Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 27.12.2012 23:28:41 GMT+01:00
Tom meint:
Vor ca. 3 Jahren war ich in Avatar 3D und musste feststellen, dass es nur sehr begrenzte Effekte im Bereich 3D gab.

3 Jahre später mit neuer Technik und 48 fps muss ich feststellen, dass der Film zwar extrem scharf (teilweise auch etwas künstlich), aber nur wenig, kaum wahrnehmbare 3D Effekte vorhanden sind.

Sind meine Erwartungen zu hoch? Ich meine Avatar auf meinem 50" Plasma im richtigen Sitzabstand wirkt auch sehr plastisch und "mittendrin".

Mich würde mal interessieren, was ihr von den "3D Effekten" haltet und ob das ganze euren Vorstellungen entspricht.

Veröffentlicht am 28.12.2012 12:40:12 GMT+01:00
Stimm ich dir zu. 3D Effekte hab ich auch nur ganz wenige mitkommen. Für mich war das eher ein Full HD Kinofilm mit Brille:) Avatar ist für mich bis heute immer noch die Referenz.

Veröffentlicht am 29.12.2012 15:45:52 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.12.2012 15:57:16 GMT+01:00
Rezensent meint:
Ich fand die 3D-Effekte schon recht ausgeprägt. Allerdings ist es denke ich recht leicht, zu hohe Erwartungen an einen 3D-Film zu knüpfen, d.h. das Ausmaß, in dem die 3D-Effekte das subjektive Filmerlebnis bestimmen, im voraus zu überschätzen.

Der Grund für diese überzogene Erwartung ist einfach: die stereoskopische Wahrnehmung dient uns im täglichen Leben vor allem dazu, unsere eigenen Bewegungen in Bezug auf die Außenwelt zu koordinieren. In dem Maße, wie uns die stereoskopische Wahrnehmung zu erfolgreicher Bewegungskoordination verhilft (z.B. Anfassen eines Gegenstandes vor uns), verspüren wir Erfolgserlebnisse beim Anblick einer "3D-Szene" und erleben diese als besonders räumlich.

Im Kino dagegen bewegen wir uns nicht, und somit beeindruckt uns ein 3D-Film auch oft nicht so sehr, wie wir im voraus gedacht hätten, weil uns die entsprechenden "Erfolgserlebnisse" fehlen. Zudem enthält ja ein Film sowieso genügend Tiefeninformation, dass 3D eigentlich nicht notwendig sein sollte. Im Grunde geht es ja bei einem bedeutendenden Anteil der Bildkompositionslehre darum, wie man Tiefenwirkung in ein flaches Bild (oder einen Film) hineinkonstruiert.

Ich finde 3D ein interessantes Gimmick, recht schön anzusehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich es jemals vermissen würde, wenn es zukünftig keine 3D-Filme mehr gäbe. Und vor diesem Hintergrund finde ich den enormen zusätzlichen Aufwand, der zum Drehen von 3D-Filmen betrieben werden muss, irgendwo unnötig und herausgeschmissenes Geld.

Veröffentlicht am 29.12.2012 19:25:33 GMT+01:00
Tom meint:
Zitat: "Allerdings ist es denke ich recht leicht, zu hohe Erwartungen an einen 3D-Film zu knüpfen, d.h. das Ausmaß, in dem die 3D-Effekte das subjektive Filmerlebnis bestimmen, im voraus zu überschätzen."

Das sehe ich mittlerweile so. :-)
Aber auch ich könnte auf den hohen Aufwand und die Mehrkosten verzichten.
Die HFR Technik mit 48 fps fand ich allerdings sehr innovativ, was die Schärfe betrifft. Ist aber auch sicherlich Geschmackssache.

Veröffentlicht am 30.12.2012 05:19:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.12.2012 05:21:17 GMT+01:00
Stefan K. meint:
"3D Effekte hab ich auch nur ganz wenige mitkommen."
Also dann liegt es aber entweder am eigenen Wahrnehmungsvermögen oder an der mangelhaften technischen Ausstattung des Kinos. Es gibt nämlich ganz verschiedene Projektoren+Brillenarten, die ein anderes Seherlebnis versprechen und wenn alles zusammenkommt, dann ist es Fakt dass dieser Film eine unfassbare 3D-Qualität besitzt. So sehr mir auch HFR zugesetzt hat, so unglaublich fand ich die 3D-Umsetzung, da es eigentlich in jeder Szene offensichtliche 3D's gab und mindestens 6 oder 7 Momente wo ich sogar kurz zusammengeschreckt bin ;-)
Kann zusätzlich dazu natürlich auch mit der Sitzposition zusammenhängen, eine zentrale Position ist auch gleichbedeutend mit besserer 3D-Effektwahrnehmung

Veröffentlicht am 30.12.2012 10:41:32 GMT+01:00
Tom meint:
Diesen Aspekt habe ich auch schon bedacht. Gut möglich, dass Kinopolis, in dem ich war, im technischen Bereich nur ausreichend ausgestattet ist.
Eine gute 3D - Stelle im Film war, als die Kamera durch die Mine der Zwerge nach unten schwenkt und die Schätze nach oben gezogen werden. Da war man mittendrin.

Ich erinnere mich noch daran, als Kind im IMAX gewesen zu sein. Der 3D Effekt hatte mich umgehauen (gut ist eine andere Technik).

