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"Ich war Mann und Frau": Mein Leben als Intersexuelle
 
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"Ich war Mann und Frau": Mein Leben als Intersexuelle [Gebundene Ausgabe]

Christiane Völling
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Fackelträger (25. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3771644550
  • ISBN-13: 978-3771644550
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 140.885 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Christiane Völling, Jahrgang 1959, wird in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Ihre Genitalien sind uneindeutig. Arzt und Eltern halten das Kind für einen Jungen, es bekommt den Namen Thomas. Ein Leben lang zweifelt Christiane Völling an ihrer Rolle als Mann, fühlt sich "wie ein Monster". Dass ihr die weiblichen Geschlechtsorgane herausoperiert wurden, erfährt sie erst 30 Jahre später. 2007 verklagt sie ihren damaligen Arzt, gewinnt und bekommt 2009 Schmerzensgeld zugesprochen. Christiane Völling arbeitet heute als Krankenpflegerin.Es ist der erste Fall in Deutschland, der einer breiten Öffentlichkeit bekannt wird. Christiane Völling war sowohl Mann als auch Frau, doch das erfuhr sie erst als 46-Jährige aus ihren Krankenhausakten. Bis dahin hieß sie Thomas. Was für Ärzte und Eltern nach der Geburt aussah wie ein Junge mit einem kleinen Penis, entpuppte sich später bei einer Blinddarmoperation als Mädchen mit intakter Gebärmutter und Eierstöcken. Ohne ihr Wissen wurde ihre Weiblichkeit daraufhin wegoperiert. Außerdem verschrieben ihr die Ärzte Testosteron - mit verheerenden körperlichen wie seelischen Folgen. 2007 verklagte Christiane Völling den Arzt, der ihr das angetan hatte. Der Prozess hat Signalwirkung für die über 100.000 Intersexuellen in Deutschland, viele von ihnen mit vergleichbaren Schicksalen. Die Autorin erzählt persönlich, oft schonungslos, von ihrem Leben, von Vorurteilen, Selbstzweifeln und dem Entschluss, mit 50 Jahren noch einmal neu anzufangen. Eine überfällige Kritik an einer Gesellschaft, die die Existenz einer großen Gruppe von Menschen verleugnet, und ein starkes Plädoyer an alle Betroffenen und deren Angehörige, das Dazwischenleben anzunehmen und sich dafür einzusetzen

Über den Autor

Christiane Völling, Jahrgang 1959, wird in einer Kleinstadt am Niederrhein geboren. Ihre Genitalien sind uneindeutig. Arzt und Eltern halten das Kind für einen Jungen, es bekommt den Namen Thomas. Ein Leben lang zweifelt Christiane Völling an ihrer Rolle als Mann, fühlt sich »wie ein Monster«. Dass ihr die weiblichen Geschlechtsorgane herausoperiert wurden, erfährt sie erst 30 Jahre später. 2007 verklagt sie ihren damaligen Arzt, gewinnt und bekommt 2009 Schmerzensgeld zugesprochen. Christiane Völling arbeitet heute als Krankenpflegerin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Linda
Ich habe das Buch von Christiane Völling noch nicht gelesen - bin aber gerade dabei, es zu bestellen. Im Übrigen bin ich mit dem Thema bestens vertraut. An dieser Stelle möchte ich lediglich zu einer "Begriffsvertauschung" in der Rezension von Monika Niehaus Stellung nehmen, die zwar sehr häufig vorkommt, nichts desto trotz sehr ärgerlich und auch verletzend ist für Menschen, die als intersexuell oder als Menschen mit einer "Störung der Geschlechtsentwicklung" von Diagnostikern einsortiert werden. Und zwar geht es um die Kategorie :"Transsexualität". Transsexualität und Intersexualität sind zwei qualitativ ganz klar verschiedene Phänomene. Jeder, der sich mit den Unterschieden näher befassen will und dazu bereit und in der Lage ist, findet problemlos die entspechenden Informationen. Zu dem laxen und über die Gefühle der Betroffenen hinweg gehenden Umgang mit diesen Begriffen trägt meines Erachtens eine große, allgemein verbreitete Angst vor dem Thema bei und damit verbunden der Wunsch, sich damit nicht näher befassen zu müssen. Auch ist es leider gängige Praxis, dass einige Menschen mit einer Transsexualität ihre Biografie umschreiben und sich als intersexuell darstellen. Das ist - obwohl auch ärgerlich - verständlich, da transexuelle Menschen in unserer sozialen Umwelt noch stärker einer Ächtung und Ausgrenzung ausgesetzt sind, als dies bei intersexuellen Menschen der Fall ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Wie ein gnadenlos erzählter Thriller klingt diese Lebensgeschichte und dabei ist sie doch der authentische Bericht eines Menschen der davon erzählt wie aus Thomas Christiane Völling wurde.

Es ist nur sehr schwer vorstellbar, aber mit fast 50 Jahren stand Christiane Völling vor dem nichts. Plötzlich war sie eine Frau. Das man ihr während einer Blinddarmoperation ihre Geschlechtsteile nahm ist ein Skandal, dass der Arzt darüber nicht mit ihr sprach ein noch größerer.

Dieses Buch macht sehr betroffen. Vor allem auch deshalb, weil Christiane Völling sehr offen und nichts beschönigend über ihre Situation schreibt. Es geht sehr nahe wenn die Autorin über den langen Weg der Schadensersatzklage berichtet und zum Abschluß schreibt: "Als ich drei Wochen danach die vielen Nullen auf meinem Girokonto sah, konnte ich es immer noch nicht fassen. Ich hatte gewonnen. 100 000 Euro waren ein Witz für ein verpfuschtes Leben . . ."

In einem Glossar werden am Ende des Buches alle Fachausdrücke ausführlich und gut verständlich erklärt. Dass Deutschland auf diesem Gebiet einen großen Nachholebedarf hat, beweist dieses Buch eindrucksvoll. Man muss es einfach gelesen haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Thomas Völling sich mit Mitte 40 auf die Suche nach seiner Krankenhausakte macht, hat er keine Ahnung, was der Grund seiner inneren Zerissenheit ist. Schon immer war er irgendwie anders - von seinem künstlichen Glied über anormale Entwicklungssprünge bis hin zu andauernden Hormonbehandlungen und Harnwegsinfekten.
Bei der Teilnahme an einer Studie zur Intersexualität fällt es ihm wie Schuppen von den Augen - so bin ich auch! Völling findet heraus: Er ist in Wirklichkeit eine Frau, nur waren bei seiner Geburt die Schamlippen verwachsen. Die Ärzte formten aber aus seiner vergrößerten Klitoris ein männliches Genital. Gebärmutter und Eierstöcke entfernte man noch mit 18 bei einer Operation, zu der es keine Einwilligung gab. Damit war Völling ein normales Leben verbaut.
In ihrem fesselnden Bericht erzählt Völling schonungslos von der qualvollen Jugend bis hin zum langsamen Herantasten an das Leben einer Frau. Am Ende bringt sie den damals operierenden Arzt vor Gericht und gewinnt den Prozess - ein Meilenstein für viele andere Betroffene, auch wenn er das Leiden der Opfer nicht ungeschehen machen kann. Ein wichtiges Buch, das wütend macht.
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