Leider weiß keiner so genau was das eigentlich sein soll, aber je länger man dieses wahrlich großartige Spiel zockt, ja dann.... Ja dann versteht der gepflegte Zockerfreund was Entwickler Gearbox mit dem Begriff Wub Wub andeuten will.
Doch dazu später mehr.
Im Gegensatz zu Teil 1 hat sich gar nicht so viel verändert und das ist auch gut so. Take 2 und Gearbox nehmen das Grundgerüst des Vorgängers und bauen darauf konsequent auf. Eine gute und logische Entscheideung die mich an den Spruch erinnert:" Never change a winning team"!
So ist die Grafik etwas bunter und besser, die Spielwelt merklich größer, es gibt mehr unterschiedliche Gegnertypen und deren KI wurde verbessert.
Auch die Gefechte fordern jetzt mehr und sind taktischer. Übrigens, der künstleriche Stil von Borderlands 2 ist über alle Zweifel erhaben. Wie bei dem ( Achtung Schleichwerbung: grandiosen PS2 Rollenspieles Persona 4) verzaubert uns hier die Grafik eher mit einer felsenfesten Stilsicherheit, anstelle von makeloser technischer Brillianz.
Besonders erwähnen muss man auch das superbe Intro, das unsere neuen Hauptcharaktere nicht nur im besten Licht darstellt, sondern auch mit einem grandiosen Song (angeblich soll das Lied den Titel "Tribute to a Vault Hunter" tragen.) unterlegt ist, der das bunte Treiben so geschmackvoll abrundet, dass es eine wahre Kunst ist. Die englische Tonspur und die Sprecher sind wie so oft, wieder einmal um Lichtjahre besser als die deutsche Sprachausgabe.
Querverweis: Mal sehen wie sich die professionele Eindeutschung vom kommenden Resident Evil 6 schlägt. Auf jden Fall, der deftige, böse und schwarze Humor, der bisweilen auch mal unter die Gürtellinie geht, wirkt in der Originalsprache inklusive Akzent einfach frecher und authentischer.
Nun denn um was geht es denn eigentlich in Borderlands 2! In der recht klischeehaften Story, dreht es sozusagen um den sogenannten "Handsome Jack" Dieser gute, oder doch eher böse "Hübsche Kerl" stellt unseren allseits beliebten Oberfiesling dar.
Der hat sich zum Oberhaupt des Hyperion Konzernes ernannt und will endgültiger Herscher über Pandora werden.
(Ich habe allerdings bisher noch keine Navi auf Pandora endeckt, kleiner Scherz.)
Jack will auch die restlichen Kammern (Vaults) unter seine Kontrolle bringen, welche ein wahhhhhnnnnnsinnig wertvollen Alienrohstoff namen Eridium auswerfen. Das Einzige was Jack gefährlich werden, sind die Vault Hunters.
Wir verkörpern in BL 2 einen von diesen....
Vier neue Charatere mit jeweiligem Action Skill und Fähigkeiten,
stehen bereit um auf Pandora gewappnet voranzuschreiten.
Der Gunzerker Salvador, mit einer Wumme in jeder Hand,
macht Feind mit seiner geballten Firepower bekannt.
Maya, ebenfalls eine sexy Sirene,
verfolgt auf dem Schlachtfeld andere Pläne.
Sie sperrt Gegner in eine Energieblase um sich Luft zu verschaffen,
um die heftigen und schweren Firefights weiter zu straffen.
Den Platz des Mordekai, des ersten Teils scharfen Schützen,
nimmt nun Ninja Zero ein, auf den kann man stützen.
Der lenkt Gegner mit einem Doppelgänger ab und macht sich unsichtbar,
um besser Herr zu werden, der gesamten Feindesschaar.
Wer gern Klassisch vorgeht, wählt Axton einen Commando Soldaten,
der Feinde mit mobilem Geschützturm, zufügt eine Menge Schaden.
Ich habe ihn auf für meine ersten Durchgang gewählt,
weil Feuerunterstützung, für mich besonders zählt.
In naher Zukunft kommt auch noch ein fünfter Charakter per Download hinzu.
ein weiblicher Mechromancer, die Kampfroboter aufbaut, und das im Nu.
So jetzt kommen wir aber endlich zum anfangs bereits erwähnten Wub Wub. Nach ein paar Spielstunden ist mir ein Lichtlein aufgegangen!
Action, Sammelfieber, Spielgefühl, Spielfluss und die Art der Inzenierung kombiniert mit krachenden Sound in den Gefechten. Ja das fühlt sich tatsächlich nach Wub Wub an. Sehr spassig.
Ich weiß aber immer noch nicht so genau, wo dieses Borderlands 2 seine fesselnde Wirkung hernimmt, warum man immer zocken will.
Ach ja, der derbe Humor mit viel Sarkasmus und Skurillität bezieht sich auch auf die abwechlungsreichen Missionen. Man merkt dass sich Entwickler Gearbox viel Mühe gegeben hat, um die Aufträge frisch zu halten. Obwohl es im Grunde fast immer Ballerei und Gegenstände besorgen, einsetzen ist, will man immer und immer wieder wie im Flow weiterdaddeln.
Ihr werdet überrascht sein, manche der Missionen und schrägen Charaktere bleiben auch für längere Zeit im Gedächtnis, und man macht sich manchmal auch ein paar Gedanken. Ich sage nur: Explosionsfreak Tiny Tina und ihr spezielles Tee Kaffeekränzchen.
Also kommen wir nun mal endlich zum Fazit!
Ob Kritiker des ersten Teils mit Borderlands 2 das irgendwie auch an Fallout, Rage und Westernfilme erinnert, warm werden, lässt sich schwer sagen. Für sie könnte das nur simples Geballer darstellen, und das Gesamtbild eher oberflächlich erscheinen
Auch die Fahrzeugsteuerung ist anfangs schwer beherschbar, mit laufender Spielzeit gewöhnt man sich und es klappt besser.
Ansonsten bietet das Game eigentlich kaum Angriffspunkte zur Kritik.
Was Borderlands 2 aber einzigartig macht, ist und von Genrekollegen wohltuend abhebt, sind:
1) Sein eigenwilliger, aber gelungener Cel Shading Grafik Stil.
2) Seine Millionen zufallsgenerierten Waffen (es gibt auch einen Eintrag im Guinessbuch für den Weltrekord).
3) Charme sowie derber Humor, in einer mühevoll gestalteten Welt mit noch skurilleren Charaktern.
4) Sein großartiges Spielgefühl, egal ob Multiplayer oder Einzelspieler.
5) der wunderbare Spielfluss (man kommt immer voran, wenig Rätsel, nichts gegen Knobbeln, aber wenn man hängt, nervig).
6) das Diablomäßige Sammeln bzw. Looten.
Schon jetzt eines der besten Spiele des Jahres und das zu Recht. Zusätzlich mit enormen Spielumfang
(30 bis 40 Stunden Kampagne) und vor allen Dingen inklusive Wub Wub.
Also Leute, auf nach Pandora, es lohnt sich auf jeden Fall!