 
 
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40 Jahre Beat-Club [Gebundene Ausgabe]

Uwe Nielsen
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 185 Seiten
  • Verlag: Parthas; Auflage: 1., Aufl. (17. Oktober 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866015658
  • ISBN-13: 978-3866015654
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 22,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 768.750 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Guten Tag, liebe Beat,Freunde, nun ist es endlich soweit, in wenigen Sekunden beginnt die erste Show im deutschen Fernsehen, die nur für Euch gemacht ist. Sie aber, meine Damen und Herren, die Sie Beat-Musik nicht mögen, bitten wir um Ihr Verständnis: Es ist eine Live-Sendung mit jungen Leuten für junge Leute.«
Mit diesen Worten begrüßte RADIO BREMENs Unterhaltungschef Hans Bachmüller junge und alte Fernsehzuschauer am 24. September 1965 um 16.45 Uhr zur ersten BEAT-CLUB-Sendung.
Im Laufe der nächsten sieben Jahre sollte die gesamte Crème de la Crème der internationalen Beatmusik - mit der einzigen Ausnahme der »Beatles« - in Bremen zu Gast sein, darunter die Beach Boys und Bee Gees, Canned Heat und Cat Stevens, die Rolling Stones und The Who. Für die jugendlichen Zuschauer wurde die Sendung schnell zum »Kult«. Der BEAT-CLUB war Thema auf dem Schulhof, er führte zum Streit um die Fernsehhoheit in den Wohnzimmern, er ließ erste Liebe sprießen und Eifersuchtsdramen keimen. Die Sendung begleitete so eine Entwicklung der Jugendkultur, die in ihrer Konsequenz die Gesellschaft der Bundesrepublik total umkrempeln sollte. Mit dem BEAT-CLUB begann eine gesellschaftliche Veränderung, vor der Bundeskanzler Ludwig Erhard nur warnen konnte - aufhalten konnte er sie nicht! Es dauerte nicht einmal drei Jahre, bis aus den BEAT-CLUB-Fans die »68er«-Generation geworden war, mit eigenen Normen, eigener Kleidung, eigenem Lebensgefühl.
Wer sich an die Zeit um 1965 erinnert, weiß, dass es damals noch unmöglich für ein nicht verheiratetes Paar war, in einem Hotel ein Doppelzimmer zu beziehen, dass man sich die Anti-Baby-Pille auf mühsamen Umwegen besorgen musste, dass junge Männer mit langen Haaren auf der Straße als »Gammler« tituliert wurden. Von einer Gleichberechtigung der Frau war man noch weit entfernt, und auch die erste sozialliberale Koalition im Bund ließ noch ein paar Jahre auf sich warten. Die 68er drückten noch die Schulbank, und die Professoren hatten noch den Muff von 1000 Jahren unter ihren Talaren. Jugendmode bestand aus Jeans, Miniröcken und Parkas aus den Surplus-Beständen der US-Armee, die gegen Glencheck-Sakkos und zierliche Kostüme durchgesetzt, ja erkämpft werden mussten.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kein Buch für Musikfans 30. Oktober 2005
Zum Geburtstag erhielt ich das Buch "40 Jahre Beatclub" und freute mich auf eine spannende Reise in die Musikgeschichte. Doch mußte ich schnell feststellen, dass hier die Musik nur am Rande vorkommt (im Mittelpunkt stehen politische und gesellschaftliche Ereignisse der jeweiligen Jahre). Noch schlimmer: Das, was an Musik vorkommt, ist schlampig recherchiert. So behauptet der Autor zum Beispiel, im Jahr 1965 habe sich "Revolver" von den Beatles auf allen Plattentellern gedreht, obwohl dieses Album erst im August 1966 erschien. Das einzig Nützliche in diesem Buch sind die Playlists der jeweiligen Beatclub-Sendungen; die Kommentare zu den einzelnen Sendungen dagegen sind knapp, sehr subjektiv und oft nicht nachvollziehbar. Uwe Nielsen schreibt meist so negativ über die Sendungen, dass man sich fragt, warum er sie dann zum Thema eines Buches macht.
