Wenn über Crime Rap aus New York gesprochen wird fallen meist recht schnell Namen wie Mobb Deep, Raekwon oder eben auch Kool G Rap. Dass KGR diese Stellung zu Recht inne hat unterstreicht er mit "4,5,6" zum wiederholten Male. Texte zwischen melancholischen Schilderungen der durch Chancenlosigkeit verursachten Morde, Raubzüge und Schießereien und brutalen, eiskalten Geschichten über Exekutionen und anderen Grausamkeiten auf dem Weg aus der Armut. Passend dazu gibts mal rauhe, kalte Beats die gefährlich im Hintergrund wummern während KGR mit seinem Stakkato-Flow mitleidslos mordet, Geld kassiert und nach und nach aufsteigt und mal gibts traurige, langsame Nummern zu KGRs Erzählungen über verlorene Jugendliche, die sich in sinnfreie Drogenkriegen gegenseitig ermorden. Die harten Tracks sind allerdings deutlich in der Überzahl. So liefert KGR eine essentielle, rauhe, auf das nötigste reduzierte Crime-Rap Platte ab. Mord- und Come-Up-Stories kombiniert mit klassischen NY Beats und Kool G Raps überragendem Flow, starken Reimen, packenden Stories und einer einzigartigen Stimme ergeben eins der besten Alben dieser Richtung mit dem Kool G Rap einmal mehr seinen Status als Legende untermauert. Der Juice Crew Veteran ist auch solo stark unterwegs (jedenfalls im Jahre 1995), ein Album das jeder Eastcoast Hörer im Regal haben sollte.