Seit dem Hurrikan Katrina ist New Orleans schwer angeschlagen, doch die Stadt erholt sich langsam von den Schäden. Jedoch zieht am Himmel bereits ein neuer Hurrikan auf, der erneut alles in Schutt und Asche legen könnte. Naturgewalten sind zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht die einzige Gefahr für The Big Easy sondern auch der teuflische Plan einer Gruppe Verschwörer, die nicht nur New Orleans sondern die ganze USA an den Rande des Abrunds drängen könnten.
Dabei sah dieser Tag für Jack Bauer eigentlich eher nach einer Routinemission aus, denn seit Hugo Chavez Machtübernahme in Venezuela hat dieser auch eine sehr freundschaftliche Beziehung zu Kuba entwickelt, was schlussendlich auch zu einer vertieften Zusammenarbeit zwischen den Geheimdiensten dieser beiden Länder führte. Zur Observierung des venezuelischen Geheimdienstobersts Martello Paz an die Ostküste entsandt muss Jack nun mit dem Top-Agenten der CTU New Orleans, Pete Malo zusammenarbeiten, um die Hintergründe des südamerikanischen Spionagenetzwerks aufzudecken, doch jemand treibt ein falsches Spiel und so fallen bald die ersten Schüsse. Das verheißungsvolle Bündnis ist längst gebrochen als ein von kubanischer Seite angeheuertes Killerkommando Paz nur knapp verfehlt und dessen bester Agent, der in eine einflussreiche US-Polit-Dynastie einheiraten sollte, entführt wird. Doch der Venezuelaner plant bereits seinen Gegenangriff...
Mit David Jacobs wagt sich nach 6 Bänden ein neuer Autor an die Declassified-Serie heran und schafft sogleich eine angenehme Überraschung, indem einmal keine Massenvernichtungswaffen im Zentrum des Geschehens stehen. Auch ist Jack Bauer diesmal nicht alleine unterwegs und erhält mit Pete Malo einen durchaus fähigen Partner. Interessant ist dabei auch das Abgehen von klassischen Terrorgruppen und abtrünnigen Agenten zu gewissermaßen offiziell für die eigene Regierung agierenden Agenten, die zwar auch eigene Ziele verfolgen, doch das ist anfangs noch nicht allzu klar.
Unwillkürlich stellt man sich bei 24 ja häufig die Frage, was den Autoren noch einfallen kann und ob sich nicht irgendwo eine billige Wiederholung einschleicht, doch mit neuen Autoren wie David Jacobs kommen auch neue Ideen auf. Dennoch ist der Bruch mit dem Autoren-Gespann John Whitman/Marc Cerasini etwas irritierend, zumal Jacobs das 24-Stunden-Konzept etwas anders anwendet, indem er beispielsweise in den ersten 12 Stunden der Handlung weit mehr erzählt als noch den letzten 12, die gewissermaßen im Schnelldurchlauf passieren. Gerade die für 24 fast schon typische völlig unerwartete Handlungswendung inmitten der Serie, durch die man fast schon gezwungen ist jede Stunde mitzufiebern um nichts zu verpassen, ist in Storm Force nur teilweise vorhanden.
Fazit:
Eine lesenswerte Abwechslung zu Marc Cerasini und John Whitman, die beweist dass 24 Declassified auch nach 6 Bänden noch lange nicht am Ende ist.