Dass dieses Buch meines Erachtens lieblos gemacht ist, zeigt sich auch an den Miniphotos in Schwarz-Weiß. Wollte hier jemand den schnellen Euro zum 40jährigen Jubiläum machen?
Fazit: Ein enttäuschendes Buch- das hat der Beatclub nicht verdient!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Damals war's 11. Januar 2008
Vor gut 40 Jahren lief der erste "Beat-Club" im bundesdeutschen Fernsehen und so mancher deutsche Specknacken wähnte den Untergang seines Abendlandes angesichts dieser medialen Invasion der Pilzköpfe, Neger, Rauschgiftsüchtigen und anderem arbeitsscheuen Gesindel mit ihrer Hottentottenmusik und so weiter.
Der Autor bringt in seinem Buch ganz gut das gesellschaftliche Klima der Zeit rüber, in dem sich das damals unkonventionelle Konzept der Sendung immerhin gute sieben Jahre halten konnte.
83 Sendungen werden dokumentiert mit Playlist, Fotos, Kommentaren. Man kann die Moden verfolgen und die verschiedenen Musikrichtungen und -stile, die sich innerhalb dieser sieben Jahre entwickelten und einander abwechselten.
Die Dokumentation der einzelnen Sendungen wird in eine Art gesellschaftliche Chronologie eingebettet, das Lebensgefühl oder der Zeitgeist anhand zahlreicher Bild-und Textdokumente vermittelt.
Dieses Buch erinnert noch mal an die "progressive" Musiksendung überhaupt und kann auch Spätgeborenen einen Eindruck vermitteln, warum der Beat-Club verschärften Kultstatus besaß.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The Beat goes on 1. Februar 2006
Von Helge Birkelbach VINE™-PRODUKTTESTER
Das Deutsche Fernsehen der Sechziger sah so aus: "Die Sportschau", "Aktenzeichen XY ... ungelöst", "Der Kommissar", "Flipper". Und mittendrin: eine Horde pilzköpfiger, gitarrenschwenkender Lärmproduzenten mit Rüschenhemden und überdimensionalen Mikrofonen. Als MTV noch nicht existierte, hatten die Deutschen ihren "Beat-Club". Ab 1965 tummelten sich hier alle Bands, die Musikgeschichte schrieben: The Who, The Kinks, Small Faces, Sonny & Cher, Steppenwolf.
Damit traf der kleine Sender Radio Bremen den Geschmack der "jungen Leute". Die Sendung dokumentierte einen Zeitgeist, der sich in den deutschen Gemischtwaren-Charts erst viel später niederschlug. Bis zur letzten Sendung am 9. Dezember 1972 war der "Beat-Club" für viele junge Fans die einzige Möglichkeit, internationale Stars nicht nur von Platte zu hören, sondern in Live-Auftritten zu sehen. Auf diesen Erfolg konnten Formate wie "Musikladen" und "Disco" später aufbauen.
Uwe Nielsen, der die Sechziger als Twen erlebt hat, blickt in seinem Buch auf eine bewegte Epoche zurück. Jedem der 83 Sendungen hat er ein Kapitel gewidmet, jeweils mit kompletter Playlist des Abends und jeder Menge Zeitkolorit aus Politik, Sport, Kino und Unterhaltung. Der Time Trip (leider nur mit Schwarzweiß-Fotos) wird durch eine Fülle von Erinnerungen der damaligen Macher ergänzt. Man versteht, wie revolutionär diese Musik einst wirkte - und wie visionär Regisseur Mike Leckebusch war, der lustige Beatlieder wie auch ausufernden Drogenrock mit wild gemixten Bildern und psychedelischen Verfremdungen fürs TV übersetzte.
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