Also, wenn man einige der "Verrisse" so liest hat man das Gefühl, daß dort die Gleichung Hein=Fehlfarben vorliegt, was schon aufgrund des Gesamtwerks der Fehlfarben eine krasse Fehleinschätzung ist. Gerade die Platten der schwebelschen nach "33 Tage in Ketten Zeit" haben mit den Urfehlfarben wenig gemeinsam. Und einige Stücke wie "Einsam" sind vor lauter Nabelschau in der originalen Version kaum verdaulich. Erst durch die Brechung von Helge Schneider merkt man, was der Text taugt.
Die Idee mal andere ans Micro zu lassen und den Rest der Band spielen zu lassen hat was. Einerseits lernt man das Altmaterial zu schätzen, andererseits kommt einiges besser rüber als im Original.
Einzige Ausrutscher sind für mich Campino, da durch seine Interpretation das Stück ruiniert wird. Es ist nicht kalt genug. "Paul ist tot" gibt halt auch die Kälte des Hofs und der damaligen Zeit wieder und auch! Campi wirft sich da - wie üblich - zu emotional rein. Ebenso trifft Gröni für mich den Ton nicht. Wie sollte er auch? Das Tempo ist nicht sein Stil.
Aber ansonsten ist die Scheibe doch wohl gelungen und Mms Cactus nahezu grenzgenial. Ganz besonders lesenswert das Booklet.
Nur etwas fehlt: "Söhne und Töchter" und "Gottseidank nicht in England"