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Produktinformation
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Als ihm eine siebenjährige Gefängnisstrafe bevorsteht, verbringt Monty seinen letzten Abend in Freiheit mit seinen Kumpels (Barry Pepper, Philip Seymour Hoffman) und besucht seinen verständnisvollen Vater (Brian Cox), während ein russischer Drogenbaron ihn unter Druck setzt, weil er sich hatte erwischen lassen. Spike Lee inszeniert dieses handlungsarme Verliererszenario als das letzte Aufbäumen eines Typen, der keine Perspektive mehr hat und der Film (geschrieben von David Benioff nach seinem eigenen Roman) leidet an einem ähnlichen Verlust an Potenzial, wobei ihm die Fokussierung fehlt, die Montys Odyssee ergreifender hätte wirken lassen. Stattdessen bewegt sich 25 Stunden von Szene zu Szene, und beklagt, dass menschliches Leben vergeudet wurde -- einerseits durch den Terrorismus, andererseits durch selbstzerstörerisches Handeln. --Jeff Shannon
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Besagter Drogendealer heißt Monty (Edward Norton), und an seinem letzten Tag in Freiheit will er hauptsächlich herausfinden, wer ihn verpfiffen hat. Denn er ist inzwischen sogar so misstrauisch, dass er nicht mal mehr sicher ist, ob ihn nicht sogar seine eigene Freundin Naturelle angeschwärzt hat. Monty ist mit Sicherheit nicht der typische Drogendealer. Er ist nicht gewalttätig, trotz seines nicht gerade vorbildlichen Jobs ist er ein guter Kerl. Er liebt seine Freundin über alles (und behandelt sie auch dementsprechend), er liebt seinen Vater, obwohl der in Montys Kindheit Alkoholiker war, er liebt seine Freunde. Er ist nett zu fremden Leuten, und last but not least rettet er einen hilflosen Hund vor dem sicheren Tod. Er ist also sozusagen der perfekte Schwiegersohn. Wenn da nun eben nicht die Tatsache wäre, dass er auf Formularen in der Sparte Beruf „Drogendealer" angeben müsste. Und sobald Monty von den Menschen die er liebt verraten wird, kann er auch anders, wie „25 Stunden" zeigt.
Edward Norton bringt einen hier ganz schön in einen Zwiespalt. Sicher, Drogendealerei ist kein Kavaliersdelikt. Aber trotz allem wünscht man sich so sehr, dass Monty doch noch irgendwie aus der Sache rauskommt. Obwohl er sein Geld durch das Elend und die Sucht von anderen Menschen verdient, versprüht er so viel Sympathie, dass man ihn einfach mögen muss. Hier denkt man nicht „das geschieht dir ganz recht", sondern eher „och mann, lasst ihn doch laufen, es gibt viel Schlimmere!". Und auch das macht den Film besonders. Man sympathisiert mit dem eigentlichen „Bösewicht". Oh wie ungern ich dieses Wort benutze!! Aber im Endeffekt weiß man, dass Monty eigentlich nur das bekommt, was er verdient. Man würde ihn am liebsten an den Schultern packen, durchrütteln und ihm die Vernunft einhämmern. Doch, was ihn gleich noch sympathischer macht, an diesem Punkt gelangt er bald selbst an. Er bricht unter dem psychischen Druck und der Angst vorm Gefängnis zusammen und bereut seine Tat. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird wohl auch der letzte Verfechter der Gerechtigkeit Mitleid mit ihm haben.
Während des ganzen Films herrscht eine lockere und irgendwie fröhliche, und gleichzeitig bedrückte Atmosphäre. Bald hat man das Gefühl, dass man selbst ins Gefängnis muss, und seine letzten Stunden nur noch genießen möchte. Das spricht wohl dafür, dass Norton mal wieder eine meisterliche schauspielerische Leistung bringt. Ziemlich bald weiß man ganz genau, wie er sich fühlen muss, da Norton das mehr als glaubwürdig und intensiv rüber bringt. Was soll man sonst noch zu Edward Norton sagen... Fans seiner Filme werden wissen, dass er einer der besten Charakterdarsteller aller Zeiten ist. Und das stellt er in „25 Stunden" mal wieder unter Beweis. Alles in allem kann ich also sagen: diesen Film sollte man wirklich gesehen haben. „25 Stunden" ist eine tolle Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und Misstrauen, Verbrechen...übrigens: Verbrechen aller Art!! Es geht nicht NUR um Montys Dealerei, sondern nebenbei auch noch um den Lehrer (einer seiner Freunde), der sich zu einer seiner Schülerinnen hingezogen fühlt, und diesem Gefühl bald nachgibt. „25 Stunden" ist eine Mischung aus allen möglichen Genres, die Schauspieler sind allesamt genial, und vor allem regt er so richtig schön zum Nachdenken an. Also: Legt euch diesen Film zu, er ist jeden Cent wert!!
Spike Lee's Meisterwerk der leisen Töne über späte Einsichten ist ebenso hart und konsequent wie die Realität selbst - wer Hollywood-Stories liebt, der wird hier nicht bedient. Neben dem unglaublichen "Last Light" (von und mit Kiefer Sutherland) ist dies wohl der ergreifendste Film über die fehlende zweite Chance.
Für Edward Norton Fans ist 25 Stunden definitiv ein Pflichtkauf - nach American History X liefert er hier seine stärkste Leistung ab. Ein Film dieser Qualität verdient es ohne Frage, durch das eigene Geld gefördert zu werden.
Uwe F. Bauer
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