Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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49 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beeindruckend, 19. Dezember 2006
Visuell ungemein beeindruckend. Brilliante Bleistift- und Tuscharbeit, vereint mit einer der besten Kolorierungen, die ich je gesehen habe. Der Dialog ist spartanisch (pun intended...), trifft den Grundton der Erzählung sehr gut. Sogar die Übersetzung ins Deutsche ist stimmig und lenkt nicht ab, wie dies bei Comics leider häufig der Fall ist.
Ich verstehe Leute nicht, die sich beschweren, wenn sie ein Stück Literatur kaufen, dass es "historisch nicht akkurat" ist. Es ist eben der Unterschied zwischen Literatur und Fachbuch, dass man sich Freiheiten herausnehmen kann und sogar MUSS, um die Ebene des einfachen Nacherzählens historischer Ereignisse zu transzendieren. Dies tut Miller gekonnt - die Darstellung Leonidas' und Xerxes' finde ich herausragend, auch wenn sie nicht historisch sind. Durch sie wird die Atmosphäre sehr dicht.
Dem Buch inhärenten Faschismus und Machismo vorzuwerfen halte ich auch für verfehlt. Genauso gut könnte man über bspw. "Der Herr der Ringe" sagen, dass er faschistoides Gedankengut beinhalte. Es wird eben eine Geschichte über Selbstaufopferung, Kriegertum und Verantwortungsbewusstsein in einer pervers maskulinen und rigiden Gesellschaft erzählt. In keiner Form hatte ich das Gefühl, dass hier eine Botschaft vermittelt wird, die solches Verhalten und Denken propagiert oder befürwortet.
Die Qualität des Drucks, der Bindung, des Papiers und des Einbands sind bei dieser Ausgabe hervorragend, das ungewohnte Format unterstützt die Erzahlweise sehr gut.
4 Sterne, weil 5 Sterne nur Dinge von mir bekommen, die absolut herausragen - "The Dark Knight Returns" vom gleichen Autor bekommt 5 Sterne, weil er damit eine Revolution im Comicgenre mit auslöste. Dieses Buch ist m.E. aber trotzdem sehr gut, vom Zeichnerischen her wohl die beste Arbeit Millers, und sorgt für einen (leider nur einen) sehr unterhaltsamen Abend.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Graphic Novel mit historischem Hintergrund, 1. September 2007
Frank Miller ist wohl wahrlich kein politisch motivierter Zeichner, ideologisch sein Werk "300" in Frage zu stellen scheint wohl weit verfehlt. Insbesondere ist dieses hier angebotene Produkt die gebundene Ausgabe, denn "300" erschien im Mai 1998 (USA) als 5-teilige Mini-Ausgabe. 1998 - weit vor Bush, nun gezogene Parallelen zum Irak-Krieg und interpretierte Durchhalteparolen der im Irak stationierten amerikanischen Soldaten sind daher nicht im Sinne von Miller.
Wer Lust am bildgewaltigem Comic - Graphic Novels - hat und Miller in hochform erleben möchte (wurde für "300" damals mit einigen Preisen ausgezeichnet), der sollte sich "300" zulegen. Wer erwartet, den Film nochmals als Comic zu lesen, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Denn zuerst war der Comic, dann der Film! Historiker, die sich "300" zulegen, sollten auch mal ein Auge zudrücken. Der Comic von Miller basiert zwar auf die Schlacht bei den Thermopylen, eine 100%ige geschichtliche Aufarbeitung des Themas war Millers Absicht aber nicht. Miller war vielmehr seit Kindheit nachhaltig vom antiken Griechenland beeindruckt, nachdem er "300 Spartans" (1962) im Kino sah. Im übrigen ist Miller bekannt für seine opulenten Zeichnungen, für die Tiefe der Story eher nicht...Will man "300" in vollen Zügen, sollte man dieses beachten.
Pros: - Bildgewaltig, Colorierung vom Feinsten, düstere Plots, historischer Hintergrund
Cons: - Story "nur an der Oberfläche"
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nur für Miller Fans, 4. Mai 2007
Kleiner Hinweis. Hier wird die Comic Vorlage von 300 angeboten, nicht der Film. Dies scheint den letzten Kritikern wohl entgangen zu sein, die sich hier detailliert über Filmszenen auslassen.
Die Comic Vorlage wird all denen gefallen, die auch mit Miller's Sin City etwas anfangen können. Expressionistische Gewalt ist das zentrale Thema. Wie man an den Rezensionen hier zum Film sehen kann, erweckt das hin und wieder auch fragwürdige Begeisterungsstürme. Die historische Genauigkeit ist nachrangig, was ich aber nicht kritisieren möchte. Immerhin ist es besser recherchiert als manches andere Werk. Es sollte jedoch dem Leser klar sein, dass die hier hervorgehobenen Tugenden der Spartaner auch im faschistischen Deutschland hoch gelobt wurden. Als Vorbild bei heutigen Konflikten mit "Persien" oder gar als Retter des Abendlandes kann man das antike Sparta nicht gerade bezeichnen. Vielmehr war der Kontakt mit dem "göttlichen" Perserkönig ausschlaggebend dafür, dass das Regierungsmodell eines Königs von Gottes Gnaden erst über Alexander und schließlich über die römischen Kaiser bis weit ins Mittelalter zur 2000 Jahre lang dominierenden Regierungsform in Europa wurde.
Noch ein Tip: Wie immer ist auch hier die englische Ausgabe des Comics um einige Euro preiswerter. In Deutschland ist es leider üblich den Leser bei Comics unverhältnismäßig zur Kasse zu bitten.
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