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Moviemans Kommentar zur DVD: Als Tierschützer einen mit "Wut" infizierten Affen befreien, löst dieser eine weltweite Seuche aus, die die Mehrheit der Menschen zu tollwütigen Monstern mutieren lässt. 28 Tage nach dem Ausbruch wacht ein Patient in einer Klinik auf und reibt sich verwundert die Augen. Doch schon bald geht es um das nackte Überleben und die Retter auf einem einsamen Stützpunkt sind auch nicht besser drauf, denn sie wollen die wenigen Frauen zur Sicherung der menschlichen Rasse so oft es geht "beglücken". Regisseur Danny Boyle (Trainspotting, The Beach) haben wir diesen filmischen Amoklauf mit hoher Brisanz zu verdanken. Nichts für schwache Nerven! Die Qualität der Extraszenen ist schlecht, ebenso fehlt einigen Momenten der Ton. Der Audiokommentar von Regie und Drebuchautor ist auch deutsch untertitelbar.
Bild: Das 16:9-Bild ist von Beginn an übersät mit leichten bis deutlichen digitalen Rauschmustern, die vor allem Hintergründe ruckeln lassen. Das liegt zum einen an der nicht eben aufwändigen Produktion, zum anderen aber an der zu großen Kompression der Bilddaten. Das hemmt wiederum die wahrnehmbare Schärfe, da Konturen durch Bildbewegungen immer etwas aufweichen. Auch der Kontrast ist in dunklen Szenen infolge der mageren Ausleuchtung im Dokustil nicht gerade überwätligend und verschluckt zahlreiche Farbstufen. Insgesamt ein nur knapp überdurchschnittliches Ergebnis, aber noch ansehbar.
Ton: Die englische Tonspur ist leicht dominanter und einen Tick lauter aufgespielt, was ihr zu einem subjektiv klarer wahrgenommenen Surroundsound verhilft. Auch bietet die deutsche Tonspur einen merklichen Höhenabfall oberhalb von 6khz, so dass insbesondere Stimmen wie durch ein Tuch gesprochen klingen. Die Ortbarkeit von Stimmen geht auch nicht oder nur spärlich aus dem Centerbereich heraus. Atmosphärische Effekte, wie das Geschrei der Affen zu Beginn, ist klar stereophon im vorderen Panorama zu hören. Unterhalb von 140hz flacht die Dynamikkurve steil ab und bietet auch in der Angriffssequenz bei 01.14.35 einen unwesentlichen Bassanteil. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Einen Vorgeschmack auf das äußerst brutale Blutvergießen hält dem - so sei zu empfehlen - hartgesottenen Zuschauer das Anfangsszenario bereit: In einem geheimen Primaten-Forschungslabor irgendwo in England befreien Tierschützer ahnungslos einen Versuchsschimpansen, der mit einem gezüchteten Virus namens 'Rage' infiziert ist. Umgehend macht der wütende Affe aus den Tierfreunden Hackfleisch. 28 Tage später erwacht ein Komapatient, Fahrradkurier Jim (Cillian Murphy), in einem Krankenhaus und stellt fest, dass er der einzige Mensch in einem völlig verwüsteten und verlassenen London zu sein scheint. Vor dem Hintergrund der aufgehenden Sonne, einer orangegefärbten Skyline und aschgrauen öden Straßen, die Dogma-Kameramann Anthony Dod Mantles ('Das Fest') hinreißend stimmungsvoll einfängt, begleitet von John Murphys großartigem, sakralen Soundtrack, begibt sich Jim auf eine deprimierende Odyssee durch die Metropole. Erst bei einem wahnwitzig rasant geschnittenen Angriff von Infizierten/Zombies wird Jim von den zwei gesunden 'Kriegern' Mark (Noah Huntley) und Selena (Naomie Harris) gerettet und kurz und knapp über die Ereignisse der zurückliegenden 28 Tage aufgeklärt. Die wesentliche Information ergibt sich während einer weiteren Attacke, bei der Mark gebissen und die 'Wut' übertragen wird, so dass Selena gezwungen ist, auch den Freund innerhalb weniger Sekunden mit ihrer Machete zu enthaupten, denn: 'Staying alive is as good as it gets.'
Gemeinsam mit dem lebendigen Taxifahrer Frank (Brendan Gleeson) und dessen Tochter Hannah (Megan Burns) begeben sich Jim und Selena auf eine Zitterpartie durch belagerte Tunnel und idyllische Landschaften - einer empfangenen Radiomeldung zufolge soll nahe Manchester militärische Hilfe warten. Doch auf dem Landsitz, auf dem sich Major Henry West (Christopher Eccleston) mit einem Soldatentrupp in Verteidigungsposition gebracht hat, beginnt für Jim und vor allem für die zwei letzten Frauen Englands erst der wahre Horror. Nicht weniger für den Zuschauer, der spätestens hier die Ansteckungskraft vermisst, mit der Alex Garlands Skript beginnt. Letztlich krankt der Film einmal mehr an Boyles Problemen mit der Charakterisierung seiner Figuren, die keinen Blick hinter die Oberfläche zulassen. Was in Erinnerung bleibt, ist der die Klassiker des Genres wie 'Die Nacht der lebenden Toten' zitierende, furchterregende Horror der - warum auch immer - zombiegewordenen Menschen, eine elektrifizierende, über weite Landschaften, Autobahnen und öde Londoner Straßen fliegende digitale Kamera, ein rätselhaft bittersüßes Ende - und der Eindruck, dass der Film am ersten Tag eigentlich sehr viel mehr versprach, als das 'ungewöhnliche Sterben' allein.cm.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
28 Tage später: Jim wacht in einem Londoner Krankenhaus aus dem Koma auf - in einen Albtraum. Die Stadt ist menschenleer, ganz England verwüstet, seine Bewohner dezimiert. Horden Infizierter werden zur allgegenwärtigen Bedrohung für die wenigen Überlebenden der Katastrophe. Doch Jim ahnt nicht, dass ihm der eigentliche Alptraum noch bevorsteht...