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300 [Gebundene Ausgabe]

Frank Miller , Lynn Varley , Andreas Mergenthaler , Hardy Hellstern
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 88 Seiten
  • Verlag: Cross Cult; Auflage: 1., Aufl. (Juni 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936480303
  • ISBN-13: 978-3936480306
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 26,8 x 23 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 76.995 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Frank Miller
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

„Wir marschieren." So lakonisch beginnt Frank Millers Breitwandcomic über die winzige, dreihundert Mann starke Armee des Königs Leonidas, die 480 vor Christus Griechenland gegen das riesige Heer der Perser verteidigte. Die historisch verbürgte Schlacht bei den Thermopylen verarbeitete Miller zu einer Geschichte über Tapferkeit und Treue - und natürlich über den Sieg von Intelligenz über brutale Gewalt. Epochale Schlachtengemälde wechseln sich ab mit detailgetreuen Momentaufnahmen des privaten und militärischen Alltags der Zeit. Aufgrund seiner Thematik und Erzählweise nimmt "300" einen zentralen Punkt in Millers Schaffen ein. Bereits kurz nach Erscheinen galt dieses Werk als Klassiker!

Der Verlag über das Buch

Neu-Edition des lange vergriffenen Werkes anlässlich der Verfilmung: Regie: Zack Snyder ("Dawn of the Dead"), Hauptdarsteller: Gerard Butler ("Das Phantom der Oper").

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 19. Dezember 2006
Von 
Helmut Barro "Great Sage Surpassing Heaven" (Saarbrücken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 300 (Gebundene Ausgabe)
Visuell ungemein beeindruckend. Brilliante Bleistift- und Tuscharbeit, vereint mit einer der besten Kolorierungen, die ich je gesehen habe. Der Dialog ist spartanisch (pun intended...), trifft den Grundton der Erzählung sehr gut. Sogar die Übersetzung ins Deutsche ist stimmig und lenkt nicht ab, wie dies bei Comics leider häufig der Fall ist.

Ich verstehe Leute nicht, die sich beschweren, wenn sie ein Stück Literatur kaufen, dass es "historisch nicht akkurat" ist. Es ist eben der Unterschied zwischen Literatur und Fachbuch, dass man sich Freiheiten herausnehmen kann und sogar MUSS, um die Ebene des einfachen Nacherzählens historischer Ereignisse zu transzendieren. Dies tut Miller gekonnt - die Darstellung Leonidas' und Xerxes' finde ich herausragend, auch wenn sie nicht historisch sind. Durch sie wird die Atmosphäre sehr dicht.

Dem Buch inhärenten Faschismus und Machismo vorzuwerfen halte ich auch für verfehlt. Genauso gut könnte man über bspw. "Der Herr der Ringe" sagen, dass er faschistoides Gedankengut beinhalte. Es wird eben eine Geschichte über Selbstaufopferung, Kriegertum und Verantwortungsbewusstsein in einer pervers maskulinen und rigiden Gesellschaft erzählt. In keiner Form hatte ich das Gefühl, dass hier eine Botschaft vermittelt wird, die solches Verhalten und Denken propagiert oder befürwortet.

Die Qualität des Drucks, der Bindung, des Papiers und des Einbands sind bei dieser Ausgabe hervorragend, das ungewohnte Format unterstützt die Erzahlweise sehr gut.

4 Sterne, weil 5 Sterne nur Dinge von mir bekommen, die absolut herausragen - "The Dark Knight Returns" vom gleichen Autor bekommt 5 Sterne, weil er damit eine Revolution im Comicgenre mit auslöste. Dieses Buch ist m.E. aber trotzdem sehr gut, vom Zeichnerischen her wohl die beste Arbeit Millers, und sorgt für einen (leider nur einen) sehr unterhaltsamen Abend.
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64 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte aus den ersten Tagen Europas, 3. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: 300 ( Dreihundert) (Gebundene Ausgabe)
"Nie zuvor in der Geschichte verdankten so viele so wenigen so vieles", hat Winston Churchill nach der Luftschlacht um England über die britischen Piloten gesagt.
Nicht weniger passend beschreibt der Satz eine ganz andere Geschichte, mehr als 2000 Jahre alt. Überliefert hat sie der griechische Geschichtsschreiber Herodot, Frank Miller und Lynn Varley haben sie vor kurzem in einen Comic umgesetzt.

