Der schweizer Komponist Arthur Honegger ist wenig bekannt. Im Gegensatz zu Holst, Orff oder Mussorgski fehlt ihm das eine, in den Mainstream klassischer Konzert-Programme eingegangene Werk, welches das Interesse eines größeren Publikums wecken könnte. Honeggers Stil ist gekennzeichnet durch eine grundsätzlich tonale Harmonik, vereint mit impressionistischen Einfärbungen. Gleichzeitig verleihen prägnante Rhythmik, klare Formen und polyfone Texturen seiner Musik einen klassizistischen Schlag.
Die vorliegende Zusammenstellung vereint einige der Hauptwerke Honeggers. Heraus ragen sicher die Sinfonien Nr. 2 und 3, die Honegger während des Zweiten Weltkriegs komponierte. (Auch Karajan hat seinerzeit eine Aufnahme dieser beiden Werke vorgelegt.)
Obwohl viele der Werke auf den beiden CDs von kaum bekannten Dirigenten gespielt werden (Dubrovsky, Plasson, Martinon, Dilkes), handelt es sich durchgängig um exzellent gespielte Aufnahmen. Die meisten Einspielungen sind allerdings bereits etwas älter, datieren teilweise aus den Sechzigerjahren; allein die beiden von Mariss Jansons dirigierten Werke (Pacific 231 und die 2. Sinfonie) stammen aus der DDD-Zeitrechnung. Dank digitalem Remastering sind aber auch die betagteren Einspielungen ein uneingeschränkter Hörgenuss (mit Ausnahme des Cellokonzertes, bei dem es sich um einen recht verrauschten Live-Mitschnitt handelt).