Im zweiten Band von 24 Akte freigegeben sieht sich Jack Bauer einem typisch amerikanischen Feind gegenüber, einer radikalen Miliz, die plant die Bundesregierung in Washington auszulöschen.
Als verdeckter Ermittler hat er die nationalististische Miliz, Greater Nation militia movement, infiltriert und deckt deren Pläne sich eventuell Massenvernichtungswaffen zu beschaffen auf. Bei einem Überfall auf einen Transporter, der mit Zyanit beladen ist welches sie für ihren Anschlag benötigen kann ihnen die CTU eine Falle stellen. Doch der Kopf der Organisation, Brett Marks, ist weiterhin flüchtig. Im weißen Haus herrscht zwischen Präsident Harold Barnes, seinem Berater Mitch Rasher und dem Justizminister James Quincy Uneinigkeit über ein neues Gesetz zur Terrorbekämpfung, den New American Privacy Act, kurz NAP, der weitere massive Eingriffe in die Privatssphäre mit sich bringen würde, aber ein unverzichtbares Mittel für die Terror- und Verbrechensbekämpfung werden könnte.
Beim Verhör des ehemaligen Neonazis Heinrich erfährt die CTU den Aufenthaltsort von Brent Marks und den Plan der Greater Nation einen mit Zyanit beladenen Truck in Washington D.C. hochzujagen. Aus Aufzeichnungen der Miliz geht hervor dass sie sogar eine islamistische Terrorzelle in L.A. ausfindig machen konnten, die einen Angriff innerhalb der nächsten Stunden plant. Bei ihrem Morgenlauf begegnet die Senatorin Debrah Drexler einem Unbekannten der behauptet sie aus ihrer Vergangeheit zu kennen (vor 20 Jahren) und versucht sie mit dem Wissen um ihre Geschäfte" von damals zu erpressen. Jene Geschäfte haben damit zu tun, dass sie damals als alleinerziehende Mutter in einer Kleinstadt keinen Job mehr finden konnte und deshalb als Prostituierte arbeitete. Lange hoffte sie diese Zeiten endlich hinter sich gelassen zu haben, doch nun holt sie ihre Vergangenheit wieder ein, denn der Unbekannte handelt im Auftrag von Justizminister Quincy, der sie um ihre Stimme für den NAP erpressen will. Hoffnungsvoll wendet sie sich an Sharpton Kelly, der gewissermaßen Jacks neuer Vorgesetzer in der CTU geworden ist. Er stimmt zu nach Quincys Beweise suchen zu wollen, um diese zu vernichten...
Wie schon Operation Höllentor glänzt auch Vetorecht durch die Verwebung verschiedener Handlungsstränge zu einer einzigen Geschichte und bedient sich dabei ausgiebig jener Cliffhanger wie wir bereits aus der Serie kennen. Die Handlung, die anfangs noch relativ einfach gestrickt wirkt, wird mit nahezu jedem Kapitel komplexer und vereint schließlich politische Intrigen, mit Erpressung und dem Kampf gegen eine typisch amerikanisch-nationalistische Miliz. Gerade mit der Greater Nation wurde eine interessante Bedrohung gewählt, zumal die tatsächliche Existenz solcher Organisationen in den USA gerne totgeschwiegen wird, weil es zu sehr dem Ansehen der Nation schadet, wenn man noch nicht einmal die potentiellen Terroristen im eigenen Land unter Kontrolle hat, aber weltweit Jagd auf mögliche äußere Bedrohungen macht. Mit Sharpton Kelly wird nun auch einer Charakter eingeführt, der sich im Laufe von 24 Akte freigegeben noch weiter entwickeln wird.
Fazit:
Bei weitem mehr als "nur" eine Fortsetzung zu Operation Höllentor - wirklich ein gelungener Thriller, der auch auf die dunklen Seiten der Terrorbekämpfung und die innere Bedrohung für die USA eingeht.