Die Geschichte spielt im Jahre 480 v.u.Z. Das östliche Mittelmeer, die Levante und weite Teile Vorderasiens waren Teile des Weltreiches der Perser. Zahllose Völker verschiedenster Sprachen, Sitten und Religionen waren dem Herrscher Xerxes I. untertan, der von seinen Zeitgenossen als Gottkönig verehrt wurde. Dieser mächtigste Mann seiner Zeit streckte seine Hand nach Westen aus - Griechenland sollte unter seine Herrschaft kommen.
Griechenland bestand damals aus Dutzenden heillos zerstrittener Stadtstaaten. So hatte Xerxes wenige Schwierigkeiten, viele Griechen auf seine Seite zu ziehen, sei es durch Bestechung, sei es durch Bündnisverträge, sei es durch rohe Gewalt. Auch Sparta empfing eine Gesandtschaft aus Persien, die Geschenke und großzügige Bedingungen für eine Unterwerfung überbrachten. Die Diplomaten überlebten ihren Auftritt nicht. Ein Krieg war abzusehen.
Der Spartanerkönig Leonidas bat den Ältestenrat um die Erlaubnis, mit dem Heer auszuziehen. Die Herren verweigerten die Zustimmung, und so zog Leonidas ganz privat auf einen kleinen Ausflug. Seine 300 Mann starke Leibwache nahm er dabei vorsichtshalber mit.
Zusammen mit den Heereskontingenten der anderen freien Städte Griechenlands stellten die Spartaner sich bei einer Landenge dem zahlenmäßig weit überlegenen Heer der Perser. Welle um Welle der persischen Truppen rannte gegen den schmalen Felsspalt an, die Pforte zwischen den "Thermopylen" - und wurden von den Spartanern zurückgeschlagen. Erst am dritten Tag gelang es der persischen Elitetruppe, den "Unsterblichen", durch Verrat in den Rücken des griechischen Heeres zu gelangen. Die Spartaner flohen nicht: Ihr Gesetz verbot es. Nur ein Mann entkam dem Gemetzel, um später davon zu berichten.
Im Nachhinein war die Niederlage ein Sieg: Der Opfergang Leonidas' und seiner Männer (und die parallelen Erfolge Athens zur See) wirkten als Fanal. Im Jahr drauf besiegten die Griechen unter Pausanias das Heer der Perser vernichtend in der Schlacht von Platäa.
Herodot, Frank Miller und viele Historiker sehen in dieser Schlacht bei den Thermopylen die Entscheidung des Schicksals Europas: Griechenland wurde kein Anhängsel eines altorientalischen Reiches. Kein Gottkönigtum degradierte die Griechen zu bloßen Untertanen, zum persönlichen Eigentum des Herrschers. Der freie Rechtsstaat, der selbst Könige wie Leonidas an Gesetze band, hatte über den Absolutismus des Orients gesiegt.
Der Sieg des Orients hätte vor allem eine mehr oder minder weitgehende Priesterherrschaft zur Folge gehabt. Wie die Geschichte des Judentums zeigt, nutzten die Perser die nationalen Religionen und die Autorität der Priester, um das Volk in Untertänigkeit zu halten. Jede freie Regung wäre unterdrückt worden. Fraglich, ob dann die Ideen von Rationalität, Rechtsstaatlichkeit, Humanität, Demokratie, Philosophie und Wissenschaft, die unsere europäische Kultur so entscheidend geprägt haben, sich dann noch in Griechenland entwickelt hätten.
Kurzum, in jenen drei Tagen stand bei den Thermopylen sehr viel auf dem Spiel, weit mehr, als die Beteiligten geahnt haben mögen.

Frank Miller beschreibt in Text und Zeichnungen Leonidas als Realisten und Visionär, der eine Ahnung von der Bedeutung dieser Schlacht hat. Er schafft es, die Antike und ihre Menschen lebendig werden zu lassen, ihre Welt wirkt fremd und bleibt trotzdem seltsam vertraut. In der Tradition Herodots bleibend, versucht er auch, ein faires Bild von der Gegenseite zu zeichnen (wie man z. B. an den Berichten des Alten Testamentes erkennen kann, war das damals ein absolutes Novum). Trotzdem bleibt das Schicksal der 300 Spartaner und ihres Königs Leonidas im Mittelpunkt der Geschichte.
Der Zeichenstil ist typisch Frank Miller, und abgesehen von den etwas klobigen Füßen der Figuren ist die graphische Umsetzung superb. Bildrahmensetzung, "Timing", die Wechsel von Portraits zu Totalen, von detaillierten Stadtansichten zu bloßen Schattenrissen zeigen, daß Miller sein Medium perfekt beherrscht.

Die ausdrucksstarke Kolorierung von Lynn Varley schafft Stimmungen und bringt die Details hervor. Nicht vom Computer zugemanschte Flächen mit digital berechneten Übergängen, sondern wilde, teils schon impressionistische Farbübergänge und -hintergründe beherrschen die Geschichte, Licht und Schatten werden effektvoll eingesetzt. Nichts ist quietschbunt, die Farben unterstreichen die jeweilige Stimmungen perfekt. Verdientermaßen wurde die Kolorisierung sowohl mit einem Harvey- als auch einem Eisner-Award belohnt.
Einzig allein beim "Lettering" hat man gespart: Mit einer Computerschrift verschenkte man hier Möglichkeiten - die aber eh' nur Kenner zu schätzen wissen.

Ein Meisterwerk der Neunten Kunst, das in seiner Ausdrucksstärke die Eingangsszene des Filmes "Gladiators" ebenbürtig ist und ebenso niveau- wie eindrucksvoll seine Geschichte aus den ersten Tagen unserer Zivilisation erzählt. Top!

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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nun, 9. Dezember 2006
Von 
Maik Rieth (Oberhausen, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 300 (Gebundene Ausgabe)
Nur um eines klarzustellen: der Freiheitsbegriff wurde in der Antike von den Athenern geprägt, ist also nicht unbedingt verkehrt den im Buch von den Spartanern zum Thema machen zu lassen. Denn der Begriff "Freiheit" entstand erst durch den Krieg zwischen dem persischen Reich und Sparta/Athen. Sicher lässt sich eine Parallele zum modernen US Amerikanischen ziehen, aber wer schon behauptet dass das Werk geschichtsverfälschend sei, sollte dann auch so genau sein und von der Entstehung des Freiheitsbegriffes wissen.

Außerdem: Es handelt sich um einen Comic! Eine Interpretation der Ereignisse, eine Erzählung. Wer historisch korrekte Zustände erwartet sollte lieber wissenschaftliche Geschichtsbücher lesen, alle anderen werden sich mit "300" ohne Enttäuschungsgefahr anfreunden können.

Nicht zuletzt ein guter Appetitanreger für den im nächsten Jahr erscheinenden gleichnamigen Film, der auf diesem Comic basiert.
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