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24/7 (+Mp3 Code) [Vinyl LP]

Die Sterne Vinyl
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Produktinformation

  • Vinyl (26. Februar 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Materie Records (rough trade)
  • ASIN: B0034IULAY
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 100.186 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Life in Quiz
2. Depressionen aus der Hölle
3. Deine Pläne
4. Nach fest kommt lose
5. Wie ein Schwein
6. Passwort
7. Gib mir die Kraft
8. Stadt der Reichen
9. Convenience Shop
10. Neblige Lichter

Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

Die Sterne2010 ist das Jahr in dem die Sterne sich neu erfinden. Die im letzten Jahr begonnene Zusammenarbeit mit Mathias Munk Modica und dem Neo Disco Label Gomma hat nach der Der Riss EP nun auch einen Longplayer hervorgebracht. Die Sterne schaffen das Kunststück trotz grundlegender Veränderungen, kaum Gitarren und geraden Beats immer noch ihren Wurzeln treu zu bleiben und eben nach den Sternen zu klingen. Sie waren eben immer schon eine Band, bei der es ums Tanzen ging, auch wenn der Tenor nicht immer Disco hieß. Das die Texte nun reduzierter und mit einem Echo versehen vorgetragen werden, erhöht nur ihren Pop Appeal. So erscheint drei Jahre nach Räuber und Gedärm mit 24/7 endlich das neunte reguläre Sterne Album in mehr als alter Frische.

motor.de

Die Sterne wechseln die Richtung: Die einstigen Hamburger Schüler werden mit ihrem neuen Album "24/7" zu Disco-Helden. Die Sterne machen nun also Disco. Ein Faible für das getanzte Wort war ihnen ja schon immer anzumerken, nach dem letzten Album "Räuber und Gedärm" war die Band dem eigenen Indie-Pop Stil schließlich überdrüssig: Sie trennte sich im Richtungsstreit vom Organisten Richard von der Schulenburg, begann mit Produzent Mathias Modica zu arbeiten und schuf ein mehr als ungewöhnliches Werk: Viele Stücke jenseits der fünf Minuten Marke, ein elektronischerer Sound und wiederkehrende Muster bestimmen das Klangbild.

Der kolportierte Disco-Ruf vor der Veröffentlichung war keineswegs ein übertriebener Promotionhappen. Das neue Konzept wird konsequent durchgezogen, Die Sterne fahren auf "24/7" mit Synthesizern, Beats und gehörig Delay auf der Stimme groß auf. Nette Melodien umgarnen wie gewohnt den geneigten aber geforderten Hörer.
Sänger Frank Spilker hat seine Texte auf die nötigsten Schlüsselwörter zusammengeschmolzen, einzelne Wortgruppen werden bis zum Exzess wiederholt, wo auch gesamtkonzeptionell das Problem liegt: Eine Stunde Spielzeit ist schlicht zu viel für dieses sonst gelungene Experiment.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alles wahr, alles egal... 4. September 2010
Format:Audio CD
Aus der Ferne des nachtschwarzen Covers blinkt dir unscharf wie Neonreklame der Bandname entgegen, aus etwas wie einer Neonskyline oder dem trüben LED-Licht eines Mischpultes. Es scheint, als wollte das Cover die Unschärfe der Band vorwegnehmen, ebenso wie das zackige 24/7-rundumdieUhr-versprechen der Dienstleistungsgesellschaft, deren Muzakbeats die Sterne sich hier aneignen. Nach vier Jahren Pause ist vom Livesound der Band zwischen Deutschrock und -funkindiesouldpsychedelia wenig geblieben, die Songs sind (wie bei so vielen Bands in letzter Zeit) elektronisch, klingen nach Laptop und klingen oft so, als hätten Leute Sounds ausgesucht aus zu großem Angebot mit zu wenig Sicherheit, welche Klänge denn nun wirklich «Disco» sind und welche nur zweitklassig. Trotz der nicht immer ganz treffsicheren Soundauswahl gelingt das seltsame kulturelle Crossover zwischen Hamburger Schule und Dancefloor überraschend gut. Zwar sind die Tracks nie wirklich discotauglich, zu glatt und zu brav und eben doch zu songorientiert, aber als Erweiterung des Sterne-Klangkosmos ist 24/7 überaus gelungen.

