1989, ein Jahr der Befreiung. Auch für HipHop, der endgültig mal das Ghetto verlassen darf. De La Soul sind Rapper aus der Vorstadt, zwar noch schwarz, aber aus ganz bürgerlichen Familien. Verspielt, experimentierfreudig, humorvoll. Die Drei sind jung, gewitzt und unglaublich NEU. Sie mischen Jazzelemente in ihren Sound (was ihre Kumpels vom Tribe Called Quest bald zur Perfektion bringen werden). Sie sprechen von Hippie-Idealen und malen bunte Blumen auf das Cover ihres Debütalbums.
Was aber das wichtigste ist: Samplen wie die Weltmeister, möglichst viel, gerne auch bizarres Zeug, selbst weißen Mittelstandsrock. So z.B. Steely Dan für „Eye Know" oder Hall & Oates für „Say No Go", um nur mal zwei der großen Hits dieses Albums zu nennen. Gerne darf es aber auch George Clinton sein („Me Myself And I"). Sie machen das mit den starken Samples sieben Jahre bevor Puffy mit der Methode seine größten Hits einfahren wird, und sie machen es da schon soo viel besser.
Das Album ist auch heute noch eine ungemein vergnügliche Fahrt durch die Musikgeschichte, strahlt richtig viel positive Energie aus - und ersetzt nebenbei eine halbe Plattensammlung. Klare Kaufempfehlung!