- Format: Import
- BBFC: Freigegeben ab 15 Jahren
- Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen Alle Rezensionen anzeigen (58 Kundenrezensionen)
- ASIN: B0002ADWZI
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 49.287 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)
Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Der absolut talentierte, mexikanische Regisseur Alejandro González Inárritu liefert nach AMORES PERROS, erneut in Zusammenarbeit mit Autor Guillermo Arriaga, sein nächstes Meisterwerk ab. 21 GRAMM gehört zu den Filmen, die man nicht so einfach abschütteln kann. 21 GRAMM - der Titel bezieht sich nicht etwa auf irgendwelche Drogen, sondern auf die Theorie, dass der Körper eines Verstorbenen nach Eintritt des Todes exakt 21 Gramm leichter ist. Wiegt die Seele etwa so viel wie ein Kolibri, ein Schokoriegel oder 5 Fünfcentstücke? Folgen Sie den drei Protagonisten in ihre kleine, große und komplizierte Welt - und stellen Sie sich mit ihnen die Frage, ob unser Leben vom Schicksal geleitet wird oder alles nur purer Zufall ist. FAZIT: Trauen Sie sich also zu, intellektuelles und emotionales Kino "at its best" weit ab vom Mainstream zu genießen. Wir versprechen Ihnen: Sie werden es nicht bereuen! 21 GRAMM hat das Zeug dazu, etwas zu verändern ... etwas in Ihnen zu verändern ... Sie müssen es nur zulassen ...
Bild: Das Bild zeichnet sich durch eine sehr hohe Stabilität und eine intensive Tiefenschärfe aus. Das Mastering ist der häufig wackelnden Handkamera bestens gewachsen und reagiert auf großflächige Bildveränderungen nicht mit Nachziehern oder Schärfeverlusten (00.02.42, Handkamera). Die Schärfe bildet auch in Totalen noch Bildinhalte sehr detailiert ab (00.33.50, Schwimmer in Becken). In einigen Szenen tritt ein recht intensives Rauschen in Erscheinung, das aber aufnahmetechnisch bedingt ist. Hier wirken dann Hintergründe etwas unruhig (00.05.38, Kacheln). Der Kontrast ist ausgezeichnet tariert und die Farben wirken natürlich, weil sie feinsinnig gesättigt sind.
Ton: Der Film arbeitet nicht mit bombastischen Ton-Effekten, sondern konzentriert sich akustisch auf die Erstellung einer stimmigen Ambienz. Dies gelingt in direktionaler Klarheit. Umweltgeräusche klingen immer sehr authentisch, ohne aufdringlich zu wirken (00.07.35, Straßenverkehr, 00.10.12, Kulisse im Schwimmbad). Die Musik ist transparent und, wenn angebracht, weiträumig angelegt (00.17.33, sphärische Musik). Auffallend gut sind die Stimmen auch in der deutschen Fassung der Umgebung angepasst (00.01.46, Therapie-Sitzung). --movieman.de
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Durch einen tragischen Autounfall werden die Leben von drei unterschiedlichen Personen bis auf weiteres miteinander verknüpft. Zunächst ist da der Mathematiker Paul Rivers (grandios dargestellt von Sean Penn), der schwer erkrankt auf ein Spenderherz wartet und sich in einer Ehe befindet, der er nichts Positives mehr abgewinnen kann. Als weitere Person ist da Christina Peck (Naomi Watts, bekannt aus "Mulholland Drive" und "Ring"), bis zu jenem Unfall Mutter zweier Töchter und glücklich verheiratet. Zuletzt wäre da noch Jack Jordan (ebenfalls grandios: Benicio Del Torro), ein Ex-Sträfling der sein Leben nun mit voller Hingabe Gott widmet, in diesem seinen Frieden gefunden hat und durch ihn die Stärke findet, den Alltag mit seiner Familie zu bewältigen.
Diese drei Charaktere lernen nach dem besagten schrecklichen Autounfall die Wahrheiten über Liebe, Glauben, Mut, Verlangen und Schuld.
Ähnlich einem Puzzelspiel rätselt man bis zum Ende des Films, welches Gesamtbild sich am Ende ergeben mag. Die Vernetzung der oben dargestellten Einzelschicksale ist ebenso intensiv wie kunstvoll. Man wird bei näherer Betrachtung zwar bemerken, dass diese nur von einem recht simpel gestrickten Thrillerplot ablenken, diese Erkenntnis wirkt sich jedoch kaum auf den Film aus. Wäre die Handlung in einem Handlungsstrang gedreht, würde sich kaum die Stimmung aufbauen, wie dies mit dem Film, so wie er jetzt ist, der Fall ist. Der Einsatz dreier starker und präsenter Darsteller reißt den Zuschauer in den Sog der Gefühle, die die Figuren durchleben und durchleiden müssen. Eine so intensive und großartige Darstellungsleistung, wie von dem Dreigestirn Watts/Penn/del Torro hat man lange nicht mehr zu sehen bekommen. Der durchweg düstern gehaltene Filmstil vermittelt einen recht überzeugenden "Live-Effekt", die Stimmen aus dem Off vertiefen die ansonsten recht schmucklose Atmosphäre nur. Ein finsterer Blick auf und in drei Seelen: absolut sehenswert!
Abschließend bleibt zu sagen, dass "21 Gramm" Ende Januar in 2 Kategorien für einen Oscar nominiert wurde: Naomi Watts als Beste weibliche Hauptdarstellerin und Benicio Del Toro als Bester männlicher Nebendarsteller.
21 Gramm ist ein selten intensives Filmerlebnis. Kein Film, für den Cliquenabend am Wochenende mit Chips und Bier. Ein Film für jeden selbst. Weil man ein kleines Stück mit dem Film wachsen kann. So kitschig sich das anhören mag. Aber es wird einem mal wieder bewußt, wie verdammt zeitlich beschränkt unsere Verweildauer auf Erden sein kann, wie schnell ein Leben aus den Fugen geraten kann und dass Leiden ein normaler Bestandteil des Lebens ist.
Ebenfalls schockierend, ist die Altersfreigabe des Films. Man sollte nicht die Folgerung ziehen: "Hmmm, ist ja schon ab 12 freigegeben. So krass kann der gar nicht sein." Doch, kann der. Totale Fehlentscheidung, die Altersfreigabe. Nicht aber der Film. Es gibt wenige Filme die man gesehen haben MUSS!. 21 Gramm ist solch einer.