Da es immer häufiger vorkommt das Drogenbarone mit Terroristen zusammenarbeiten und sie mit Waffen versorgen haben CTU und DEA (Drug Enforcement Administration - die amerikanische Drogenbekämpfungsbehörde) eine Kooperation begonnen. In einem Labor in Los Angeles, welches in den Utopia Studios versteckt ist, soll die neue Superdroge Karma hergestellt werden. Jack Bauer und ein Team der CTU sollen dieses Labor nun im Auftrag der DEA stürmen. Doch Jack bekommt Besuch von seinem alten Freund Detective Frank Castalano, der ihm vom Mord an einem unabhängigen Filmproduzenten berichtet, auf dessen PC persönliche Daten über Jack und seine Familie gefunden wurden. Wenig später nimmt Castalano einen Tatverdächtigen fest (der Sohn eines saudischen Millionärs), der eindeutig unter dem Einfluss von Karma steht und von einem Hasan bin Sabah faselt. Bei der Überstellung des Tatverdächtigen werden sie plötzlich von einem mysteriösen Sonderkommando angegriffen und der junge Verdächtige wird entführt. Unverzüglich heftet sich Jack auf ihre Fersen und verfolgt sie bis zu einer Villa in Beverly Hills.
In Mexiko sollen Tony Almeida und Fay Hubley zwischenzeitlich Jagd auf den Hacker Richard Lesser machen, der im Verdacht steht seine Fähigkeiten an Terroristen verkaufen zu wollen. Um Tony zu unterstützen wird schließlich auch Milo Pressman nach Tijuana geschickt, doch im Unterschlupf der Agenten angekommen findet er Fays Leiche vor...
Bereits mit Vetorecht beschritt 24 Akte freigegeben einen sehr interessanten Weg, etwas abseits der klassischen Polit- und Agententhriller. Mit innovativen Ideen, wie der Einbringung einer nationalistischen Miliz als Terrororganisation, wie in Vetorecht oder jetzt der Kooperation zwischen CTU und DEA schafft es Akte freigegeben wirklich zu begeistern und die Motive der Schurken bleiben meist bis in die letzten Stunden (meistens die letztens 50 Seiten) unklar, was die Spannung nahezu ins Unermessliche treibt. Interessant ist auch die Erwähnung der Assassinen oder Hashashinen, welche Lesern von Dan Brown und Lewis Perdue ebenso ein Begriff sein dürften wie jenen Lesern die sich für die Tradition islamistischer Selbstmordattentäter interessieren.
Betreffend der Handlung muss man dem Autor zugestehen, dass er es wirklich schafft durch plötzliche, unvorhersehbare Handlungswendungen der ganzen Geschichte einen neuen Dreh zu verleihen, wie der Angriff durch das Killerkommando auf Jack und den Polizeikonvoi beweist. Bestechend schafft er es den Leser über die Motive der Terroristen lange Zeit im Dunkeln tappen zu lassen, so dass man die Seiten richtig verschlingt und es kaum erwarten kann, den Grund zu erfahren. Damit längst noch nicht genug verfolgen viele Charaktere ihre ganz eigenen Ziele und es gar nicht so sicher wer jetzt auf wessen Seite steht und was das große Ziel ist.
Fazit:
Der Inhalt wird dem Titel mehr als gerecht, denn wie aus einem trojanischen Pferd bricht die Spannung plötzlich aus diesem Band hervor und lässt einen nicht mehr los.