Mit dem Beginn der Akte freigegeben-Reihe erhält nun auch die Erfolgsserie 24 ähnlich wie CSI eine eigene Buchserie mit quasi nicht gezeigten Folgen und das im 24 Stunden-Takt.
Als ein anonymer Hinweis auf einen bevorstehenden Terroranschlag auf ein Flugzeug in der CTU-Außenstelle Los Angeles eingelangt wird sofort ein Team zum Flughafen entsandt, um den Anschlag zu vereiteln. Unter der Führung von Special Agent Jack Bauer gelingt es den Agenten einen Attentäter zu verhaften. Der vermeintliche Terrorist entpuppt sich als Waffenschmuggler und Drogendealer Dante Arete. Kurz nach Aretes Verhaftung schaltet sich sogleich das FBI ein und übernimmt den Gefangenen wegen laufender Ermittlungen. Um am Verhör teilzunehmen fliegt Jack mit zum FBI-Hauptquartier in New York. Kurz vor der Ankunft ermordet der FBI-Agent Frank Hensley jedoch 2 seiner Agenten und bemüht sich Jack die Schuld dafür zuzuschieben. Eine Boden-Luft-Rakete vereitelt Hensleys Pläne jedoch zunächst. Bei der Notlandung gelingt es Jack und Arete jedoch zu entkommen. Mit dem FBI dicht auf den Fersen und seinen einzigen Verbündeten tausende Meilen im fernen L.A. ist Jacks einzige Hoffnung Arete auf den Fersen zu bleiben, doch schnell stellt sich heraus, dass er einem Terroring auf die Spur gekommen ist, der sich nordkoreanischer Boden-Luft-Raketen bemächtigt hat und womöglich einen bakteriologischen Angriff auf den Big Apple plant.
Im Stil des typischen 24-Stundenkonzepts tickt auch im Hintergrund von Operation Höllentor eine imaginäre Uhr. Den Großteil dieser 24 Stunden verbringt Jack jedoch in New York, wo er ganz auf sich gestellt ist und nur telefonisch Kontakt zur CTU in L.A. halten kann. Nur seltsam dass gerade in New York, in welcher die bisher bekanntesten Anschlägen auf amerikanischen Boden stattgefunden haben, keine eigene CTU-Zentrale vorhanden ist. Ganz wie in der Serie endet beinahe jedes Kapitel mit einem Cliffhanger und verschiedenen Szenenwechseln zwischen den 5 großen Storylines (CTU, Jack, Terroristen/Frank Hensley, Jemanden auf der Flucht und Senator Cheever, der mit einem Maulwurf unter den eigenen Mitarbeitern zu kämpfen hat) erinnern irgendwie an den für 24 so typischen Splitscreen, auf welchem die verschiedenen Handlungsstränge zeitlich auf einen Nenner gebracht werden. An einigen Stellen, besonders solchen wo die Kapitel wohl zu lange geworden wären, wird man jedoch rasant weitergeführt, ohne auch nur ein einziges Mal den Handlungsfaden zu verlieren. Ein kleines Rätsel am Rande stellt jedoch das Jahr dar, in welchem Operation Höllentor stattfinden soll, das recht häufige Auftreten von PDAs und Mobiltelefonen spricht nämlich einigermaßen dagegen, dass wir uns im Jahre 1994 befinden und die Türme des World Trade Centers ebenso noch in der New Yorker Skyline vorhanden sind, können wir uns auch nicht nach 2001 befinden, aber dieses Detail am Rande sollte den Leser nicht weiter belasten.
Fazit:
Explosiver Beginn für 24 als Buchserie mit einem höllisch guten Thriller im typischen Stil der Serie. Für Fans mit Sicherheit empfehlenswert.