"Er wandte sich um, zu gehen. Sekunden zuvor hatte er noch wie gedankenverloren eine der bizarr geformten, schreiend grünen Orchideen mit seiner sehnigen, gepflegten Linken liebkost, während er schweigend den Instruktionen des Cornels lauschte. Ein paar Augenblicke später fand er sich zwischen den vorbeischwirrenden Trageseilen der endlos scheinenden Eisenbrücke über den Bay wieder, durch seine undurchdringliche Sonnenbrille den Vormittagsverkehr im Blick haltend, während er seinen alten makellosen Mercedes Baujahr 61 geradewegs ins Vergnügungsviertel von Kyoto lenkte."
Krimimusik der alten westlichen Schule. Trotz des Erscheinungsjahrs 1995. Trotz der eindeutig als Japaner identifizierbaren Täter: die U.F.O.s haben eine Schwäche für den Film Noir, fürs Frankreich der lasziven, kopfbetuchten grandes dames und obskure Thriller, in denen tadellos gekleidete unzugängliche Typen mit schwarzem Gürtel unter den Straßenanzügen zu Dschungelbeats der Fünfziger oder Bossa Novas der Sechziger geheime Missionen verfolgen. Mysteriöse Spelunkenwalzer, bei denen man mißtrauische Blicke durch den Zigarettenqualm hindurch sich in einen bohren fühlt. Funky Bässe, Hintergrundchöre a la Ray Coniff, Bongos und Klangcollagen. Metropolen-Jazz, vorbeitreibende Ethnogesänge und zudringliche, energisch Geständnisse fordernde Trompeten. Dialogfetzen in japanisch, französisch und englisch dazugemischt ergeben den Soundtrack zu einem perfekten Kino im Kopf.