Veröffentlicht am 30.12.2012 15:43:11 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 30.12.2012 15:49:27 GMT+01:00
Stefan K. meint:
Ich war im Cinemaxx mit HFR, die haben Sony-Projektoren und RealD und da gab es nichts auszusetzen, außer dass ich (als einziger unter 5) bei der Schrift unten auf dunklem Hintergrund Geisterbilder hatte.
Die Effekte waren vor allem dann immer ausgeprägt, wenn Steine im Vordergrund waren, also die komplette Nebelgebirgspassage, darunter extrem alle Kämpfe und die Begegnung mit Gollum, am Anfang in den Zwergenhallen, immer dann wenn irgendetwas kleineres oder größeres Richtung Zuschauer flog, bei den Adlern, bei den Anfangskämpfen in Moria, vor allem bei großen Keulenschwingern, bei den Trollen, wenn sie ausladende Bewegungen gemacht haben oder auch am Anfang in Bilbos Esszimmer beim Essen der Zwerge oder auch ihrem späteren Versammeln vor dem Kamin als alle versetzt zum Zuschauer standen und ihr Lied sangen.
:D
Es gab auf jeden Fall wirklich extrem gute Effekte, wovon die meisten nicht aufgesetzt wirkten und dir mir auch beim nachträglichen Schauen in 2D nicht negativ auffielen: So gab es auch schon im ersten Teil des Herrn der Ringe die Szene mit der Motte, die, um Gwaihir zu benachrichtigen, vom Orthanc wegfliegt genau in Richtung des Zuschauers, das wäre eigentlich eine typische 3D-Szene gewesen, war es aber nicht, sah einfach nur gut aus, auch im 2D.

Edit: Es gab übrigens auch Szenen wo das 3D "too much" war. Zum Beispiel in Bruchtal beim Gespräch zwischen Gandalf und Galadriel. Das HFR hat den Effekt der Tiefenunschärfe noch verstärkt, das war zum Beispiel ganz am Anfang auf Bilbos Terasse sehr schön zu sehen. In Bruchtal allerdings gab es sowohl Tiefen- als auch "Nahen"unschärfe. Das heißt es war eigentlich nur Gandalf in der Mitte des Bildes wirklich scharf und da das menschliche Auge so nicht funktioniert, sah das relativ abstrus aus. Ich kann aber nicht sagen wie das in 3D SFR aussah.

Veröffentlicht am 31.12.2012 00:12:12 GMT+01:00
M. Weiß meint:
Man muss ja auch immer unterscheiden, was man erwartet. Nur weil ein Film in 3D ist, heisste s ja nciht, dass einem ständig Gegenstände in den Sitz hüpfen. Objekte, die scheinbar aus dem Bildschirm oder der Leinwand kommen, nennt man Pop-Outs. Der Hobbit ist kein Werk, dass mit sehr vielen Pop-Outs bestückt ist.
Man muss dann auch die Tiefe berücksichtigen, die 3D erzeugt. In sehr vielen Szenen war das erheblich zu sehen. Man muss es nur bemerken.

Dazu kommt, dass 3D nun mal ein sehr eigenes Gefühl für jeden Zuschauer ist. Manche sind für Pop-Outs empfänglicher als andere. Das liegt aber nciht nur am Film, sondern auch an der verwendeten Technik, die das 3D ausgibt, sondern auch an den Augen und dem Gehirn des Zuschauers. Und das bedeutet nicht, dass man dumm ist oder blind, sondern lediglich, dass man vielleicht eine kleine Verkrümmung hat bzw. dass das Hirn selbst 3D Effekte nicht so ausführlich wahrnimmt. Nicht umsonst zucken Kinder bei Pop.Outs eher zusammen als Erwachsene. Erfahrungswerte mindern das Erlebnisgefühl.

Natürlich bleibt dann noch der Effekt ansich, ob er gut ist bzw ob er gut umgesetzt wurde. Avatar ist durch seine vielen Möglichkeiten und dem absolut auf 3D-getrimmten Erzählungsstil ja perfekt für 3D. Liegt aber auch daran, dass ansich nur eine Pocahontas-geschichte erzählt wird, deren Handlungsstrang nicht von einer interessanten Geschichte gertragen wird, sondern von vielen, sehr vielen Effekten, die halt 3D verkaufen.

Außerdem reisst man mit jedem 3D Effekt, den Zuschauer aus der Erzählung. Wenn der Zuschauer sich erschreckt, bückt, zuckt und zum Nachbarn schaut, dann ist er nicht mehr in der Geschichte des Films gefangen, sondern aus dem Film gezogen. Von daher ist es nötig abzuschätzen wann ein Effekt sinnvoll oder erzähltechnisch schädlich ist.

Das ist mit Toneffekten nciht anders. Bei "Cast Away" verzichtet der Regisseur zB auf die Verlagerung des Lagerfeuers auf die hinteren Lautsprecher, wo das Geräusch dann herkommen müsste, um den Zuschauer nicht aus der emotionalen Szene zu ziehen, weil er denkt "ui, das Geräusch kommt ja ect von hinten, ach ja, ichs itze im Kino".

Aber die Hauptaussage bleibt: 3D ist nicht nur das Nach-Vorne-Kommen, sondern auch die Tiefe.

Veröffentlicht am 31.12.2012 12:35:43 GMT+01:00
Tom meint:
"Aber die Hauptaussage bleibt: 3D ist nicht nur das Nach-Vorne-Kommen, sondern auch die Tiefe."

Ist mir garnicht so aufgefallen, bzw. habe ich nicht bewußt drauf geachtet. Ich glaube, ich muss nochmal in den Film und konzentrierter auf die Effekte achten. :-) Obwohl das natürlich das eigentliche Filmerlebnis, wie Du schon sehr trefflich beschrieben hast, einschränkt.
‹ Zurück 1 Weiter ›
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  5
Beiträge insgesamt:  9
Erster Beitrag:  27.12.2012
Jüngster Beitrag:  31.12.2012

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 1 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen
Das Thema dieser Diskussion ist
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray] von Cate Blanchett (Blu-ray - 2013)
4.3 von 5 Sternen   (2.148)