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2666: Roman Taschenbuch – 5. September 2011


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1200 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (5. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596187842
  • ISBN-13: 978-3596187843
  • Originaltitel: 2666
  • Größe und/oder Gewicht: 12,4 x 5,6 x 18,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.932 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

teratur als etwas Unausgegorenes. In '2666' zeigt er uns, was er damit meint. Er wagt sich hinab in die Grabkammern der Gegenwart und erzählt davon. Aufregender kann ein Roman nicht sein." Maike Albath, Frankfurter Rundschau, 15.09.09 "Ein gewaltiger Weltentwurf und darin kein falscher Ton: '2666' der letzte, überwältigende Roman des Roberto Bolano." Eva-Christina Meier, Die Tageszeitung, 12.09.09 "Haarsträubende, wunderschöne, den Leser magisch in Bann ziehende Geschichten aus einer Welt hinter der Welt." Wolfgang Höbel, KulturSpiegel, 26.09.09 -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Roberto Bolaño wurde 1953 in Santiago de Chile geboren. Mit 13 zog er mit der Familie nach Mexiko City, wo er das Leben eines wilden Poeten führte. 1973 kehrte er nach Chile zurück, um Allende zu unterstützen, geriet ins Gefängnis und kam erst nach Monaten zurück nach Mexiko. Später beginnt er in Spanien mit dem Schreiben von Romanen, um seine Familie durchzubringen. 2003 starb er, als er auf eine Lebertransplantation wartete und gerade an seinem Meisterwerk ›2666‹ arbeitete.
In der Werkausgabe von Roberto Bolaño sind im Fischer Taschenbuch bisher folgende Titel erschienen: ›Stern in der Ferne‹ (Bd. 18731), ›Die Naziliteratur in Amerika‹ (Bd. 18766), ›2666‹ (Bd. 18784) und ›Amuleto‹ (Bd. 18777).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

81 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 5. Dezember 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Wie fasst man ein 1100 Seiten Werk kurz zusammen?
Am besten gar nicht, aber wenn man es trotzdem versuchen möchte, muss klar sein, dass die epische Fülle dieses Buches auch nicht ansatzweise deutlich werden kann. önnen.
Da der Inhalt dieses Riesenwerkes aber in sehr vielen Rezensionen falsch oder missverständlich wiedergegeben wurde, will ich es trotzdem versuchen.
Worum also geht es in dem vorliegenden Megaroman?
Das erste Buch (VON DEN KRITIKERN - S. 11-202 ) beginnt so esoterisch, wie man es sich nur vorstellen kann. Vier Literaturwissenschaftler, drei Männer und eine junge Frau, allesamt Experten für das Werk des deutschen Schriftstellers Benno von Archimboldo lernen sich auf philologischen Kongressen kennen und lieben. Die gemeinsame Suche der vier Literaturwissenschaftler nach dem verschwundenen Archimboli führt sie nach einigen Irrungen und Wirrungen in die nordmexikanische Stadt Santa Theresa, wo sie ihn nicht finden, aber gleichsam en passant von den rätselhaften Frauenmorden hören.
Im Mittelpunkt des zweiten Buches (AMALFITANO - S. 203-284 ) steht Professor Amalfitano, ein chilenischer Wissenschaftler, der mit seiner Tochter Rosa in Santa Theresa lebt. Er ist geplagt von Stimmen Vorahnungen und dem Gefühl eines herannahenden Verhängnisses, während in dem Ort, in dem er lebt, immer mehr ermordete Frauen aufgefunden werden.
Das dritte Buch (FATE - S. 285-428 ) führt den Leser auf den Spuren des afroamerikanischen Reporters Oscar Fate von New York erneut nach Santa Theresa mitten hinein in das widerwärtigste Machimso-Milieu und damit noch etwas näher an das sich immer beunruhigender ausweitende Phänomen der Massenmorde an jungen Frauen heran.
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94 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von bmrk am 26. September 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Zwei Wochen habe ich mich nun durchgekämpft durch den voluminösen Nachlass von Roberto Bolano. Oh, es war ein durchaus vergnüglicher Kampf, "2666" ist ein sehr unterhaltsamer Roman, oder vielmehr ein Sammelsurium von interessanten und spannenden Geschichten, die vielfältig und einfallsreich miteinander verwoben sind.

