Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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259 von 316 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Ästhetik der Gewalt, 16. September 2007
Der Film "300" ist die Verfilmung eines Frank Miller Comics. "300" ist KEINE historische 1:1-Abhandlung auf dem neuesten Stand der Geschichtsforschung. Viele Rezensoren scheinen diesen Sachverhalt mit maximaler Hartnäckigkeit zu ignorieren. Infolgedessen wird "300" kaputt interpretiert. Der Film sei angeblich historisch fehlerhaft, rassistisch, faschistisch, behindertenfeindlich, antiiranisch und so weiter. Wer von euch findet weitere Schlagworte? ;-) Hallo? Ist oder war da jemand im "falschen Film"? Leute, nochmal, das ist eine COMIC-VERFILMUNG, die zudem noch sehr gut gelungen ist. Die Autoren sind weder das amerikanische Verteidigungsministerium, noch irgendwelche Extremisten.
Wer "Sin City" gelesen oder gesehen hat, der weiß, dass Frank Miller für seine heroischen Gewaltexzesse bekannt ist. Wer Filme bevorzugt, wo der inhaltliche Schwerpunkt auf Nächstenliebe und Völkerverständigung liegt, der hätte wohl besser auf den Besuch von "300" verzichten sollen. "300" basiert in freier Interpretation auf den Erzählungen des Griechen Herodot von der Schlacht bei den Thermopylen im Jahre 480 vor Christus. Hier verteidigte eine zahlenmäßig weit unterlegene, griechische Streitmacht unter König Leonidas I. (etwa 4.200 Mann, darunter etwa 300 Spartiaten) den Thermopylenpass in Böotien gegen eine Übermacht von 50.000 Persern unter Xerxes I. Obwohl die Perser nach aktueller Geschichtsschreiung mit einer zehnfachen Übermacht antraten, konnte der Pass mehrere Tage gehalten werden, bevor die Griechen schließlich umzingelt und vernichtet wurden. So ist der Heldenmut von König Leonidas und seinen Soldaten in die Geschichte eingegangen, wobei der Sinn dieser letztendlich verlorenen Schlacht historisch in Frage gestellt wird.
Mit den siegreichen Kämpfen bei Salamis und Plataiai (am Ende von "300" zu sehen) konnten die Griechen ihre Unabhängigkeit gegen das mächtige Perserreich jedoch schließlich erfolgreich verteidigen. Soviel zum geschichtlichen Hintergrund. Dennoch ist "300" kein Geschichtsfilm. Frank Millers übertrieben muskulöse Helden verteidigen Recht und Freiheit mit brutalen Gewaltexzessen. Sein düsterer Schwarzweiß-Zeichenstil und sein Sinn für ungewöhnliche Perspektiven wird auch in der Verfilmung von "300" erfolgreich umgesetzt. Selten zuvor wurden historische Nahkampfszenen so hautnah, detailliert und entsprechend blutig dargestellt. Über den Sinn dieser Details mag man streiten, in "300" wird der Überlebenskampf zum filmerischen Kunstwerk stilisiert. Aber nicht jeder Zuschauer wird diese Art von "Kunstwerk" mit seiner "Ästhetik der Gewalt" mögen. "300" versteht sich nicht als geschichtliches Werk. Vielmehr wurde hier der historische Sachverhalt missbraucht, um eine stark vereinfachte Momentaufnahme des menschlichen Überlebenskampfes in all seinen Fazetten zu zeigen.
Dieser Film will nicht aufklären oder gar komplexe Sachverhalte darstellen oder vermitteln, sondern allein durch seine düsteren, übersättigten Bilder und der dazu passenden Musik auf den Zuschauer WIRKEN. Wer hier analysiert und interpretiert, der hat den Film nicht verstanden. Das Werk und seine Machart sind das Kunstwerk, die Handlung ist beliebig austauschbar. Der Iran hat sich übrigens als rechtlicher Nachfolger des persischen Reiches bei den Vereinten Nationen mit der Begründung über den Film beklagt, es handle sich um einen Propagandafilm. Meine Meinung: Ich vergebe 5 Sterne, weil die filmerische Umsetzung des Kunsterwerkes "300" aus meiner Sicht gelungen ist und einen Meilenstein in einem neuen Genre darstellt.
"300" ist jedoch kein Film, wie jeder andere. Wer Gewaltszenen verabscheut oder Inhalte von Filmen gerne analysiert, der möge auf diesen Film besser verzichten.
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71 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grandios verfilmter Comic..., 15. Mai 2008
mit einer bildgewaltigen Folge von jeweils einzeln komponierten und arrangierten Einstellungen, computertechnisch verfremdet, die so beeindruckend sind, dass man nur die Bilder auf sich wirken lassen muss, wie eine große Diaschau mit Musikuntermalung. Wen interessiert die Handlung, wen die Dialoge?
Wenn ich mir einen Comicfilm anschaue, weiß ich, was mich erwartet. Ich kann daher einige Kritiken zu diesem Film nicht nachvollziehen.
Es fließt zuviel Blut !?... Das ist ein Kriegsfilm. In anderen, realen Kriegsfilmen, wird die Brutalität des Krieges noch viel härter und eindringlicher dargestellt, das nennt man dann authentisch. Die Realität damals vor ca. 2500 Jahren wird noch viel grausamer gewesen sein. Außerdem wird das Blutvergießen comicgerecht dargestellt, in Zeitlupe übergehend, die Blutstropfen in der Luft erstarrend, einfach toll gemacht.
Die Dialoge sind zu platt !?... In einem Kriegsgeschehen werden sicherlich keine tiefschürfenden Dialoge geführt, und da die Dialoge nicht überliefert sind, ist das doch alles nur Fantasie. Wer dialoglastige Filme liebt, sollte sich Woody-Allen-Filme anschauen (da kann man sich dann auch nicht über die fehlende Handlung beschweren).
Einige Figuren sind zu übertrieben !?... Nun, Comic darf verfremden, überzeichnen, karikieren. Daher ist der Bösewicht, der griechische Verräter, eine hässliche Missgeburt, die persischen Kampftiere sind wahre Monster, der Perserkönig wirkt wie der gepiercte Nachwuchssänger einer Skinhead-Punk-Rockband, und die Spartaner sind alles muskelstrotzende Sixpack-Helden. Das alles sind Mittel, die der Fantasie des Comicautors entsprungen und im Comic erlaubt sind.
Und die Verfilmung des Comics ist absolut genial gelungen. Mehr kann und will dieser Film nicht sein. Daher ist es völlig überflüssig, da mehr oder weniger hineininterpretieren zu wollen.
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59 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr beeindruckend!!! , 30. August 2007
Als erstes möchte ich hier mal sagen das das eine COMICVERFILMUNG ist und KEIN GESCHICHTSUNTERRICHT!
Es geht hier also weniger um Fakten sondern darum,ein Comic so bildgewaltig wie nur denkbar darzustellen!Das ist dem Regisseur zweifelsohne gelungen!Wer also die historische Wahrheit sucht sollte die Finger von dieser DVD lassen!Wer sich jedoch mal 116 Minuten der Extraklasse unterhalten lassen will,ist hier genau richig!Beeindruckende Schlachten und das in voller Länge als FSK 16!Bei manchen Bildern ist das ziemlich erstaunlich da ja sonst immer alles wegzensiert wird!
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