In diesem Buch beschreibt Geoff Ryman in jeweils exact 253 Woertern das Aussehen, die Ziele und Gedanken der 252 Passagiere und des Fahrers einer Londoner Underground. Das Buch hat keine wirkliche Handlung, man erfaehrt einfach nur etwas ueber die Passagiere, die in der Underground sitzen, schlafen, sich unterhalten und streiten. Ryman schafft es tatsaechlich auch ueber diese relativ grosse Zahl an Portraets das Interesse des Lesers an dem Buch zu fesseln. Manche sind lustig, andere traurig oder erschreckend, Ryman bietet ein vielseitiges Bild menschlicher Schicksalen. Auch wenn manche Abschnitte interessanter zu lesen sind als anderen, besteht bei diesem Buch doch Suchtgefahr: einen Passagier kann man ja schnell noch lesen und noch einen und noch einen... (ganz schnell ist es dann mitten in der Nacht) Es laesst sich aber auch wunderbar ueber lange Zeit lesen (z.B. jeden Morgen ein paar Seiten in der U-Bahn), denn jedes Portraet regt einen zum Nachdenken ueber die Person an, laesst weitere Bilder entstehen. Spannend ist auch jede Bahnfahrt nach dem Lesen dieses Buches: man kann seiner Phantasie richtig schoen freine Lauf lassen, ohne sich Neugierig und indiskret vorzukommen, denn man fuegt ja nur der Literatur noch weitere Kapitel zu. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)