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3121
 
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3121

Prince Audio CD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (68 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

3121 ist der Titel des neuen großen Wurfs von Prince. Ein Album, das sich als würdiger musikalischer Nachfolger des im Jahr 2004 veröffentlichten Albums Musicology erweist, ohne es zu kopieren: 12 fulminante Songs mit brillanten Gastmusikern wie Támar, Marceo Parker, Sheila E. und Candy Dulfer.

Die Singleauskopplung von "Te Amo Corazon" hatte bereits im Vorfeld für Furore gesorgt, nicht zuletzt durch die bemerkenswerte Arbeit von Regisseurin Selma Hayek bei der visuellen Umsetzung des Musikvideos. Weit erstaunlicher aber als die Fähigkeit von Prince, mit seinen Songs den jeweiligen musikalischen Nerv der Zeit zu treffen, ist die Wandlungsfähigkeit seiner Alben, die sich nach intensivem Hören offenbart. Ein Phänomen, das sich bis zu Lovesexy zurückverfolgen lässt. Nach zwei Wochen suchthaften Hörens fragt man sich schließlich erstaunt: "Ist das noch dieselbe Scheibe, die ich gekauft habe? Damals schon prima, jetzt noch besser!" Das passende Song-Sortiment für die gesamte Palette persönlicher Stimmungen und Lebenslagen zu liefern, das schafft Prince wie kaum jemand sonst. Auch 3121 kommt wie ein Chamäleon daher. Zunächst nimmt sich die Musik in den eigenen vier Wänden recht harmlos aus. Doch wie merkwürdig; schon beim zweiten Hören ertappt man sich beim Griff zum Lautstärkeregler und den ersten unkontrollierbaren Zuckungen, denn bereits der Opener "3121" besitzt echte Ohrwurmqualitäten. Erstaunlich auch, dass sich Verheißungen musikalischer Entdeckungsreisen an Orten erfüllen können, die einem so vertraut erscheinen, wie 3121. Eigentlich ist hier alles beim Alten: die Slow-Motion Verführungsnummer fehlt ebenso wenig ("Satisifed"), wie puristisch-knisternde Funk-Grooves, darunter "Love", "Black Sweat" und "The Word". Wären da nicht die Taschenspielerkünste, mit denen Prince die Karten mischt. Hier und dort jubelt er dem Hörer Erstaunliches unter. Er wandelt ein düsteres, soundtrackhaftes Orchesterarrangement in einen bittersüßen, herrlich leichten Song, wie "The Dance". Besondere Beachtung verdienen auch "Beautiful Loved and Blessed", eine Ballade im Duett mit Sängerin Támar, sowie der rockige Ausflug "Fury" und "Get On The Boat" mit funkigen Bläsereinlagen von Marceo Parker, Candy Dulfer, Greg Boyer und Ray Montiero. Die einzigen, die 3121 zu Recht fürchten müssen sind die Nachbarn, denn die Drums und Bass-Linien sind schlichtweg atemberaubend. -- Andreas Schultz

Stern

Das mit dem neuen Album könnte so passiert sein: "Hmm", denkt Prince eines Tages, "jetzt sitze ich hier in L. A. seit Ewigkeiten doof in meinem schweinegeilen Haus rum und bewundere täglich meinen unglaublichen Sexappeal im Spiegel. Boah, is das langweilig! Wird mal wieder Zeit für eine weltverändernde Platte." Also fleddert er - zack! - mal eben das eigene Genie: Und schon wehen wie von Zauberhand Melodien herbei, schon arrangiert der Meister tiefe Bässe, nervöse Synthesizer und allerlei Effektgedöns. "Prince, du bist ein Guter", sagt Prince. Dann lacht er und klopft sich zärtlich auf die Schulter: "Nein, du bist der Beste!" Und schraubt flugs am Bassregler rum, verzerrt mal eben eine Gitarre und wiegt den Kopf im Rhythmus: "Yeah, schon wieder ein Song fertig! Fluppt ja heute wieder wie geschmiert." Wahrscheinlicher wäre allerdings, dass das mit neuen Album so war: "Hmm", denkt Prince, "jetzt sitze ich seit Ewigkeiten an diesem verdammten Album, mir fällt absolut nix Neues ein, und ich zitiere mich seit Jahren nur noch selbst." Er schaut in den Spiegel. "Sexy bist du ja, alter Knabe, aber kreativ schon lange nicht mehr. Ach, was soll's. Ich liefer das jetzt ab."

kulturnews.de

Nach Jahren der juristisch hart erstrittenen Unabhängigkeit, nach Jahren des freibeuterischen Künstlerdaseins ist „The Artist formerly known as Symbol" wieder in den Schoß eines großen Labels zurückgekehrt. Auf seinem Album „3121" will Prince zeigen, dass er noch ganz der Alte ist, nur besser. Das tut er mit seinen klassisch gewordenen Stilelementen: Er zelebriert die Kopfstimme, rappt mit dunklem Timbre und liefert stark rhythmisierten, vielschichtig und mit enormer Detailversessenheit produzierten Soulfunk. Was jedoch fehlt - und danach sind große Plattenfirmen bekanntlich verrückt -, sind echte Hits. Als wolle er sie bewusst verweigern, löst Prince gewohnte Songstrukturen auf, noch bevor sie sich im Ohr festsetzen können, und paraphrasiert stattdessen die Hooklines. Erst zum Ende des Albums, etwa bei „Get in the Boat", lockert Prince ganz gradlinig und altmodisch die Kette und lässt Bläserchöre voranpreschen, dass es eine Freude ist. Eine noch größere wird es sein, diese Songs live zu hören. (ascho)
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