Denn das Durchfeiern, die Lichter, die Drogen, der Noise, die Stroboskopen, die postindustrielle Servicegesellschaft, zuviel Fernsehen und Computer, Tag und Nacht ohne Übergang, das Treiben im Alltag sind ein thematische Fäden, die das Netz des Albums aufspannen. «Ich geh in die Disco, ich will da wohnen», singt Spilker in Wohin zur Hölle mit den Depressionen, dem Song mit dem dezenten The-Clash-Drumfill. Und so wie hier ist 24/7 beileibe kein Album für die dezente Andeutung oder ein mühevolles Aufarbeiten von kryptischen Textbotschaften. In-your-face wie immer haut der Frontmann Texte raus, die das Lebensgefühl der digitalen Boheme beschreiben, das Teilsein und das Wüten gegen die Verwertungsmaschine, die Müdigkeit, die kleine Flucht, den eigenen Hedonismus und die Orientierungslosigkeit in der ganzen Feierei. Die Texte können smart sein, ohne peinlich zu werden, aber sind auch weitab der Lyrikbemühungen, die viele andere deutsche Bands angestrengt versuchen. Die Sterne können (und wollen wahrscheinlich) das Niveau der Texte der Goldenen Zitronen nie ganz erreichen, aber die Fusion von nichtsagend-elektrischgroovender Musik, die oft viel zu softneosoulig aus den Boxen quillt, und Spilkers widerborstigen Texten, macht durchweg Spaß, schafft eine doppelbödige breitgrinsende Boshaftigkeit zwischen der Zuckerwatteverpackung und dem Giftkern darin. Da die Sterne immer mit ihrer Musik experimentiert haben und nie durchweg «die» Gitarrenband waren, ist der Wechsel von Gitarren zu Filtern und Oszillatoren glaubhaft und auch wenn das Ergebnis keinen Höhepunkt elektronischer Musik darstellt, ist es ein durchweg gutes Album im Katalog dieser Band, mit an sich sehr typischen und wiedererkennbarem Songwriting (die Bassläufe der Sterne waren doch immer schon discotauglich, oder?), dass sozusagen nur ein anderes Finish bekommen hat, funky und glitzernd, und eben am Ende durchaus auch oft ein klassisches Sterne-Album (Wie ein Schwein, Himmel).

Der Trick des Albums aber ist, einen fast beiläufigen Sound zu entwickeln, wie gemacht für die gebückte Attitude, die Spilker in Convenience Shop aufgreift, Musik von einer verlogenen Sanftheit und Freundlichkeit, mit breiten Flächen und sphärischen Appregiators und entspannten Bässen, die wie gemacht scheint für die Fahrstühle der Gesellschaft, über die die Texte sich mokieren und als deren Opfer/Täter sich Spilker zugleich erkennt. Es ist eine seltsame, bewundernswerte Fusion von Klang und Text zu einem Ganzen, die über die Frage, ob die Musik «gut» ist, hinausgeht, der lapidar dahinfließende Elektrofunk ist vor allem unglaublich angemessen. «Blasse Gesichter, sie können nicht tanzen, sie müssen den ganzen Tag funktionieren'» und dazu dieser Angestelltendiscofunk ' das ist (ob beabsichtigt oder nicht) ein Klanggewand als ironischer Kommentar zu den Texten. So entfaltet sich 24/7 zu einem überzeugenden Gesamtkonzept, zu einem Hörspiel. Dass es vielleicht eitel ist, wie sich Frank Spilker in seiner Discokugel am Ende immer nur selbst spiegelt, dass die Texte mitunter den gleichen Nährwert haben wie Hipster-Großstadtblogs, dass sie oft unentschieden zwischen selbstverliebter Affirmation und Rebellenpose irrlichtern ' alles wahr, alles egal, alles eben richtig so.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
...aber mich überfordert er zugegebenermaßen ein bisschen. Absichtlich habe ich mir Zeit gelassen, hierzu eine Rezension zu schreiben. Nun aber, glaube ich, habe ich mir genug Distanz zum Sterne-Neuling verschaffen können, um halbwegs objektiv (subjektiv) darüber zu urteilen.

Als ich - voller Vorfreude - die Single-Auskopplung zum ersten Mal (ich glaube irgendwo im Internet als Video) gesehen und gehört habe, traute ich meinen Ohren nicht! Ok, dachte ich dann - eine experimentelle Nummer halt, das Album wird's schon richten...

