[ACHTUNG ! IM ERSTEN ABSATZ KURZE ZUSAMMENFASSUNG DES FILMS !] Die Geschichte ist so beklemmend wie einfach: Ein offensichtlich einsamer und im Leben gescheiterter Wachmann geht am 22. Mai zu seiner Arbeit in einem Einkaufscenter. Eine Bombe explodiert. Was mit den Besuchern des Einkaufszentrums geschehen ist, erfährt der Zuschauer erst nach und nach während des gesamten Films. Der Film spielt (wie der Titel anzeigt) an einem einzigen Tag kurz vor und während einer gewaltigen Explosion.
Obwohl die Zusammenfassung seltsam einfach klingt, enthält der Film unendlich viel mehr. Der Film beschreibt einen völlig verstörenden und schmerzhaften Zustand des Stillstands und der unendlichen Leere. Der Film folgt den tragischen Geschichten der Opfer und den Motiven des Täters durch menschenleere Vorstädte und verlassene U-Bahn-Stationen.
Es ist ein wunderbar einfacher, intensiver, dichter und zugleich vollkommen unverspielter Film über die Folgen eines terroristischen Anschlags. Der Film folgt dabei keinen klassischen Suspense-Mustern. Der Regissseur versucht eher Bilder und Klänge für den totalen Stillstand, die Zerstörung, die Trauer und den Tod zu finden. Für mich ist dieser Film einer der beeindruckensten des letzten Jahres, weil er noch Tage lang nachwirkt. Es ist ein Film, den ich mir sicher noch mehrfach ansehen werde.
Besonders Freunde der Filme Bruno Dumonts (besonders: "Hadewijch"), der Dardenne Brüder oder Roy Anderssons (etwa "SONGS FROM THE SECOND FLOOR") oder der unendlichen Langsamkeit Bela Tarrs werden hier auf ihre Kosten kommen. Als Bonus liegen noch 2 frühe Kurzfilme des Regisseurs KOEN MORTIER und ein paar kurze Clips zu den Dreharbeiten bei.
FAZIT: Ich vergebe 5 Sterne für einen wunderbaren, beklemmenden Film mit einer einzigartigen Bild/Ton-Ästhetik. ABER, ACHTUNG: Filmfreunden, die sich für klassische Erzähltechnik und atemlose Spannung interessieren, würde ich diesen Film nicht empfehlen. Hier wäre meine Bewertung also ebenso: 2-3 Sterne.