Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Point Whitmark - 26. Die Diener der Pest, 30. April 2009
Erster Eindruck: Mittelalterliches Spektakel und eine Maske
Victoria Thornton wird auf der Straße von drei seltsamen Gauklern angesprochen, die ihr die Karten legen wollen. Doch auf einer der Tarot-Karten findet sie die Abbildung ihres Onkels und der ist seit Jahren verstorben. Um diesem Rätsel auf die Spur zu kommen, bietet Derek ihr Hilfe an, und natürlich sind auch seine beiden Freunde Tom und Jay mit von der Partie. Doch was sie in dem kleinen, mittelalterlichen Dorf Amberville erleben müssen, wird ihnen noch lange im Gedächtnis bleiben
In der 26. Point Whitmark-Folge verschlägt es unsere drei Hobbyknobler Tom, Jay und Derek ins tiefste Mittelalter, oder besser gesagt ins kleine Dorf Amberville, in der eine Gruppe von Menschen ihren Traum von der harten Zeit auszuleben versuchen. Schon zu Beginn wird mit dem Auftreten der Gaukler ein Maximum an Atmosphäre erzeugt, die sich durch die ganze Folge zu ziehen weiß und somit auch den Hörer in längst vergangene Zeiten zu versetzen weiß. Besonders eine Szene, in der Jay und Tom an den Pranger gestellt werden, hat dieses Flair. Auch die Charaktere sind mal wieder äußerst skurril, beispielsweise eine lispelnde Anführerin oder ein Mann mit einer Pestmaske. Die Geschichte ist spannend und logisch durchdacht, rückt aber oftmals zugunsten der genialen Atmosphäre in den Hintergrund, was hier durchaus positiv anzusehen ist. Einige Mitglieder der Band Corvus Corax sprechen nicht nur mit, sie sind auch als Personen Teil des Hörspiels und werden recht detailliert beschrieben. Eine Tatsache, die einen zusätzlichen Reiz bietet und Glaubwürdigkeit verleiht. Die Idee, die Hintergründe nicht in einem Gespräch aufzuklären (was oftmals etwas konstruiert und unglaubwürdig wirken kann), sondern in einer der Radioreportagen zu fassen, bringt frischen Wind und ist ein gelungener Abschluss. Wieder einmal eine Folge von Point Whitmark von der ersten Minute bis zum spannenden Finale überzeugt.
Als Victoria Thornton hören wir Sonja Spuhl, die ihr Debüt in der vorletzten Folge gefeiert hat und auch hier mit einer sehr überzeugenden Leistung auffällt. Als Lady Valkye, einer recht kindlichen Herrscherin in dem kleinen Dorf, ist Karin Buchholz zu hören. Hier musste ich oftmals aufgrund des niedlichen S-Fehlers schmunzeln, doch auch die grausame Seite ihrer Figur wirkt sehr realistisch und beeindruckend. Auch Klaus-Peter Beyer überzeugt in seiner Rolle und hinterlässt einen sehr positiven Eindruck. Weitere Sprecher sind unter anderem Till Endemann, Rüdiger Evers und Olaf Reichmann und Marius Götze-Claren von Corvus Corax.
Diese haben auch Teile der Musik beigesteuert, was nicht nur eine sehr gelungene Abwechslung darstellt, sondern außerdem für die nötige Glaubhaftigkeit der Folge sorgt. Doch auch die schon bekannten Melodien fügen sich gut in die mittelalterliche Atmosphäre ein und sorgen gemeinsam mit den realitätsnahen Geräuschen zu einer fabelhaften Untermalung der Sprecher zusammen.
Lediglich das Cover hat mich nicht ganz überzeugen können. Zwar ist der Mann mit der Pestmaske ein wichtiger Bestandteil der Folge und könnte an sich auch durchaus bedrohlich wirken, verfehlt aber mit den grellen Farben und dem hier zu schlichten Hintergrund aber seine Wirkung. Gedecktere Farben hätten die mittelalterliche Stimmung vielleicht besser eingefangen.
Fazit: Eine phantastische Folge von Point Whitmark, die durch ihre außergewöhnliche Stimmung aus der Serie heraus sticht und die faszinierende Zeit des Mittelalters aufleben lässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Point Whitmark goes Mittelalter, 9. Mai 2009
Und mal wieder eine neue Folge meiner Lieblingsserie: Point Whitmark ist und bleibt das Beste auf dem derzeitigen Hörspielmarkt - bezüglich Jugendserien. Hier gibt es immer was zu lachen, immer was zu grübeln und Grusel kommt ebenfalls nie zu knapp...
Dieses Mal verschlägt es die drei Freunde vom Radiosender in ein mittelalterliches, historisches Dorf. Wo natürlich nichts mit natürlichen Dinge vor sich geht... Die Atmosphäre ist grandios, die Geschichte abwechslungsreich (Witz, Action, Spannung), verworren und der Clou am Ende durchaus gelungen.
Wie immer bietet die Story jede Menge Skurrilitäten und Absurditäten und wunderbar überzeichnete Nebenfiguren. Somit schafft es die Serie jedes Mal aufs Neue, altbewährte Pfade zu verlassen und erneut zu überraschen. Man nimmt sich selbst nicht so ernst, den Hörer dafür umso mehr! Daumen hoch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mal was ganz Neues in der Serie, 6. November 2009
Wohl kaum ein anderes Zeitalter bietet mehr Spielraum für düstere Geschichten voll Aberglaube und seltsamer Rituale als das Mittelalter.