Und dann bekam ich 24/7 (ausgerechnet) geschenkt und war enttäuscht. Das durfte einfach nicht war sein! - Verraten, die Seele zum Sonderangebot verscherbelt...
Und doch: Wenn man genug Geduld aufbringt, erschließt sich die Platte allmählich. Konzept und auch einige Songs haben durchaus Hand und Fuß.
Es ist halt die ganz, ganz andere Sterne-CD! Auf seine - zugegebenermaßen äußerst befremdliche - Art ist 24/7 wahrscheinlich sogar ein geniales Konzeptalbum. Immerhin: Texte gibt es ja auch noch.
Verlieben habe ich mich aus musikgeschmackstechnischen Gründen in 24/7 aber noch immer nicht können. Dazu erinnert sie mich immer noch zu stark an Computergedudel.
Und ich bin mir nicht sicher, ob andere Sterne-Sympathisanten sich aufgrund dieser Platte stärker zur Electronic-Disco-Musik hingezogen fühlen...

Unfassbar eigentlich, was man den Fans da zugemutet hat. Schon klar: Man muss eben manchmal auch auf sich selbst schauen und irgendwie transportiert die Scheibe diese Botschaft des Egoismus ja auch - vielleicht gewollte Ironie??
Jedenfalls hat mein (übrigens 2.) Sterne-Konzertbesuch (letztes oder vorletztes Jahr in Wien) dieses Gefühl der Ironie noch weiter verstärkt: Zunächst spielten die Sterne ein paar neue Nummern, wobei sie sich für den dafür geernteten Beifall immer und immer wieder mehr als höflich in Person von Frank Sp. (u.a. fielen da die Worte: "...Danke, das ist so LIEB von Euch!") bedankten. Dann kamen wieder ein paar ältere Songs (zur Versöhnung) und so ging's dann fast den ganzen Abend hindurch weiter... Nur zum Schluss hat man dann konsequent (um beim Wortlaut zu bleiben) ausschließlich auf Rock-Pop gesetzt...

Ich bin ja sehr gespannt, was als nächstes von den Sternen zu erwarten sein darf. Natürlich hoffe ich auf Rückbesinnung oder wenigstens etwas zurückhaltendere Experimentierfreudigkeit. Ich glaube ja, dass 24/7 in erster Linie sowieso nur Provokation sein sollte - so wie halt erwachsene Menschen provozieren (und nicht, indem sie sich als Punk-Hippies lächerlich machen) - und, dass bis zum nächsten Mal (so gut Disco-Fans diese Platte auch gefällt) wieder Rock 'n' Roll im Alternative-Format erwartet werden darf. So würd ich's mir jedenfalls wünschen!

Also: 24/7 ist sehr gewagt und gleichzeitig aber auch konsequent und durchdacht konzipiert worden. Musikalisch muss man es halt mögen. Der gewählte Musikstil dürfte jedoch sehr ordentlich "bearbeitet" und umgesetzt worden sein.
Da ich auch kein notorischer Nörgler und Schlechtredner sein will, vergebe ich letztendlich immerhin 3 STERNE für den Sterne-Neuling...

P.S. Sollte die nächste CD in dieselbe Richtung tendieren, werde ich sie mir bestimmt nicht mehr zulegen - und auch nicht schenken lassen! :-)

Entschuldigung für diesen (abgedroschenen) Vergleich: Aber Tocotronic haben sich auch verändert, ohne alles bis dahin gewohnte über Bord zu werfen. Aber gut. Ich unterstelle den Sternen da ja sowieso eiskalt berechnende Absicht, was das Thema Gewohnheitsbruch anbelangt...
Oder anders gesagt: Schade, dass die unnachgiebige Anti-Haltung der Sterne soweit reicht, dass sie (diesmal) auf Kosten der Musik geht. Erinnert sei an dieser Stelle daran, dass sowas meist nur EINmal gut geht!

In aller Kürze: Konsequent. Provokativ. Solide. Nur leider "Disco" halt...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
...also ich war einfach nur neugierig, als ich mir das neue "Sterne" Album zugelegt habe.Hatte vorher absolut nix
mit dieser Band am Hut bzw. nichts spezielles gekannt,gelesen oder gehört.Ging also total jungfäulich an die Sache ran. Und Leute,ich muss sagen - diese Scheibe schiebt so dermaßen an, dass es einen vom Hocker haut.Doch du stehst sofort wieder auf, denn dieser Beat frisst sich in deine Knochen - und das ist gut so!Dreh das Licht in deinem Zimmer aus - den Volume-Regler hoch - und du wirst merken, wie dich dieser Sound mit voller Wucht erwischt. Du bist im Sternenhimmel. Eine wahre Freude! Ein Tipp noch zum Schluss an die Band:
schickt doch ein Gratisexemplar an die Pet Shop Boys - die werden euch lieben. Volltreffer! Danke!
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