Die 28 steht für 28 Millionen aidsinfizierte Menschen allein auf dem schwarzen Kontinent. Und hinter jeder 'Story' verbergen sich Menschen, die Folgen und Ausmaß der Pandemie zeigen. Vom Bergwerksarbeiter zum Künstler, vom Fernfahrer zur Ärztin, vom Leutnant zur Krankenschwester, von der Prostituierten, die sich trotz jahrzehntelanger ungeschützter Tätigkeit nicht (!) angesteckt hat bis zum Expräsidenten Mandela. Mal selbstbewusst-hoffnungsfroh, mal verzweifelt-trotzig lässt Nolen ihre Protagonisten zu Wort kommen und schildert ihre Schicksale und deren Hintergründe. Dabei wird auf erschütternde Weise anschaulich, mit welch vergleichsweise geringen Mitteln zumindest ein Teil der Not gelindert werden könnte. Die kanadische Journalistin ordnet ein, klärt auf, holt das abstrakte Phänomen der unvorstellbar großen Zahl von infizierten Menschen in das wirkliche Leben. Quasi nebenbei erfährt der Leser alles Wesentliche über Geschichte und Ausbreitung des Virus und den Stand der Aidsforschung. Spannend, aufrüttelnd, mitreißend zu lesen - ein Buch, das hoffentlich viele Leser findet!