Die Folge hält sich mit langen Vorreden gar nicht groß auf, schon gleich am Anfang hält das Mittelalter in Gestalt einer Gruppe Spielleute Einzug in die Geschichte.
Wenige Minuten später tauchen die drei Jungs und Victoria im Städtchen Amberville vollends in dieses Zeitalter ein und es ist beeindruckend, wie konstant die Folge die mittelalterliche Atmosphäre aufrecht erhält. Von leisesten Geräusch bis hin zu den einzelnen Personen fügt sich alles harmonisch in dieses Flair ein.
Der Höhepunkt der Folge ist zweifellos der Prozess, der Jay und Tom gemacht wird, so richtig typisch mittelalter- und hexenverfolgungsmäßig mit Badeprobe und Feuerprobe und allem, was die Geschichte der Zeit in dieser Hinsicht hergibt. Das heißt zwar einerseits auch, dass in dieser Richtung nichts Neues geboten wird, andererseits passt es aber prima in die übrige Handlung. Denn hier wird "typisches" Mittelalter geboten, so wie man sich das heute -oftmals recht verklärt- vorstellt.
Erwähnenswert ist das Mitwirken von Mitgliedern der Mittelalter-Band Corvus Corax, die sich in der Geschichte selbst spielen.
Ich hatte anfangs Zweifel, ob es mich überzeugen kann, dass eine deutsche Band in einem Hörspiel mitwirkt, das in den USA spielt, denn bislang war mir nicht bekannt, dass Corvus Corax auch dort populär sind. Inzwischen habe ich mich eines Besseren belehren lassen, Corvus Corax kennt man tatsächlich auch dort. Einen solchen Schnitzer hätte sich Herr Sassenberg sicher auch nicht erlaubt.
Damit aber auch der Radiosender in dieser Folge nicht zu kurz kommt, wird die genaue Auflösung des Falles am Ende in einem Radioreport an den Hörer gebracht, eine schöne Abwechslung zu den Auflösungs-Dialogen, die man sonst von der Serie kennt.
Hier wird noch mal deutlich, wie logisch durchdacht die Geschichte ist, hier gibt es keine unglaubwürdigen, hanebüchenen Wendungen, die Geschichte ist aus sich heraus spannend.
In der Rolle der Victoria Thornton hören wir Sonja Spuhl, die ihre Rolle zu Anfang wunderbar hochmütig und arrogant spricht ohne dabei auch nur in einem Satz aufgesetzt zu wirken. Gleichzeitig hört man aber auch, dass Victoria Charakter hat, selbstbewusst und mutig ist.
Lady Valkya, eines der Oberhäupter des mittelalterlichen Ortes, wird von Karin Buchholz gesprochen. Ihren S-Fehler finde ich nun nicht sonderlich amüsant, ob das sein musste, das lasse ich mal dahingestellt. Dafür gefällt sie mir umso besser, wenn sie die grausame Seite ihres Charakters herauskehrt. Wenn sie dann aufgeregt, fast hysterisch kreischt, dann klingt sie passenderweise einem krächzenden Raben gar nicht so unähnlich.
Die Effekte, die Musik, sie sind es, die den Hauptteil dazu beitragen, dass sich schon nach wenigen Minuten Mittelalter-Feeling beim Hörer einstellt, da wurde -wie schon gesagt- auf jede noch so kleine Kleinigkeit geachtet.
Corvus Corax steuern dabei eigene Melodien bei, mal im Stil mittelalterlicher Spielleute, mal eher in Richtung gregorianischer Klänge. Das ist eine nette Abwechslung zu den sonst üblichen Musiken und sorgt außerdem nachhaltig für Mittelalter-Atmosphäre.
Ich muss aber sagen, dass sich diese Musik arg mit der vertrauten Point Whitmark - Musik "beißt", das ist mir gerade am Ende des Hörspiels aufgefallen als der Handlungsort von Amberville abrupt ins Sendestudio wechselt. Mir wäre es lieber gewesen, man wäre dem altertümlichen Stil über das gesamte Hörspiel hinweg treu geblieben, so sehr ich auch sonst die Point Whitmark - Musik mag.
Das Cover ist wie gewohnt in kräftigen, kontrastierenden Farben gehalten. Dennoch gelingt es mit der Darstellung des Pestträgers mit seinem dunklen Kapuzenmantel und der bizarren Maske ebenso, die Bedrohung in der Geschichte rüberzubringen. Sehr sympathisch wirkt die Gestalt nicht.
Allerdings vermisse ich den einen oder anderen Raben, denn diese Vögel sind im ganzen Hörspiel zu hören und spielen eine recht wichtige Rolle darin.
Fazit: Raus aus dem kleinen Küstenstädtchen, raus aus unserer Zeit, hinein in ein mittelalterliches Dorf, Spielmannsleut ans Mikro gesetzt, da hat man eine ganze Menge gewagt, denn außer Jay, Tom und Derek ist hier kaum etwas Vertrautes anzutreffen. Aber der Schritt ist gelungen, hier wird von der Idee her etwas ganz Neues geboten.
Die Story ist spannend und atmosphärisch, Sprecher, Musik und Effekte top...und dennoch: mir gefällt Point Whitmark besser, wenn es auch genau dort bzw in dieser Gegend spielt.
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