mit '3' dem dritten album von soulfly knüpfen die jungs um max cavalera an die beiden vorgänger an, und sogar an manche sepultura-scheiben. wie immer gibt es einen mix aus lauten metalriffs, (heimatlichem) tribalsound und den unverwechselbaren vocals. wer dies nicht würdigt, dem ist auch nicht mehr zu helfen, denn dieses geniale zusammenspiel lässt keine negative kritik zu.
'downstroy' erinnert zu beginn an den klassiker 'eye for an eye'. laut, brachial und rücksichtslos haut der track einem die ohren weg. 'enterfaith' hingegen ist nicht besonders geglückt. hier wird cavalera oftmals schlecht von anderen dingen übertönt, zudem gibt es in diesem fall wirklich unnötiges und nicht gut klingendes gegröhle, wie man es eigentlich nicht gewonht ist. 'one nation' ist wohl einer der besten tracks auf diesem album, der von einem ständiger wechsel zwischen extrem schnellen parts und refrain-vocals beherrscht wird. direkt darauf folgend legen soulfly dann eine gedenkminute für die opfer des 11.9.01 ein. ich denke, sowas ist auch noch nicht grad oft vorgekommen. ob es aber unbedingt von nöten war möchte ich jetzt nicht bewerten, es passt aber auf jedenfall zum image von soulfly. 'one' erinnert mit seinen rythmen sehr stark an ratamahatta und 'one' mit dem ill nino vocalisten haut mächtig rein und dies trotz melodischer parts, die jedoch äußerst genial zusammen mit den zerrenden gitarrensolos zusammenpassen. der refrain wird hier wohl niemanden ruhig bleiben lassen. 'four elements' beginnt laut, wird dann zwischenzeitig ruhig, indem bekannte tribal, und dazu kurioser weise auch orientalische klänge die oberhand ergreifen, bevor dann nochmal am ende zum gewohnten schlussspurt angesetzt wird. 'tree of pain' überrascht mit warm-weiblichen vocals zu beginn und zum ende, dazu ein sich - im wahrsten sinne des wortes - die seele rausbrüllender mittelteil. meiner meinung nach der beste track des albums, auch wenn es etwas ungewonht klingt und aus der reihe fällt. aber das ist bei '3' (und allgemein bei soulfly) ja im grunde sowieso markenzeichen: die vielen verschiedenen einflüsse und die experimentierfreudigkeit.
mit den liveaufnahmen von 'eye for an eye' und 'pain' findet das ganze dann eine würdigen abschluss. insgesamt gesehen das bisher beste soulfly album.
anspiel tipps sind die von mir erwähnten tracks mit ausnahme von '9-11-01'.