Das zentrale Motiv des Buchs ist die (leider sehr reale) Mordserie an Frauen im nordmexikanischen Ciudad Juárez (im Roman Santa Teresa genannt). Diese bilden quasi den modernen Gegenpol zum Grauen des Zweiten Weltkriegs, und zwischen diesen beiden Polen spielt der Roman. Zentrale Figur dabei ist der obskure deutsche Gegenwartsautor Benno von Archimboldi.
Der erste Teil handelt von vier europäischen Germanisten (eine Dame und drei Herren), die sich auf das Werk dieses Autors spezialisiert haben, im übrigen auch eine recht undefinierte Ménage à Quatre betreiben. Ihre Jagd nach dem geheimnisvollen Autor endet in Santa Teresa.
Der zweite, recht kurze Teil, schildert das Leben eines fünften Professors, eines Chilenen, der lange in Spanien gelebt hat und schließlich als Professor in Santa Teresa endet.
Fate, Protagonist des viertel Teils, hingegen ist Journalist einer Zeitung für Afroamerikaner, der für den verstorbenen Sportredakteur einspringen soll und von einem Boxkampf aus Santa Teresa berichten soll. Er stößt dabei auf die geheimnisvolle Mordwelle an Frauen in der nordmexikanischen Stadt.
Der vierte Teil kommt ohne einen durchgängigen Protagonisten aus, Bolano schildert hier in erdrückenden 300 Seiten die Mordserie in Santa Teresa, verbunden allerdings mit zahlreichen Geschichten und Portraits rund um die Stadt und ihre Bewohner.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Birdonawire am 25. Februar 2011
Format: Gebundene Ausgabe
"Nicht einmal die belesenen Apotheker wagen sich mehr an die großen, die unvollkommenen, die überschäumenden Werke, die Schneisen ins Unbekannte schlagen. Sie geben den perfekten Fingerübungen der großen Meister den Vorzug. Anders gesagt: Sie wollen die großen Meister bei eleganten Fechtübungen beobachten, aber nichts wissen von den wahren Kämpfen, in denen die großen Meister gegen jenes Etwas kämpfen, das uns allen Angst einjagt, jenes Etwas, das gefährlich die Hörner senkt, und es gibt Blutvergießen, tödliche Wunden und Gestank." Seite 282

Dieses Zitat, das Bolano einer seiner Figuren in den Mund legt, sagt eigentlich alles über "2666" und warum viele nicht damit zurecht kommen. Man braucht gar nichts mehr hinzuzufügen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von chrigue am 9. März 2012
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
All jenen, die (noch) keinen Zugang zu Bolanos gewaltigem Werk gefunden haben, sollten "2666" als Schlüsselwerk zur Globalisierung lesen. Bolano spannt mit seinem Text jenen Bogen, den bisher nur wenige gewagt und (auch) geschafft haben: Globalisierung vollzieht sich nicht nur auf der soziökonomischen Ebene, sondern auch auf scheinbar so unterschiedlichen Ebenen wie intellektuellem Hochmut und monströser Abartigkeit. Jetzt stellt man berechtigt die Frage, was haben ein spanischer, ein französicher, ein italienischer Germanist und eine englische Literaturwissenschaftlerin, ein afroamerikanischer Jounalist, ein spanischer Philosophieprofessor und ein deutscher Schriftsteller mit den Frauenmorden von Ciudad Juárez (im Roman "Santa Teresa")zu tun? Auf den ersten Blick nichts, außer ein paar kleiner (vernachläßigbarer)Berührungspunkte (Orte, Nebendarsteller).
Aber wenn man bereit ist, Bolanos Spuren zu folgen, so erschließt sich ein Kosmos von Zusammenhängen, der unser angefangenes 21. Jahrhundert ziemlich entgleist und voller grotesk-grausamer Absurditäten darstellt.
Zwei neurotische Literaturwissenschaftler "vögeln" in einem flotten Dreier um die Gunst einer ebenso promiskuitiven wie gefühlskalten Kollegin, um letzlich von ihrem rollstuhlfahrenden Kollegen "ausgebremst" zu werden. Ein Philosophieprofessor hängst sein Innersters an eine Wäscheleine, sinniert so über den Sinn des Daseins, während dessen seine schöne Tochter von einem Schwarzen aus Harlem vor dem Zugriff mexikanischer Zuhälter gerettet wird. Und mitten drinnen die ernüchternde und desillusionierende nahezu protokolarische Beschreibung in Santa Teresa und Umgebung aufgefundener Frauen- und Mädchenleichen.
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