Audiobook-Rezensionen
Politisch wurde die Zeit geprägt durch die Ablehnung der Weimarer Republik von links und von rechts, und das von Anfang an. Die Situation Deutschlands nach dem Krieg: hohe Reparationszahlungen, Hunger und Krankheiten wie Tuberkulose und Rachitis. Kappputsch, der Mord an Außenminister Rathenau und Hitlers Stürmung des Hofbräuhauses drängen in ein eindeutige Richtung. Gleichzeitig verliert die Mark mehr und mehr an Wert, und die wirtschaftliche Misere führt in eine Inflation. Tausende strömen in die Großstädte, um dort Arbeit zu finden. Kabarett, Kino, Jazz-Rhythmen und die Nachttänze der Josephine Baker helfen, das allgemeine Elend für Augenblicke zu vergessen. Aber auch die, die nicht in den Metropolen leben, haben seit 1923 dank des Rundfunks die Möglichkeit, Schlager und Opern zu hören, sich zu bilden. Kultur und Wissenschaft blühen: Albert Einstein bekommt 1921den Nobelpreis für Physik, Thomas Mann erhält 1929 den Nobelpreis für Literatur. 1928 wird Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" uraufgeführt! Neue Sachlichkeit in der Kunst, die ersten Ausstellungen der Surrealisten und das Bauhaus setzen Maßstäbe.
Ob es am Thema oder an der Präsentation liegt, ist letztendlich egal. Fest steht, dass die Fülle der Originaltöne aus den unterschiedlichsten Bereichen von Politik und Kultur dieses Feature für eine Auffrischung oder auch Erweiterung des eigenen Wissens prädestiniert. Feature, Spieldauer: ca. 70 Minuten, 1 CD. Auch als MC erhältlich.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Über den Autor
Ab 1913 trat das Komikerpaar Valentin und Karlstadt zusammen in allen wichtigen Münchner Kabaretts auf. In den 1920er Jahren feierte das Duo seine größten Triumphe. Gastspielreisen führten nach Zürich, Wien und Berlin, dazu kamen Schallplattenaufnahmen und Filme. 1930 stand Liesl Karlstadt zum ersten Mal ohne Karl Valentin als Schauspielerin auf der Bühne der Münchner Kammerspiele. Nach dem Tod Karl Valentins 1948 bewältigte sie eine zweite erfolgreiche Karriere als Volksschauspielerin auf der Bühne und im Hörfunk als populäre "Frau Brandl". Liesl Karlstadt starb 1960.