Die in diesem "Buch" (47 doppelseitig kopierte Blätter, mit einer Klemmleiste zusammengehalten) aufgeführten Tips lassen sich in die folgenden Kategorien einteilen:
1.) schlichte Banalitäten
Beispiele: " Die Bauweise von Einfamilienhäusern als Einzel-, Doppel- oder Reihenhäuser besitzt erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtkosten eines Hauses", "Hausunterkellerungen erfordern einen erheblichen Kostenaufwand", "Zierelemente wie Mauervorlagen und Rücksprünge erfordern zusätzlichen Aufwand" und so weiter.
2.) Tips nach dem Motto "Bauen Sie doch einfach mal billig und häßlich"
Beispiele: "Durch Verringerung der lichten Raumhöhe um 10cm können Wandflächen und Wandbekleidungen eingespart werden" Abgesehen davon, daß dies nicht wirklich überraschend ist: Wer will das schon? Oder auch "Auf aufwendige Bodenbeläge in Bädern, Küchen und WC's (Fliesen, Mosaik) kann eventuell zugunsten von verschweißten Kunststoffbelägen verzichtet werden" Ach, echt? "Beschränkung der Zahl der Steckdosen und Brennstellen auf ein Mindestmaß" Klar! Mein Gegentip: Am meisten spart man, wenn man auf Deckenbeleuchtung und Steckdosen gleich ganz verzichtet.
3.) Tips voller Fachwörter, die nicht erklärt werden (ich weiß also auch nicht, ob diese Tips wirklich etwas taugen oder nicht)
Beispiel: "Die kostengünstige Schwerkraftentlüftung in Form der Berliner Lüftung besitzt Mängel in der Funktion" Was ist eine Schwerkraftentlüftung? Was ist eine Berliner Lüftung? Welche Mängel?
4.) Dazu kommt, daß unter den angeblich 273 Tips etliche mehrfach aufgeführt sind
Beispiel: "Verringerung von Wanddicken senkt die Bauteilkosten und schafft zusätzliche Wohnfläche bei gleicher Grundstücksgröße oder erfordert geringe Grundstücksgrößen bei gleicher Wohnfläche" Auch nicht schlecht, aber diesen Tip habe ich mindestens dreimal an verschiedenen Stellen im Heft gesehen - und so hilfreich ist er nun auch wieder nicht.
Mein Fazit: Spart Euch das Geld, das Buch ist nichts wert. Für die 12 Euro bekommt Ihr schon wieder einen halben Eimer Farbe...