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Produktinformation
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Wichtiger wiegt jedoch die Entscheidung bei der Zeichnung des skrupellosen Gegenspielers nicht auf die häufig zu beobachtende Praxis zurückzugreifen, den bösartigen Aspekt einer solchen Figur grundsätzlich abzuschwächen bzw. zu ironisieren. Joe ist vielmehr gemein und niederträchtig, auf eine realistische, nachvollziehbare Weise. Selbst unsere Helden entdecken überraschend sadistische Züge an sich selbst. Gegen Ende mag der Film ins Groteske abgleiten, wenn beinahe jede der Hauptfiguren kaum motivierte Handlungen vollführt. Zu diesem Zeitpunkt ist man jedoch schon längst derart stark in die Geschichte involviert, dass man sich nur noch freudig im Sessel zurücklehnt und genießt. --Ali Davis
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Eines muss mal gesagt werden - Kevin Bacon ist wohl einer der perfektesten Bösewichte, die es gibt. Wieder mal spielt er absolut überzeugend den „Fiesling" des Films. Doch ich kann mir nicht helfen - zu Anfang des Films ist er einem fast sogar sympathisch. Denn trotz der Entführung scheint er ein einigermaßen netter Kerl zu sein, fast sogar schon charmant auf eine anziehende Art und Weise...wie gesagt: zu Beginn. Denn bald merkt der Zuschauer, dass er auch ganz anders kann, wenn es nicht nach seinem Plan läuft. Und teilweise ist er so plötzlich richtig fies, dass es fast schon wie ein Schlag ins Gesicht ist. Doch trotzdem bleibt dieser gewisse Charme den ganzen Film über erhalten, mal mehr, mal weniger. Beeindruckend ist die bis ins kleinste Detail geplante und durchdachte Entführung. Es scheint keine Lücken zu geben. Jeder, der bei einem Film immer nach Denkfehlern sucht (soll's ja unverständlicherweise geben), bekommt bei „24 Stunden Angst" immer gleich die passende Erklärung serviert.
Die Atmosphäre des Films hat immer einen leicht erotischen Touch. Bald stellt man fest, dass Joe mehr Interesse an Karen hat, und die Entführung nicht das einzige Verbrechen ist, das begangen werden soll. Doch da sie sich bald nicht mehr in die Opferrolle drängen lässt, entfacht bald ein regelrechter Machtkampf zwischen den beiden, der ständig einen leicht erotischen Unterton hat. Und zur Freude des Zuschauers merken sowohl Karen als auch Will bald, dass sie genauso anders können, und mehr als nur das nette Ehepaar von nebenan sein können.
Im großen und ganzen ist es zwar ein recht simpel gestrickter Plot, Entführungsgeschichten gibt es ja nun mal en masse, trotzdem kann dieser Film zweifellos begeistern, nicht zuletzt durch die grandiose Darstellung jedes einzelnen Schauspielers. Sogar Courtney Love hat wirkliches Schauspiel-Potential, was mich wirklich überrascht hat. Fazit: ein ausgezeichneter Thriller, den man wirklich gesehen haben sollte!
Die Kameraführung ist der Entwicklung der Story angemessen, die Regie nicht zu beanstanden.
Lediglich der Auftakt zum großen Showdown (Daddy stürzt sich mit seinem Flugzeug auf die Straße, um die Entführer aufzuhalten.) ist nicht glaubhaft, denn dadurch tut er das, was er den ganzen Film über zu vermeiden versucht hat: Er bringt seine Tochter in Gefahr.
Alles in allem aber solide, spannende Unterhaltung, die man sich alleine schon wegen Charlize Theron nicht entgehen lassen sollte.
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